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Bezieht sich auf SUSE Linux Enterprise Server 11 SP4

6 Installation mit YaST

Nachdem Ihre Hardware zur Installation von SUSE® Linux Enterprise Server vorbereitet wurde, wie unter Teil I, „Architekturspezifische Überlegungen zur Installation“ beschrieben, und die Verbindung mit dem Installationssystem aufgebaut wurde, wird die Schnittstelle des SUSE Linux Enterprise Server-Systemassistenten YaST angezeigt. YaST führt Sie durch das gesamte Installations- und Konfigurationsverfahren.

6.1 Wahl der Installationsmethode

Ermitteln Sie nach Auswahl des Installationsmediums diejenige geeignete Installationsmethode und Bootoption, die Ihren Anforderungen am besten entspricht:

Installation von den SUSE Linux Enterprise Server-Medien (DVD, CD, USB)

Wählen Sie diese Option, wenn Sie eine eigenständige Installation durchführen und sich nicht auf ein Netzwerk verlassen möchten, das Ihnen die Installationsdaten oder die Infrastruktur zum Booten zur Verfügung stellt. Die Installation wird genau wie unter Abschnitt 6.2, „Der Installations-Workflow“ beschrieben durchgeführt.

Installation von einem Netzwerkserver

Wählen Sie diese Option, wenn in Ihrem Netzwerk ein Installationsserver verfügbar ist, bzw. wenn Sie einen externen Server als Quelle für Ihre Installationsdaten verwenden möchten. Diese Einrichtung kann zum Booten von physischen Medien (Floppy, CD/DVD oder Festplatte) konfiguriert werden oder zum Booten im Netzwerk mithilfe von PXE/BOOTP. Einzelheiten finden Sie unter Abschnitt 6.1.1, „Installation von einem Netzwerkserver mit SLP“, Abschnitt 6.1.2, „Installieren von einer Netzwerkquelle ohne SLP“ oder Kapitel 14, Installation mit entferntem Zugriff.

SUSE Linux Enterprise Server unterstützt verschiedene Bootoptionen, aus denen Sie je nach verfügbarer Hardware und dem bevorzugten Installationsszenario wählen können. Booten von den SUSE Linux Enterprise Server-Medien ist die einfachste Option. Spezielle Anforderungen erfordern möglicherweise jedoch auch eine spezielle Einrichtung:

Tabelle 6.1: Bootoptionen

Bootoption

Beschreibung

DVD

Dies ist die einfachste Bootoption. Diese Option kann benutzt werden, wenn das System über ein lokales DVD-ROM-Laufwerk verfügt, das von Linux unterstützt wird.

USB-Massenspeichergerät

Wenn der Computer nicht mit einem optischen Laufwerk ausgestattet ist, können Sie das Installations-Image auch von einem USB-Massenspeichergerät booten, z. B. von einem USB-Stick. Zum Erstellen eines bootfähigen USB-Speichergeräts kopieren Sie das ISO-Image von der DVD oder der Mini CD mit dem Kommando dd auf das Gerät (das USB-Gerät darf nicht eingehängt sein und alle Daten auf dem Gerät werden gelöscht):

dd if=PATH_TO_ISO_IMAGE of=USB_STORAGE_DEVICE bs=4M

dd steht standardmäßig auf Linux und MacOS zur Verfügung. Eine Version für Microsoft Windows* kann von http://www.chrysocome.net/dd heruntergeladen werden.

Wichtig
Wichtig: Kompatibilität

Bei UEFI-Computern (dies gilt für die gesamte ia64-Architektur) sowie bei der ppc64-Architektur wird das Booten von einem USB-Massenspeichergerät nicht unterstützt.

PXE oder BOOTP

Booten über das Netzwerk muss vom BIOS oder der Firmware des Systems unterstützt werden und ein Boot-Server muss im Netzwerk verfügbar sein. Diese Aufgabe kann auch von einem anderen SUSE Linux Enterprise Server-System übernommen werden. Weitere Informationen finden Sie in Kapitel 14, Installation mit entferntem Zugriff.

Festplatte

Die SUSE Linux Enterprise Server-Installation kann auch von der Festplatte gestartet werden. Kopieren Sie hierzu den Kernel (linux) und das Installationssystem (initrd) aus dem Verzeichnis /boot/architecture/ der Installationsmedien auf die Festplatte, und fügen Sie dem vorhandenen Bootloader einer früheren SUSE Linux Enterprise Server-Installation den entsprechenden Eintrag hinzu.

Tipp
Tipp: Booten von DVD auf UEFI-Computern

amd64, em64t DVD1 kann als Bootmedium für Computer mit UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) verwendet werden. Spezifische Informationen finden Sie in der Dokumentation des Herstellers. Falls der Bootvorgang fehlschlägt, versuchen Sie CSM (Compatibility Support Module) in Ihrer Firmware zu aktivieren.

6.1.1 Installation von einem Netzwerkserver mit SLP

Wenn Ihre Netzwerk-Einrichtung OpenSLP unterstützt und Ihre Netzwerk-Installationsquelle so konfiguriert wurde, dass sie sich selbst über SLP ankündigt (beschrieben in Abschnitt 14.2, „Einrichten des Servers, auf dem sich die Installationsquellen befinden“), booten Sie das System, drücken Sie im Boot-Fenster F4 und wählen Sie im Menü SLP aus.

Das Installationsprogramm konfiguriert die Netzwerkverbindung mit DHCP und ruft den Speicherort der Netzwerk-Installationsquelle vom OpenSLP-Server ab. Bei einem Problem der automatischen DHCP-Netzwerkkonfiguration werden Sie aufgefordert, die geeigneten Parameter manuell einzugeben. Die Installation wird dann, abgesehen von dem Schritt zur Netzwerkkonfiguration, der vor dem Hinzufügen von Repositorys erforderlich ist, wie nachfolgend beschrieben durchgeführt. Dieser Schritt ist nicht erforderlich, da das Netzwerk zu diesem Zeitpunkt bereits konfiguriert und aktiv ist.

6.1.2 Installieren von einer Netzwerkquelle ohne SLP

Wenn Ihre Netzwerk-Einrichtung OpenSLP zum Abrufen von Netzwerk-Installationsquellen nicht unterstützt, booten Sie das System, drücken Sie im Boot-Fenster F4 und wählen Sie das gewünschte Netzwerk-Protokoll (NFS, HTTP, FTP oder SMB/CIFS) aus. Geben Sie die Adresse des Servers und den Pfad zu den Installationsmedien ein.

Das Installationsprogramm konfiguriert die Netzwerkverbindung automatisch mit DHCP. Bei einem Problem dieser Konfiguration werden Sie aufgefordert, die geeigneten Parameter manuell einzugeben. Die Installation ruft die Installationsdaten von der angegebenen Quelle ab. Die Installation wird dann, abgesehen von dem Schritt zur Netzwerkkonfiguration, der vor dem Hinzufügen von Repositorys erforderlich ist, wie nachfolgend beschrieben durchgeführt. Dieser Schritt ist nicht erforderlich, da das Netzwerk zu diesem Zeitpunkt bereits konfiguriert und aktiv ist.

6.2 Der Installations-Workflow

Die Installation von SUSE Linux Enterprise Server ist in drei Hauptbereiche unterteilt: Vorbereitung, Installation und Konfiguration. In der Vorbereitungsphase konfigurieren Sie einige grundlegende Parameter wie Sprache, Uhrzeit, Festplatteneinrichtung und Installationsumfang. In der nicht-aktiven Installationsphase wird die Software installiert und das System wird auf den ersten Boot vorbereitet. Nach Abschluss der Installation bootet der Computer nun in das neu installierte System und startet die endgültige Systemkonfiguration. In dieser Phase werden Netzwerk- und Internetzugriffe sowie Hardware-Komponenten, wie z. B. Drucker eingerichtet.

6.3 IBM POWER: Systemstart für die Netzwerkinstallation

Für IBM POWER-Plattformen wird das System gestartet (IPL, Initial Program Load) wie in Abschnitt 3.2, „Vorbereitung“ beschrieben. Bei Netzwerkinstallationen zeigt SUSE Linux Enterprise Server auf diesen Systemen keinen Eröffnungsbildschirm bzw. keine Bootloader-Kommandozeile an. Laden Sie den Kernel während der Installation manuell. YaST beginnt mit seinem Installationsbildschirm, sobald über VNC, X oder SSH eine Verbindung zum Installationssystem aufgebaut wurde. Da es keinen Eröffnungsbildschirm bzw. keine Bootloader-Kommandozeile gibt, können Kernel- oder Bootparameter nicht am Bildschirm eingegeben werden, sondern müssen mithilfe von mkzimage_cmdline in das Kernel-Image aufgenommen werden.

Tipp
Tipp: IBM POWER: Die nächsten Schritte

Folgen Sie für die Installation der Beschreibung des Installationsvorgangs mit YaST, beginnend mit Abschnitt 6.8, „Willkommen“.

6.4 IBM System z: Systemstart für die Installation

Systeme mit der IBM System z-Plattform werden gemäß den Anweisungen in Abschnitt 4.2.4, „Ausführen des IPL-Vorgangs für das SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem“ gestartet (IPL, Initial Program Load). Bei diesen Systemen zeigt SUSE Linux Enterprise Server keinen Startbildschirm an. Laden Sie während des Installationsvorgangs den Kernel, initrd und parmfile manuell. YaST beginnt mit seinem Installationsbildschirm, sobald über VNC, X oder SSH eine Verbindung zum Installationssystem aufgebaut wurde. Da kein Startbildschirm vorhanden ist, können Kernel- oder Boot-Parameter nicht am Bildschirm eingegeben werden. Sie müssen stattdessen in einer Parameterdatei (parmfile) angegeben werden (siehe Abschnitt 4.4, „Die Parmfile – Automatisierte Systemkonfiguration“).

Tipp
Tipp: IBM System z: Die nächsten Schritte

Folgen Sie für die Installation der Beschreibung des Installationsvorgangs mit YaST, beginnend mit Abschnitt 6.8, „Willkommen“.

6.5 Systemstart für die Installation

Sie können SUSE Linux Enterprise Server von lokalen Installationsquellen installieren, zum Beispiel von den mit SUSE Linux Enterprise Server gelieferten CDs oder DVDs, oder von einer Netzwerkquelle eines FTP-, HTTP-, NFS- oder SMB-Servers. Jede dieser Methoden setzt physischen Zugriff auf das zu installierende System sowie das Eingreifen des Benutzers während der Installation voraus. Das Installationsverfahren ist im Grunde von der Installationsquelle unabhängig. Ausnahmen sind in der folgenden Beschreibung des Workflows deutlich gekennzeichnet. Eine Beschreibung dazu, wie nicht interaktive, automatische Installationen ausgeführt werden, finden Sie unter Teil IV, „Automatisierte Installationen“.

6.6 Der Boot-Bildschirm auf Computern mit herkömmlichem BIOS

Im Boot-Bildschirm werden mehrere Optionen für den Installationsvorgang angezeigt. Von Festplatte booten bootet das installierte System. Die Option ist standardmäßig aktiviert, weil die CD häufig im Laufwerk verbleibt. Wählen sie eine der anderen Optionen mit den Pfeiltasten aus und drücken Sie Eingabetaste, um das System zu booten. Folgende Optionen sind relevant:

Installation

Der normale Installationsmodus. Alle modernen Hardwarefunktionen sind aktiviert. Sollte die Installation fehlschlagen, finden Sie unter F5 Kernel die Bootoptionen, die mögliche problematische Funktionen deaktivieren.

Reparatur des installierten Systems

Bootet in das grafische Reparatursystem. Weitere Informationen zur Reparatur eines installierten Systems finden Sie unter Abschnitt 36.6.4, „Wiederherstellen eines beschädigten Systems“.

Rettungssystem

Startet ein minimales Linux-System ohne grafische Bedienoberfläche. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 36.6.4.2, „Verwenden des Rettungssystems“.

Installationsmedium prüfen

Diese Option is nur verfügbar, wenn Sie von einem Medium aus installieren, das von heruntergeladenen ISOs erstellt wurde. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Integrität des Installationsmediums zu überprüfen. Diese Option startet das Installationssystem, bevor die Medien automatisch überprüft werden. Nach erfolgreicher Überprüfung wird die herkömmliche Installationsroutine gestartet. Wenn dabei ein fehlerhaftes Medium gefunden wird, so wird die Installationsroutine abgebrochen.

Firmware-Test

Startet ein BIOS-Überprüfungsprogramm zur Überprüfung der ACPI und anderer BIOS-Bereiche.

Speichertest

Testet Ihren System-RAM durch wiederholte Lese- und Schreibzyklen. Der Test kann durch erneutes Booten abgebrochen werden. Weitere Informationen finden Sie unter Abschnitt 36.2.5, „Computer kann nicht gebootet werden“.

Der Boot-Bildschirm auf Computern mit herkömmlichem BIOS
Abbildung 6.1: Der Boot-Bildschirm auf Computern mit herkömmlichem BIOS

Mit den Funktionstasten, die in der Leiste am unteren Rand des Bildschirms angezeigt werden, können Sie die Sprache, die Bildschirmauflösung oder die Installationsquelle ändern oder zusätzliche Treiber von Ihrem Hardware-Anbieter hinzufügen:

F1 Hilfe

Rufen Sie die kontextabhängige Hilfe für das aktive Element des Boot-Bildschirms auf. Verwenden Sie die Pfeiltasten zum Navigieren, Eingabetaste zur Verfolgung eines Links und Esc zum Verlassen des Hilfe-Bildschirms.

F2 Sprache

Wählen sie die Anzeigesprache und ein entsprechendes Tastatur-Layout für die Installation aus. Die Standardsprache ist Englisch (US).

F3 Videomodus

Wählen Sie verschiedene Modi für die grafische Darstellung während der Installation aus. Wählen Sie Textmodus, wenn die grafische Installation Probleme verursacht.

F4Quelle

In der Regel wird die Installation vom eingelegten Installationsdatenträger ausgeführt. Wählen Sie hier andere Quellen, wie etwa FTP- oder NFS-Server. Wenn die Installation in einem Netzwerk mit einem SLP-Server bereitgestellt wird, wählen Sie mit dieser Option eine auf dem Server verfügbare Installationsquelle. Weitere Informationen zu SLP finden Sie unter Kapitel 23, SLP-Dienste im Netzwerk.

F5 Kernel

Falls bei der regulären Installation Probleme aufgetreten sind, bietet Ihnen dieses Menü Möglichkeiten zur Deaktivierung einiger potenziell problematischer Funktionen an. Wenn Ihre Hardware ACPI (Advanced Configuration and Power Interface) nicht unterstützt, wählen Sie Keine ACPI aus, um die Installation ohne Unterstützung durch ACPI durchzuführen. Die Option Keine lokalen APIC deaktiviert die Unterstützung für APIC (Advanced Programmable Interrupt Controllers), was Probleme bei mancher Hardware verursachen könnte. Die Option Sichere Einstellungen bootet das System mit deaktiviertem DMA-Modus (für CD/DVD-ROM-Laufwerke); Energieverwaltungsfunktionen werden ebenfalls deaktiviert.

Falls Sie nicht sicher sind, verwenden Sie zunächst probehalber die folgenden Optionen: Installation – ACPI deaktiviert oder Installation – Sichere Einstellungen. Experten können auch die Kommandozeile Bootoptionen verwenden, um Kernel-Parameter einzugeben oder zu ändern.

F6 Treiber

Drücken Sie diese Taste, um das System darüber zu benachrichtigen, dass Sie eine optionale Treiberaktualisierung für SUSE Linux Enterprise Server verwenden. Mithilfe von Datei oder URL laden Sie die Treiber direkt vor dem Start der Installation. Wenn Sie Ja auswählen, werden Sie aufgefordert, den Datenträger für die Aktualisierung am entsprechenden Punkt im Installationsprozess einzufügen.

Tipp
Tipp: Anfordern von Datenträgern mit Treiberaktualisierungen

Treiberaktualisierungen für SUSE Linux Enterprise finden Sie unter http://drivers.suse.com/. Diese Treiber wurden im Rahmen des Partner Linux Driver Program erstellt.

Tipp
Tipp: Verwenden von IPv6 während der Installation

Standardmäßig können Sie Ihrem Computer nur IPv4-Netzwerkadressen zuweisen. Geben Sie zur Aktivierung von IPv6 während der Installation einen der folgenden Parameter an der Bootaufforderung ein: ipv6=1 (IPv4 und IPv6 akzeptieren) oder ipv6only=1 (nur IPv6 akzeptieren).

Nach dem Starten der Installation lädt und konfiguriert SUSE Linux Enterprise Server zur Durchführung des Installationsvorgangs eine Minimalversion des Linux-Systems. Zur Anzeige der Boot-Meldungen und Copyright-Hinweise während dieses Vorgangs, drücken Sie auf Esc. Nach Beenden dieses Vorgangs startet das YaST-Installationsprogramm und zeigt das grafische Installationsprogramm an.

Tipp
Tipp: Installation ohne Maus

Wenn das Installationsprogramm Ihre Maus nicht korrekt erkennt, verwenden Sie die Tabulatortaste zur Navigation, die Pfeiltasten zum Blättern und die Eingabetaste, um eine Auswahl zu bestätigen. Verschiedene Schaltflächen oder Auswahlfelder enthalten einen Buchstaben mit Unterstreichung. Mit AltBuchstabe können Sie eine Schaltfläche oder Auswahl direkt auswählen und müssen nicht mithilfe der Tabulator-Taste dorthin navigieren.

6.6.1 Bereitstellen von Daten für den Zugriff auf einen SMT-Server

Standardmäßig werden Aktualisierungen für SUSE Linux Enterprise Server durch das Novell Customer Center bereitgestellt. Wenn das Netzwerk einen so genannten SMT-Server als lokale Aktualisierungsquelle bereitstellt, müssen Sie dem Client die Server-URL mitteilen. Client und Server kommunizieren ausschließlich über das HTTPS-Protokoll. Daher müssen Sie auch einen Pfad zum Serverzertifikat eingeben, wenn das Zertifikat nicht von einer Zertifizierungsstelle stammt. Diese Informationen können entweder am Bootprompt (wie hier beschrieben) oder während der Registrierung wie unter Abschnitt 6.16.1.4.1, „Lokaler Registrierungsserver“ beschrieben eingegeben werden.

regurl

URL des SMT-Servers. Die URL hat ein vorgegebenes Format https://FQN/center/regsvc/ FQN muss der vollständige Hostname des SMT-Servers sein. Beispiel:

regurl=https://smt.example.com/center/regsvc/
regcert

Standort des SMT-Serverzertifikats. Geben Sie eine der folgenden Optionen an:

URL

Remotestandort (http, https oder ftp), von dem das Zertifikat heruntergeladen werden kann. Beispiel:

regcert=http://smt.example.com/smt-ca.crt
Diskette

Legt einen Standort auf einer Diskette fest. Die Diskette muss zum Zeitpunkt des Bootens eingelegt sein. Sie werden nicht zum Einlegen aufgefordert, wenn sie fehlt. Der Wert muss mit der Zeichenfolge floppy beginnen, gefolgt vom Pfad zum Zertifikat. Beispiel:

regcert=floppy/smt/smt-ca.crt
Lokaler Pfad

Absoluter Pfad zum Zertifikat auf dem lokalen Rechner. Beispiel:

regcert=/data/inst/smt/smt-ca.cert
Interaktiv

Verwenden Sie ask während der Installation zum Öffnen eines Popup-Menüs, in dem Sie den Pfad zum Zertifikat angeben können. Verwenden Sie diese Option nicht bei AutoYaST. Beispiel

regcert=ask
Zertifikatsinstallation deaktivieren

Verwenden Sie fertig, wenn das Zertifikat durch ein Add-on-Produkt installiert wird, oder wenn Sie ein Zertifikat verwenden, das durch eine offizielle Zertifizierungsstelle ausgestellt wurde. Beispiel:

regcert=done
Warnung
Warnung: Achten Sie auf Eingabefehler

Achten Sie darauf, dass Sie richtige Werte eingeben. Wenn regurl nicht richtig angegeben wurde, schlägt die Registrierung der Aktualisierungsquelle fehl. Wenn ein falscher Wert für regcert eingegeben wurde, werden Sie zum Eingeben eines lokalen Pfads zum Zertifikat aufgefordert.

Wenn regcert nicht festgelegt ist, wird http://FQN/smt.crt verwendet, wobei FQN der Name des SMT-Servers ist.

6.6.2 Konfigurieren eines alternativen Datenservers für supportconfig

Die von supportconfig (weitere Informationen unter Kapitel 2, Erfassen der Systeminformationen für den Support) gesammelten Daten werden standardmäßig an das Novell Customer Center gesendet. Es ist auch möglich, einen lokalen Server zum Erfassen dieser Daten einzurichten. Wenn ein solcher Server in Ihrem Netzwerk verfügbar ist, müssen Sie die URL des Servers am Client festlegen. Diese Daten müssen beim Bootprompt eingegeben werden.

supporturl

URL des Servers. Die URL hat das Format http://FQN/Pfad/ FQN muss der vollständig qualifizierte Hostname des Servers sein, Pfad muss durch den Speicherort auf dem Server ersetzt werden. Beispiel:

supporturl=http://support.example.com/supportconfig/data/

6.7 Der Boot-Bildschirm auf Computern mit UEFI

Der neue Branchenstandard UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) ersetzt und erweitert das herkömmliche BIOS. Die jüngsten UEFI-Implementationen enthalten die Secure Boot-Erweiterung, mit der ausschließlich signierte Bootloader ausgeführt werden. So wird das Booten von böswilligem Code verhindert. Weitere Informationen finden Sie in Kapitel 12, UEFI (Unified Extensible Firmware Interface).

Der Boot-Manager GRUB zum Booten von Computern mit herkömmlichem BIOS bietet keine Unterstützung für UEFI, weshalb GRUB durch ELILO ersetzt wird. Wenn Secure Boot aktiviert ist, wird ein GRUB 2-UEFI-Modul über eine ELILO-Kompatibilitätsschicht genutzt. Aus Sicht der Administratoren und Benutzer arbeiten die beiden Boot-Manager-Implementationen identisch; im Folgenden werden beide daher als ELILO bezeichnet.

Tipp
Tipp: UEFI und Secure Boot werden standardmäßig unterstützt

Die Installationsroutine von SUSE Linux Enterprise erkennt automatisch, ob der Computer mit UEFI ausgestattet ist. Auch alle Installationsquellen unterstützen Secure Boot. Ist auf einem Dual-Boot-Computer bereits eine EFI-Systempartition vorhanden (beispielsweise aus einer Microsoft Windows 8-Installation), wird sie automatisch erkannt und verwendet. Die Partitionstabellen werden als GPT auf UEFI-Systemen geschrieben.

Warnung
Warnung: Verwenden von Nicht-Inbox-Treibern mit Secure Boot

Das Hinzufügen von Nicht-Inbox-Treibern (also Treiber, die nicht in SLE inbegriffen sind) wird bei der Installation mit aktiviertem Secure Boot nicht unterstützt. Der Signierschlüssel für SolidDriver/PLDP gilt standardmäßig nicht als vertrauenswürdig.

Zur Behebung dieses Problems müssen Sie entweder die erforderlichen Schlüssel vor der Installation mithilfe von Firmware-/Systemverwaltungswerkzeugen in die Firmware-Datenbank einfügen oder ein bootfähiges ISO-Image verwenden, mit dem die erforderlichen Schlüssel beim ersten Starten in die MOK-Liste eingetragen werden. Weitere Informationen finden Sie unter Abschnitt 12.1, „Secure Boot“.

Im Boot-Bildschirm werden mehrere Optionen für den Installationsvorgang angezeigt. Ändern Sie die ausgewählte Optionen mit den Pfeiltasten und drücken Sie Eingabetaste, um das System zu booten. Folgende Optionen sind relevant:

Installation

Der normale Installationsmodus.

Rettungssystem

Startet ein minimales Linux-System ohne grafische Bedienoberfläche. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 36.6.4.2, „Verwenden des Rettungssystems“.

Installationsmedium prüfen

Diese Option is nur verfügbar, wenn Sie von einem Medium aus installieren, das von heruntergeladenen ISOs erstellt wurde. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Integrität des Installationsmediums zu überprüfen. Diese Option startet das Installationssystem, bevor die Medien automatisch überprüft werden. Nach erfolgreicher Überprüfung wird die herkömmliche Installationsroutine gestartet. Wenn dabei ein fehlerhaftes Medium gefunden wird, so wird die Installationsroutine abgebrochen.

Der Boot-Bildschirm auf Computern mit UEFI
Abbildung 6.2: Der Boot-Bildschirm auf Computern mit UEFI

ELILO unter SUSE Linux Enterprise Server bietet keine Unterstützung für einen grafischen Boot-Bildschirm oder einen Bootprompt. Sollen weitere Boot-Parameter hinzugefügt werden, müssen Sie den entsprechenden Boot-Eintrag bearbeiten. Markieren Sie den Eintrag mit den Pfeiltasten und drücken Sie E. In der Bildschirmhilfe finden Sie Tipps zur Bearbeitung. (Beachten Sie bitte, dass die englische Tastaturbelegung gilt.) Der Eintrag Installation ist in etwa wie folgt aufgebaut:

setparams 'Installation'

  set gfxpayload=keep
  echo 'Loading kernel ...'
  linuxefi /boot/x86_64/loader/linux
  echo 'Loading initial ramdisk ...'
  initrdefi /boot/x86_64/loader/initrd

Fügen Sie die Parameter (jeweils durch Leerzeichen getrennt) an das Ende der Zeile ein, die mit linuxefi beginnt. Unter https://en.opensuse.org/Linuxrc finden Sie eine Liste der Parameter. Im folgenden Beispiel wird die Installationssprache auf Deutsch eingestellt:

linuxefi /boot/x86_64/loader/linux Language=de_DE

Zum Booten des bearbeiteten Eintrags drücken Sie F10. Wenn Sie den Computer über die serielle Konsole bedienen, drücken Sie Esc0.

6.8 Willkommen

Wählen Sie bei der Installation von SUSE Linux Enterprise Server zunächst die gewünschte Sprache aus. Wenn Sie die Sprache ändern, wird automatisch ein entsprechendes Tastaturlayout gewählt. Setzen Sie diesen Vorschlag außer Kraft, indem Sie aus dem Dropdown-Menü ein anderes Tastatur-Layout wählen. Die dort ausgewählte Sprache wird darüber hinaus zur Bestimmung der Zeitzone für die Systemuhr verwendet. Diese Einstellung kann gemeinsam mit der Auswahl der Sekundärsprache, die auf Ihrem System installiert werden soll, später in der Zusammenfassung (siehe Abschnitt 6.14, „Installationseinstellungen“) geändert werden. Weitere Informationen über die Spracheinstellungen im installierten System finden Sie unter Kapitel 13, Ändern der Sprach- und Ländereinstellungen mit YaST.

Lesen Sie sich die unter der Sprache und der Tastaturauswahl angezeigte Lizenzvereinbarung sorgfältig durch. Verwenden Sie Übersetzung der Lizenz..., um auf Übersetzungen zuzugreifen. Wenn Sie mit den Bedingungen einverstanden sind, aktivieren Sie das Kontrollkästchen für Ja, ich akzeptiere die Lizenzvereinbarung und klicken Sie auf Weiter, um mit der Installation fortzufahren. Wenn Sie der Lizenzvereinbarung nicht zustimmen, können Sie SUSE Linux Enterprise Server nicht installieren; klicken Sie auf Abbrechen, um die Installation zu beenden.

Willkommen
Abbildung 6.3: Willkommen

6.9 IBM System z: Konfiguration der Festplatten

Bei der Installation auf IBM-System z-Plattformen folgt auf das Dialogfeld für Sprachauswahl ein Dialogfeld zur Konfiguration der angeschlossenen Festplatten. Wählen Sie DASD, per Fiber-Channel angeschlossene SCSI-Platten (ZFCP) oder iSCSI für die Installation von SUSE Linux Enterprise Server. Die Schaltflächen für die DASD- und die zFCP-Konfiguration sind nur dann verfügbar, wenn die entsprechenden Geräte angeschlossen sind. Anweisungen zur Konfiguration von iSCSI-Festplatten finden Sie unter Section 14.1, “Installing iSCSI Target and Initiator”.

Tipp
Tipp: Hinzufügen von DASD- oder zFCP-Platten zu einem späteren Zeitpunkt

Sie können DASD- oder zFCP-Platten nicht nur während des Installations-Workflows hinzufügen, sondern auch, wenn der Installationsvorschlag angezeigt wird. Um die Platten in einer späteren Phase hinzuzufügen, klicken Sie auf Experten, und blättern Sie nach unten. Die DASD- und zFCP-Einträge werden am unteren Rand angezeigt.

Lesen Sie die Parititionstabelle nach Hinzufügen der Platten erneut. Kehren Sie zum Vorschlagsbildschirm für die Installation zurück, und wählen Sie Partitionierung. Wählen Sie dann Partitionstabelle erneut lesen. Dadurch wird die neue Partitionstabelle aktualisiert.

6.9.1 Konfigurieren von DASD-Datenträgern

Nach der Auswahl von Configure DASD Disks (Konfigurieren von DASD-Datenträgern) werden alle verfügbaren DASD-Festplatten in einer Übersicht angezeigt. Geben Sie für ein klareres Bild der verfügbaren Geräte einen Bereich der anzuzeigenden Kanäle in das Eingabefeld über der Liste ein. Um die Liste nach einem solchen Bereich zu filtern, wählen Sie Filtern.

IBM System z: Auswählen eines DASD-Datenträgers
Abbildung 6.4: IBM System z: Auswählen eines DASD-Datenträgers

Wählen Sie in der Liste die für die Installation zu verwendenden DASD-Datenträger aus. Klicken Sie auf Alle auswählen oder deaktivieren. Aktivieren Sie die DASD-Partitionen und stellen Sie sie bereit, indem Sie Aktion ausführen › Aktivieren auswählen. Wählen Sie zur Formatierung der DASD-Partitionen sofort Aktion ausführen › Format (Formatieren) oder verwenden Sie später das YaST-Partitionierungsprogramm, wie in beschrieben.Abschnitt 15.1, „Verwenden der YaST-Partitionierung“

6.9.2 Konfigurieren von zFCP-Platten

Wenn Sie ZFCP-Platten für die Installation von SUSE Linux Enterprise Server verwenden möchten, wählen Sie im Auswahldialogfeld die Option ZFCP-Platten konfigurieren. Dadurch wird ein Dialogfeld mit einer Liste der ZFCP-Platten geöffnet, die auf dem System verfügbar sind. Wählen Sie in diesem Dialogfeld Hinzufügen, um ein weiteres Dialogfeld zu öffnen, in dem Sie die zFCP-Parameter eingeben können.

Um eine ZFCP-Platte für die Installation von SUSE Linux Enterprise Server verfügbar zu machen, wählen Sie eine verfügbare Kanalnummer in der Dropdown-Liste aus. Aus den Rückgabelisten WWPNs abrufen (World Wide Port Number) und LUNs abrufen (Logical Unit Number) können Sie die verfügbaren WWPNs und FCP-LUNs auswählen. Schließen Sie dann das ZFCP-Dialogfeld mit Weiter und das Dialogfeld zur allgemeinen Festplattenkonfiguration mit Beenden, um mit der Konfiguration fortzufahren.

6.10 Media-Überprüfung

Das Dialogfeld „Medienprüfung“ wird nur angezeigt, wenn Sie von Medien aus installieren, die·aus Download-ISOs erstellt wurden. Wenn Sie die Installation vom ursprünglichen Medienpaket aus durchführen, wird das Dialogfeld übersprungen.

Die Medienprüfung untersucht die Integrität eines Mediums. Wählen Sie zum Starten das Laufwerk mit dem Installationsmedium aus und klicken Sie auf Überprüfung starten. Die Überprüfung kann einige Zeit in Anspruch nehmen.

Warten Sie beim Prüfen mehrerer Medien bis im Dialogfeld eine Ergebnismeldung angezeigt wird, und wechseln Sie das Medium erst danach. Wenn es sich bei dem letzten Medium, das Sie überprüfen, nicht um dasjenige Medium handelt, mit dem Sie den Installationsvorgang begonnen haben, fordert YaST Sie auf, das entsprechende Medium einzulegen. Erst danach wird die Installation fortgesetzt.

Wenn Sie ISO-Images verwenden (zum Beispiel zur Installation von Add-On-Produkten), klicken Sie auf ISO-Datei überprüfen und wählen Sie das Image über das Dateidialogfeld aus.

Warnung
Warnung: Fehler bei Medienprüfung

Wenn bei der Medienprüfung Fehler auftreten, bedeutet dies, dass das Medium beschädigt ist. Setzen Sie den Installationsvorgang nicht fort, da die Installation sonst fehlschlagen könnte und die Gefahr eines Datenverlusts besteht. Ersetzen Sie das defekte Medium und starten Sie den Installationsvorgang neu.

Wenn die Überprüfung der Medien positiv verläuft, klicken Sie auf Weiter, um mit der Installation fortzufahren.

6.11 Installationsmodus

Nach einer Systemanalyse (bei der YaST nach Speichergeräten und weiteren auf dem Computer installierten Systemen sucht) werden die verfügbaren Installationsmodi angezeigt.

Neueinstallation

Wählen Sie diese Option, um eine neue Installation zu beginnen.

Aktualisierung

Wählen Sie diese Option, um eine vorhandene Installation auf eine neuere Version zu aktualisieren. Weitere Informationen zur Systemaktualisierung finden Sie unter Kapitel 7, Aktualisieren von SUSE Linux Enterprise.

Reparatur des installierten Systems

Wählen Sie diese Option aus, um ein bereits installiertes beschädigtes System zu reparieren. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 36.6.4, „Wiederherstellen eines beschädigten Systems“.

Installationsmodus
Abbildung 6.5: Installationsmodus

Aktivieren Sie Add-on-Produkte aus separaten Medien einschließen, um Add-on-Produkte bei der Installation einzuschließen. Add-On-Produkte können Erweiterungen, Produkte von Drittanbietern und Treiber oder andere Zusatzsoftware für Ihr System enthalten.

Tipp
Tipp: Installation von Produkt-Patches von einem SMT-Server bei der Installation

Sofern Ihre Organisation den Aktualisierungskanal für SUSE Linux Enterprise Server über einen SMT-Server bereitstellt, können Sie diesen Kanal als Add-on-Produkt angeben, indem Sie die HTTP-Adresse eingeben. Das System wird dann mit den aktuellsten Paketen installiert und es ist nicht erforderlich, nach der Installation die Updates anzuwenden.

Klicken Sie auf Weiter, um fortzufahren. Wenn Sie gewählt haben, dass ein Add-On-Produkt eingeschlossen werden soll, fahren Sie mit Abschnitt 6.11.1, „Add-On-Produkte“ fort. Andernfalls überspringen Sie den nächsten Abschnitt und fahren fort mit Abschnitt 6.12, „Uhr und Zeitzone“.

6.11.1 Add-On-Produkte

Add-On-Produkte können entweder über eine lokale Quelle (CD, DVD oder Verzeichnis) oder über eine Netzwerkquelle (HTTP, FTP, NFS, CIFS, ...) installiert werden. Wenn Sie die Installation von einer Netzwerkquelle aus durchführen, müssen Sie zunächst das Netzwerk konfigurieren (es sei denn, Sie führen eine Netzwerkinstallation durch – in diesem Fall wird die vorhandene Netzwerkkonfiguration verwendet). Wählen Sie Ja, Netzwerk konfigurieren und fahren Sie wie unter Abschnitt 6.11.1.1, „Netzwerk-Einrichtung“ beschrieben fort. Wenn das Add-On-Produkt lokal verfügbar ist, wählen Sie Nein, kein Netzwerk konfigurieren.

Klicken Sie auf Weiter und geben Sie die Produktquelle an. Verfügbare Quellentypen: CD, DVD, Festplatte, USB-Massenspeicher, ein Lokales Verzeichnis oder ein Lokales ISO-Image (falls kein Netzwerk konfiguriert wurde). Falls das Add-On-Produkt auf einem Wechselmedium zur Verfügung steht, hängt das System das Medium automatisch ein und liest dessen Inhalt. Falls das Add-On-Produkt auf Festplatte zur Verfügung steht, wählen Sie Festplatte, um von einer nicht eingehängten Festplatte aus zu installieren, bzw. Lokales Verzeichnis/Lokales ISO-Image, um die Installation vom lokalen Dateisystem aus durchzuführen. Add-on-Produkte können als Repository oder als ein Satz von RPM-Dateien geliefert werden. Aktivieren Sie in letzterem Fall die Option Reines RPM-Verzeichnis Wenn ein Netzwerk verfügbar ist, können Sie aus zusätzlichen entfernten Quellen wie zum Beispiel HTTP, SLP, FTP wählen. Des Weiteren können Sie eine URL direkt festlegen.

Aktivieren Sie Dateien mit Repositorybeschreibung herunterladen, um die Dateien, die das Repository beschreiben, sofort herunterzuladen. Wenn diese Option nicht aktiviert ist, werden die Dateien beim Starten der Installation heruntergeladen. Fahren Sie fort mit Weiter und legen Sie eine CD oder DVD ein, falls erforderlich. Je nach Produktinhalt kann es erforderlich sein, weitere Lizenzvereinbarungen zu akzeptieren.

Es ist auch möglich, Add-On-Produkte zu einem späteren Zeitpunkt zu konfigurieren. Eine Beschreibung zur Verwendung von Add-On-Produkten im installierten System finden Sie unter Kapitel 10, Installieren von Add-on-Produkten.

Tipp
Tipp: Treiberaktualisierungen

Im Dialogfeld „Add-On-Produkte“ können Sie weitere Repositorys für Treiberaktualisierungen hinzufügen. Treiberaktualisierungen für SUSE Linux Enterprise finden Sie unter http://drivers.suse.com/. Diese Treiber wurden im Rahmen des Partner Linux Driver Program erstellt.

6.11.1.1 Netzwerk-Einrichtung

Wenn die Netzwerkeinrichtung aufgerufen wird, sucht YaST nach verfügbaren Netzwerkkarten. Wird mehr als eine Netzwerkkarte gefunden, müssen Sie in der Liste die Karte auswählen, die konfiguriert werden soll.

Wenn der Ethernet-Netzwerkadapter noch nicht angeschlossen ist, wird eine Warnmeldung angezeigt. Vergewissern Sie sich, dass das Netzwerkkabel eingesteckt ist und wählen Sie Ja. Verwenden. Wenn Ihr Netzwerk mit einem DHCP-Server ausgestattet ist, wählen Sie Automatische Adresseneinrichtung (über DHCP). Um das Netzwerk manuell einzurichten, wählen Sie Statische Adresseneinrichtung und geben Sie IP-Adresse, Netzmaske, Standard-Gateway-IP sowie die DNS-Server-IP an.

Einige Netzwerke erfordern auch die Verwendung eines Proxyservers zum Zugriff auf das Internet. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Proxy zum Zugriff auf das Internet verwenden und geben Sie die entsprechenden Angaben ein. Klicken Sie auf Übernehmen, um die Netzwerkeinrichtung durchzuführen. Der Installationsvorgang wird mit dem Einrichten der Add-On-Produkte oder Repositorys wie unter Abschnitt 6.11.1, „Add-On-Produkte“ beschrieben fortgesetzt.

6.12 Uhr und Zeitzone

In diesem Dialogfeld können Sie Ihre Region und Zeitzone wählen. Beide Werte werden entsprechend der ausgewählten Installationssprache festgelegt. Um die festgelegten Werte zu ändern, verwenden Sie entweder die Landkarte oder die Dropdown-Listen für die Region und die Zeitzone. Wenn Sie die Landkarte verwenden, zeigen Sie mit dem Cursor in die ungefähre Richtung Ihrer Region und betätigen Sie die linke Maustaste, um zu zoomen. Wählen Sie nun Ihr Land oder Ihre Region, indem Sie die linke Maustaste betätigen. Betätigen Sie die rechte Maustaste, um zur Weltkarte zurückzukehren.

Uhr und Zeitzone
Abbildung 6.6: Uhr und Zeitzone

Wählen Sie zum Einrichten der Uhr die Option Rechneruhr eingestellt auf UTC. Wenn auf Ihrem Rechner ein anderes Betriebssystem ausgeführt wird, beispielsweise Microsoft Windows, verwendet IhrSystem höchstwahrscheinlich eher die lokale Zeit. Wenn auf Ihrem Rechner nur Linux ausgeführt wird, stellen Sie die Rechneruhr auf UTC (Universal Time Coordinated) ein. Hiermit wird die Umstellung von der Standardzeit auf die Sommerzeit automatisch durchgeführt.

Wichtig
Wichtig: Einstellen der Rechneruhr auf UTC

Die Umschaltung von der Standardzeit auf die Sommerzeit (und umgekehrt) erfolgt nur dann automatisch, wenn die Rechneruhr (CMOS-Uhr) auf UTC eingestellt ist. Dies gilt auch dann, wenn Sie die automatische Zeitsynchronisierung mit NTP nutzen, weil die automatische Synchronisierung nur dann vorgenommen wird, wenn die Zeitdifferenz zwischen der Rechneruhr und der Systemuhr weniger als 15 Minuten beträgt.

Eine falsche Systemzeit kann zu schweren Problemen führen (z. B. verpasste Datensicherungen, verloren gegangene E-Mails, Fehler beim Einhängen in Ferndateisysteme). Daher wird dringend empfohlen, die Rechneruhr in jedem Fall auf UTC einzustellen.

Wenn ein Netzwerk bereits konfiguriert ist, können Sie Zeitsynchronisation mit einem NTP-Server konfigurieren. Klicken Sie auf Ändern, um entweder die NTP-Einstellungen zu ändern, oder die Uhrzeit Manuell festzulegen. Weitere Informationen zum Konfigurieren des NTP-Diensts finden Sie unter Kapitel 24, Zeitsynchronisierung mit NTP. Klicken Sie anschließend auf Übernehmen, um die Installation fortzusetzen.

Anmerkung
Anmerkung: Änderung von Datum und Uhrzeit unter IBM System z nicht möglich

Da das Betriebssystem nicht berechtigt ist, die Uhrzeit und das Datum direkt zu ändern, ist die Option Ändern für IBM System z nicht verfügbar.

6.13 Server-Basisszenario

In SUSE Linux Enterprise Server können Sie aus drei Basis-Szenarien wählen. Das ausgewählte Szenario beeinflusst die Paketauswahl.

Physischer Computer

Wählen Sie dieses Szenario, wenn Sie auf einem realen Computer oder einem vollständig virtualisierten Gast installieren.

Virtuelle Maschine

Wählen Sie dieses Szenario aus, wenn Sie einen paravirtualisierten Gast erstellen.

XEN-Virtualisierungshost

Wählen Sie dieses Szenario, wenn die Installation auf einem Computer erfolgt, der als XEN-Host fungieren soll.

Server-Basisszenario
Abbildung 6.7: Server-Basisszenario

6.14 Installationseinstellungen

Im letzten Schritt vor der tatsächlichen Installation können Sie die von YaST vorgeschlagenen Installationseinstellungen ändern und die von Ihnen bis zu diesem Zeitpunkt vorgenommenen Einstellungen überprüfen. Grundeinstellungen können im Karteireiter Überblick geändert werden. Erweiterte Optionen sind im Karteireiter Experten verfügbar. Zur Änderung der Vorschläge klicken Sie entweder auf Ändern und wählen die zu ändernde Kategorie aus, oder Sie klicken auf eine der Überschriften. Nach der Konfiguration der in diesen Dialogfeldern dargestellten Elemente kehren Sie immer zum Fenster für die Installationseinstellungen zurück, das entsprechend aktualisiert wird.

Installationseinstellungen
Abbildung 6.8: Installationseinstellungen
Tipp
Tipp: Wiederherstellen der Standardeinstellungen

Sie können alle Änderungen auf die Standardeinstellungen zurücksetzen. Klicken Sie hierfür auf Ändern › Auf Standardwerte zurücksetzen. YaST zeigt dann erneut den ursprünglichen Vorschlag an.

6.14.1 Partitionierung (Überblick)

Überprüfen und ändern Sie gegebenenfalls die Partitionseinrichtung, die das System vorschlägt. Durch Ändern der Partitionseinrichtung können Sie einen bestimmten Datenträger partitionieren oder, wenn Sie Benutzerdefinierte Partitionierung wählen, Ihr eigenes Partitionierungsschema übernehmen.Wenn Sie die Partitionseinrichtung ändern, wird der in Abschnitt 15.1, „Verwenden der YaST-Partitionierung“ beschriebene Expert Partitioner geöffnet.

Tipp
Tipp: Btrfs als Standard-Dateisystem

Das standardmäßige Partitionierungsschema beruht auf dem Ext3-Dateisystem. Soll stattdessen Btrfs als Standarddateisystem verwendet werden, klicken Sie auf Partitionierung auf dem Karteireiter Übersicht und aktivieren Sie die Option Btrfs als Standarddateisystem verwenden.

Anmerkung
Anmerkung: Verwenden von Minidisks in z/VM

Wenn SUSE Linux Enterprise Server auf Minidisks in z/VM installiert ist, die sich auf demselben physischen Datenträger befinden, so ist der Zugriffspfad der Minidisk (/dev/disk/by-id/) nicht eindeutig, da er der ID des physischen Datenträgers entspricht. Wenn sich also zwei oder mehr Minidisks auf demselben physischen Datenträger befinden, haben sie alle dieselbe ID.

Um beim Einhängen der Minidisks Probleme zu vermeiden, hängen Sie sie immer „nach Pfad“ oder „nach UUID“ ein.

6.14.2 Booten (Expertenmodus)

IBM Z Mit diesem Modul können Sie den Bootloader (zip1) auf den IBM System z-Plattformen nicht verwenden.

YaST schlägt eine Bootkonfiguration für das System vor. Weitere auf dem Rechner enthaltene Betriebssysteme, wie z. B. Microsoft Windows oder weitere Linux-Installationen werden automatisch gefunden und dem Bootloader hinzugefügt. SUSE Linux Enterprise Server wird jedoch standardmäßig gebootet. Diese Einstellungen müssen in der Regel nicht geändert werden. Falls Sie eine benutzerdefinierte Einrichtung vornehmen müssen, ändern Sie den Vorschlag für Ihr System. Informationen hierzu erhalten Sie unter Abschnitt 11.2, „Konfigurieren des Bootloaders mit YaST“.

6.14.3 Software (Überblick)

SUSE Linux Enterprise Server enthält mehrere Software-Schemata für verschiedene Anwendungszwecke. Klicken Sie auf Software, um die Auswahl der Software-Muster zu starten und den Installationsbereich entsprechend Ihren Bedürfnissen anzupassen. Wählen Sie das gewünschte Schema aus der Liste, um eine Schemabeschreibung im rechten Teil des Fensters anzuzeigen. Jedes Schema enthält eine Reihe von Softwarepaketen, die für bestimmte Funktionen (z. B. für einenWeb- und LAMP-Server oder einen Druckserver) erforderlich sind. Sie erhalten eine detailliertere Auswahl auf Basis der zu installierenden Softwarepakete, wenn Sie auf Details klicken, um zum YaST-Software-Manager zu wechseln.

Sie können mit dem YaST-Software-Manager weitere Softwarepakete installieren und später jederzeit Softwarepakete von Ihrem System entfernen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in Kapitel 9, Installieren bzw. Entfernen von Software.

Software-Auswahl und System-Tasks
Abbildung 6.9: Software-Auswahl und System-Tasks
Anmerkung
Anmerkung: Standard-Desktop

In SUSE Linux Enterprise Server wird standardmäßig der Desktop GNOME verwendet. Klicken Sie zur Installation von KDE auf Software und wählen Sie KDE Desktop-Umgebung aus Grafische Umgebung.

6.14.4 Sprache (Überblick)

Hier können Sie die von Ihnen im ersten Schritt der Installation festgelegte Sprache des Systems ändern. Darüber hinaus können weitere Sprachen hinzugefügt werden. Um die Einstellungen für die Systemsprache anzupassen, klicken Sie auf Sprache. Wählen Sie eine Sprache aus der Liste aus. Die primäre Sprache wird als Systemsprache verwendet. Sie können auch die Tastaturbelegung und Zeitzone an die primäre Sprache anpassen, falls die aktuellen Einstellungen davon abweichen. Über Details können Sie die Spracheinstellungen für den Benutzer root anpassen, die UTF-8-Unterstützung festlegen oder weitere Angaben zur Sprache machen (z. B. Englisch für Südafrika auswählen).

Wählen Sie sekundäre Sprachen aus, um jederzeit auf eine dieser Sprachen umschalten zu können, ohne zusätzliche Pakete installieren zu müssen. Weitere Informationen finden Sie unter Kapitel 13, Ändern der Sprach- und Ländereinstellungen mit YaST.

6.14.5 Add-On-Produkte (Expertenmodus)

Wenn Sie bereits eine Quelle für ein Add-On-Medium hinzugefügt haben, erscheint diese hier. Fügen Sie hier bei Bedarf Add-On-Produkte hinzu bzw. entfernen oder ändern Sie sie. Das Konfigurationsdialogfeld ist identisch mit dem unter Abschnitt 6.11.1, „Add-On-Produkte“ behandelten.

6.14.6 Tastaturbelegung (Expertenmodus)

Um die Tastaturbelegung zu ändern, wählen Sie Tastaturbelegung. Standardmäßig entspricht die Tastaturbelegung der für die Installation ausgewählten Sprache. Wählen Sie die Tastaturbelegung in der Liste aus. Im Feld Test am unteren Rand des Dialogfeldes können Sie prüfen, ob Sie die Sonderzeichen der betreffenden Tastaturbelegung richtig eingeben können. Optionen zur genaueren Definition verschiedener Einstellungen sind unter Expertenmodus verfügbar. Klicken Sie nach Beendigung auf Übernehmen, um zur Installationszusammenfassung zurückzukehren.

6.14.7 Zeitzone (Expertenmodus)

Hier passen Sie die Zeitzone und die Einstellungen für die Uhrzeit an. Sofern ein Netzwerk konfiguriert ist, können Sie auch einen Network Time Protocol-(NTP-)Client einrichten, der Ihren Computer automatisch mit einem Zeitserver synchronisiert. Hierbei handelt es sich um dieselbe Konfiguration wie bereits unter Abschnitt 6.12, „Uhr und Zeitzone“ beschrieben.

6.14.8 Standard-Runlevel (Expertenmodus)

SUSE Linux Enterprise Server kann mit verschiedenen Runlevels gebootet werden. Normalerweise ist an dieser Stelle keine Änderung erforderlich; wenn Sie jedoch einen anderen Runlevel festlegen müssen, tun Sie dies in diesem Dialogfeld. Weitere Informationen zur Runlevel-Konfiguration finden Sie unter Abschnitt 10.2.3, „Konfigurieren von Systemdiensten (Runlevel) mit YaST“.

6.14.9 System (Expertenmodus)

In diesem Dialogfeld werden alle Informationen angezeigt, die YaST von Ihrem Computer abrufen konnte. Bei Aufruf wird die Routine für die Hardware-Erkennung gestartet. Abhängig von Ihrem System kann dies unter Umständen eine Weile dauern. Wählen Sie einen beliebigen Eintrag in der Liste aus und klicken Sie auf Details, um detaillierte Informationen zum ausgewählten Eintrag anzuzeigen. Verwenden Sie In Datei speichern, um eine detaillierte Liste entweder auf einem lokalen Dateisystem oder auf einer Diskette zu speichern. Erfahrene Benutzer können auch die Einrichtung der PCI-ID sowie die Kernel-Einstellungen ändern, indem sie Kernel-Einstellungen auswählen.

6.14.10 Kdump (Expertenmodus)

Mithilfe von kdump können Sie (im Falle eines Absturzes) einen Speicherauszug des Kernels speichern, um das Problem zu analysieren. Verwenden Sie dieses Dialogfeld, um kdump zu aktivieren und zu konfigurieren. Ausführliche Informationen finden Sie unter Chapter 18, kexec and kdump.

6.15 Ausführen der Installation

Wenn Sie alle Installationseinstellungen konfiguriert haben, klicken Sie im Fenster „Installationseinstellungen“ zum Starten der Installation auf Installieren. Für manche Software ist möglicherweise eine Lizenzbestätigung erforderlich. Wenn Ihre Softwareauswahl diese Art von Software enthält, werden Dialogfelder für Lizenzbestätigungen angezeigt. Klicken Sie zur Installation des Softwarepakets auf Übernehmen. Wenn Sie die Lizenz nicht akzeptieren, klicken Sie auf Ablehnen, wodurch das Softwarepaket nicht installiert wird. Bestätigen Sie die Eingabe in dem darauffolgenden Dialogfeld noch einmal mit Installieren.

Die Installation dauert normalerweise 15 bis 30 Minuten, je nach Systemleistung und ausgewähltem Softwarebereich. Nachdem Sie die Festplatte vorbereitet und die Benutzereinstellungen gespeichert und wiederhergestellt haben, beginnt die Installation der Software.

Nach erfolgreicher Installation der Software erfolgt die Einrichtung des Basissystems. Neben weiteren Funktionen beinhaltet der Abschluss der Basisinstallation die Installation des Boot Managers, die Initialisierung der Schriftarten und vieles mehr. Als Nächstes startet YaST das neue Linux-System und die Systemkonfiguration beginnt.

Tipp
Tipp: Vorhandene SSH-Host-Schlüssel

Wenn Sie SUSE Linux Enterprise Server auf einem Rechner mit vorhandenen Linux-Installationen installieren, importiert die Installationsroutine automatisch den SSH-Host-Schlüssel mit der letzten Uhrzeit des Zugriffs von einer vorhandenen Installation.

6.15.1 IBM System z: Ausführen eines IPL für das installierte System

In den meisten Fällen wird YaST automatisch im installierten System auf der IBM System z-Plattform neu gestartet. Bekannte Ausnahmen dazu stellen Installationen dar, in denen sich der Bootloader auf einem FCP-Gerät in Umgebungen mit LPAR auf einem Computer älter als z9 oder mit z/VM älter als Version 5.3 befindet. Der Bootloader wird auf dem Gerät geschrieben, auf dem sich das /boot-Verzeichnis befindet. Wenn sich das /boot-Verzeichnis nicht auf einer separaten Partition befindet, liegt es auf derselben Partition wie das Root-Dateisystem /.

Bei Fällen, in denen kein automatischer Neustart möglich ist, wird in YaST ein Dialogfeld mit Informationen angezeigt, die angeben, von welchem Gerät aus ein IPL ausgeführt werden soll. Bestätigen Sie die Option zum Herunterfahren und führen Sie nach dem Herunterfahren einen IPL aus. Der Vorgang variiert abhängig vom Typ der Installation:

LPAR-Installation

Wählen Sie in IBM System z HMC die Optionen Laden und Löschen und geben Sie anschließend die Ladeadresse ein (die Geräteadresse des Geräts mit dem /boot-Verzeichnis, das den Bootloader enthält). Wenn Sie eine ZFCP-Platte als Boot-Gerät verwenden, wählen Sie die Option Von SCSI laden aus und geben Sie die Ladeadresse Ihres FCP-Adapters sowie die WWPN und LUN des Boot-Geräts an. Beginnen Sie nun den Ladevorgang.

z/VM-Installation

Melden Sie sich beim VM-Gast (Informationen zur Konfiguration finden Sie unter Beispiel 4.5, „Konfiguration eines z/VM-Verzeichnisses“) als LINUX1 an und fahren Sie damit fort, für das installierte System einen IPL auszuführen:

IPL 151 CLEAR

151 ist eine Beispieladresse des DASD-Boot-Geräts. Ersetzen Sie diesen Wert durch die korrekte Adresse.

Wenn Sie eine ZFCP-Festplatte als Bootgerät verwenden, geben Sie vor der Initialisierung des IPL sowohl ZFCP WWPN als auch LUN des Boot-Geräts an. Die Parameterlänge ist auf acht Zeichen beschränkt. Längere Werte müssen durch Leerzeichen getrennt werden:

SET LOADDEV PORT 50050763 00C590A9 LUN 50010000 00000000

Starten Sie dann IPL:

IPL FC00

FC00 ist eine Beispieladresse des ZFCP-Adapters. Ersetzen Sie diesen Wert durch die korrekte Adresse.

6.15.2 IBM System z: Herstellen einer Verbindung zum installierten System

Bauen Sie nach dem Ausführen von IPL für das installierte System eine Verbindung mit dem System auf, um die Installation abzuschließen. Die erforderlichen Schritte variieren abhängig vom anfangs verwendeten Verbindungstyp.

6.15.2.1 Verbindung mithilfe von VNC

Eine Meldung im 3270-Terminal fordert Sie auf, eine Verbindung zum Linux-System mithilfe eines VNC-Clients herzustellen. Diese Meldung wird leicht übersehen, da sie mit Kernel-Meldungen gemischt ist und der Terminalprozess eventuell beendet wird, bevor Sie die Meldung bemerken. Wenn nach fünf Minuten keine Verbindung hergestellt werden kann, versuchen Sie, die Verbindung zum Linux-System mit einem VNC-Viewer herzustellen.

Wenn die Verbindung mit einem Java-fähigen Browser erfolgt, geben Sie die vollständige URL, bestehend aus der IP-Adresse des installierten Systems und der Portnummer, wie folgt ein:

 http://<IP of installed system>:5801/

6.15.2.2 Verbindung mithilfe von X

Stellen Sie beim Ausführen von IPL für das installierte System vor dem Start vom DASD aus sicher, dass der für die erste Installationsphase verwendete X-Server aktiv und immer noch verfügbar ist. YaST wird auf diesem X-Server geöffnet, um die Installation abzuschließen. Komplikationen können entstehen, wenn das System gestartet wird, aber nicht rechtzeitig eine Verbindung zum X-Server aufbauen kann.

6.15.2.3 Verbindung mithilfe von SSH

Wichtig
Wichtig: IBM System z: Verbindung von einem Linux- oder UNIX-System

Starten Sie SSH auf einem X-Terminal. Andere Terminalemulatoren unterstützen die textbasierte Oberfläche von YaST nicht vollständig.

Eine Meldung im 3270-Terminal fordert Sie auf, eine Verbindung zum Linux-System mithilfe eines SSH-Clients herzustellen. Diese Meldung wird leicht übersehen, da sie mit Kernel-Meldungen gemischt ist und der Terminalprozess eventuell beendet wird, bevor Sie die Meldung bemerken.

Wenn die Meldung angezeigt wird, melden Sie sich mit SSH als root am Linux-System an. Falls die Verbindung abgelehnt wird oder es während des Verbindungsversuchs zu einer Zeitüberschreitung kommt, warten Sie auf die Überschreitung der Anmeldezeit und versuchen Sie es anschließend erneut (der Zeitüberschreitungswert variiert je nach Servereinstellungen).

Führen Sie nach dem Aufbau der Verbindung den Befehl /usr/lib/YaST2/startup/YaST2.ssh aus. In diesem Fall genügt es nicht, einfach das Kommando yast auszuführen.

Anschließend beginnt YaST, die Installation der verbleibenden Pakete abzuschließen und eine erste Systemkonfiguration auszuführen.

6.16 Konfiguration des installierten Systems

Das System ist jetzt installiert, doch noch nicht zur Verwendung konfiguriert. Die Hardware-, Netzwerk- und andere Dienste werden noch nicht eingerichtet.

6.16.1 Systemkonfiguration

Nach dem Neustart beginnt das System mit der manuellen Konfiguration. Wenn die Konfiguration in einem der Schritte in dieser Phase fehl schlägt, startet sie erneut im letzten erfolgreichen Schritt und fährt entsprechend fort.

6.16.1.1 Passwort für den Systemadministrator root

root ist der Name für den Superuser, den Administrator des Systems. Im Gegensatz zu normalen Benutzern, die vermutlich keine Berechtigung zur Ausführung von Verwaltungskommandos auf dem System haben, kann root alle Kommandos ausführen, also zum Beispiel die Systemkonfiguration ändern, Programme installieren und neue Hardware einrichten. Wenn Benutzer ihre Passwörter vergessen oder Probleme im System auftreten, kann root ihnen helfen. Das root-Konto sollte nur für die Systemadministration, Wartung und Reparaturen verwendet werden. Sie sollten sich nicht als root anmelden, um die täglichen Aufgaben auszuführen. Schon ein einziger Fehler kann zum unwiederbringlichen Verlust von Systemdateien führen.

Zur Überprüfung muss das Passwort für root zweimal eingegeben werden. Das Passwort für root sollten Sie nicht vergessen. Wenn das Passwort einmal eingegeben wurde, kann es nicht mehr abgerufen werden.

Beim Eingeben von Passwörtern werden die Zeichen durch Punkte ersetzt, sodass die eingegebene Zeichenkette nicht zu sehen ist. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie die richtige Zeichenkette eingegeben haben, verwenden Sie zu Testzwecken das Feld Tastaturbelegung prüfen.

SUSE Linux Enterprise Server kann die Verschlüsselungsalgorithmen DES, MD5 oder Blowfish als Passwörter verwenden. Der Standardverschlüsselungstyp ist Blowfish. Um den Verschlüsselungstyp zu ändern, klicken Sie auf Optionen für Experten › Verschlüsselungstyp und wählen Sie den neuen Typ aus.

Der root kann zu jedem beliebigen späteren Zeitpunkt im installierten System geändert werden. Führen Sie dazu YaST aus, und starten Sie Sicherheit und Benutzer › Benutzer- und Gruppenverwaltung.

6.16.1.2 Hostname und Domänenname

Der Hostname ist der Name des Computers im Netzwerk. Der Domänenname ist der Name des Netzwerks. Standardmäßig werden ein Hostname und ein Domänenname vorgeschlagen. Wenn Ihr System zu einem Netzwerk gehört, muss der Hostname in diesem Netzwerk eindeutig sein, während der Domänenname für alle Hosts im Netzwerk gleich sein muss.

In vielen Netzwerken erhält das System seinen Namen über DHCP. In diesem Fall ist es nicht erforderlich, den vorgeschlagenen Hostnamen und Domänennamen zu ändern. Wählen Sie stattdessen Hostnamen über DHCP ändern. Um auf Ihr System mit diesem Hostnamen zugreifen zu können, auch wenn es nicht mit dem Netzwerk verbunden ist, wählen Sie Hostname zu Loopback-IP zuweisen aus. Diese Option sollte nicht aktiviert werden, wenn Ihr Computer Netzwerkdienste zur Verfügung stellt. Wenn Sie oft zwischen Netzwerken wechseln, ohne die Desktop-Umgebung neu zu starten (z. B. wenn Sie zwischen verschiedenen WLANs umschalten), sollten Sie diese Option ebenfalls nicht aktivieren, da das Desktopsystem gestört werden könnte, wenn sich der Hostname unter /etc/hosts ändert.

Mit YaST Netzwerkgeräte › Netzwerkeinstellungen können Sie die Einstellungen des Hostnamens jederzeit nach der Installation ändern. Weitere Informationen finden Sie unter Abschnitt 22.4.1, „Konfigurieren der Netzwerkkarte mit YaST“.

6.16.1.3 Netzwerkkonfiguration

Tipp
Tipp: IBM System z: Netzwerkkonfiguration

Für die IBM-System z-Plattformen ist zum Zeitpunkt der Installation eine funktionierende Netzwerkverbindung erforderlich, um eine Verbindung zum Zielsystem, der Installationsquelle und dem YaST-Terminal herzustellen, das den Prozess steuert. Die Schrittte zum Einrichten des Netzwerks werden in Abschnitt 4.2.5, „Netzwerkkonfiguration“ behandelt. Die IBM System z-Plattformen unterstützen nur die in diesem Kapitel aufgeführten Netzwerkschnittstellen (OSA Ethernet, OSA Gigabit Ethernet, OSA Express Fast Ethernet, Escon und IUCV). Im YaST-Dialogfeld wird die Schnittstelle mit den zuvor konfigurierten Einstellungen angezeigt. Bestätigen Sie dieses Dialogfeld, um fortzufahren.

Standardmäßig ist die Option Traditionelle Methode ohne NetworkManager-Miniprogramm aktiviert. Gegebenenfalls können Sie mit NetworkManager auch alle Ihre Netzwerkgeräte verwalten. Die traditionelle Methode ist jedoch die bevorzugte Option für Server-Lösungen. Detaillierte Informationen zum NetworkManager finden Sie in Kapitel 27, Verwendung von NetworkManager.

Nach dem Abschluss der Systeminstallation kann auch das Netzwerk konfiguriert werden. Wenn Sie diesen Schritt nun überspringen, bleibt Ihr System offline und kann keine verfügbaren Aktualisierungen abrufen. Um Ihre Netzwerkverbindung später zu konfigurieren, wählen Sie Konfiguration überspringen und klicken Sie auf Weiter.

Die folgenden Netzwerkeinstellungen können in diesem Schritt konfiguriert werden:

Allgemeine Netzwerkeinstellungen

Aktivieren oder deaktivieren Sie die Verwendung von NetworkManager wie oben beschrieben. Hier können Sie auch die IPv6-Unterstützung ändern. Standardmäßig ist die Unterstützung für IPv6 aktiviert. Klicken Sie auf IPv6 aktivieren, um sie zu deaktivieren. Weitere Informationen zu IPv6 finden Sie unter Abschnitt 22.2, „IPv6 – Das Internet der nächsten Generation“.

Firewall

Standardmäßig wird SuSEFirewall2 auf allen konfigurierten Netzwerkschnittstellen aktiviert. Um die Firewall für diesen Computer global zu deaktivieren, klicken Sie auf Deaktivieren. Wenn die Firewall aktiviert ist, können Sie den SSH-Port Öffnen, um entfernte Verbindungen über Secure Shell zuzulassen. Zum Öffnen des detaillierten Dialogfelds zur Konfiguration der Firewall klicken Sie auf Firewall. Ausführliche Informationen erhalten Sie unter Section 15.4.1, “Configuring the Firewall with YaST”.

Netzwerkschnittstellen

Alle von YaST gefundenen Netzwerkkarten sind hier aufgelistet. Wenn Sie bereits bei der Installation eine Netzwerkverbindung eingerichtet haben (wie unter Abschnitt 6.11.1.1, „Netzwerk-Einrichtung“ beschrieben), wird die für diese Verbindung verwendete Karte als Konfiguriert aufgelistet. Durch Klicken auf Netzwerk-Schnittstellen wird das Dialogfeld Netzwerkeinstellungen geöffnet, in dem Sie vorhandene Konfigurationen ändern, noch nicht konfigurierte Netzwerkkarten einrichten oder zusätzliche Karten hinzufügen und konfigurieren können.

DSL-Verbindungen, ISDN-Adapter und Modems

Wenn Ihr Computer mit einem integrierten DSL-Modem, einer integrierten ADSL Fritz Card, einer ISDN-Karte oder einem Modem ausgestattet ist, wird durch Klicken auf die entsprechende Überschrift das jeweilige Dialogfeld zur Konfiguration geöffnet. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Kapitel 11, Zugriff auf das Internet.

Entfernte Administration mit VNC

Um die entfernte Verwaltung Ihres Computers übers VNC zu aktivieren, klicken Sie auf Verwaltung von entfernten Rechnern aus (remote) über VNC. Klicken Sie im folgenden Dialogfeld auf Verwaltung via entfernten Rechner (remote) erlauben und passen Sie Ihre Firewall-Einstellungen entsprechend an.

Proxy

Wenn der Internetzugang in Ihrem Netzwerk durch einen Proxyserver gesteuert wird, konfigurieren Sie die Proxy-URLs und Authentifizierungsdetails in diesem Dialogfeld.

Tipp
Tipp: Zurücksetzen der Netzwerkkonfiguration auf die Standardwerte

Setzen Sie die Netzwerkeinstellungen auf die ursprünglich vorgeschlagenen Werte zurück, indem Sie auf Ändern › Auf Standardwerte zurücksetzen klicken. Auf diese Weise werden alle Änderungen verworfen.

6.16.1.3.1 Prüfen der Internetverbindung

Nach dem Konfigurieren einer Netzwerkverbindung können Sie diese prüfen. YaST stellt hierzu eine Verbindung zum SUSE Linux Enterprise Server-Server her und lädt die aktuellen Versionshinweise herunter. Lesen Sie die Hinweise am Ende des Installationsvorgangs. Ein erfolgreicher Test ist auch die Voraussetzung dafür, dass Standard-Repositorys automatisch hinzugefügt werden und Updates online durchgeführt werden.

Vergewissern Sie sich, dass die gewünschte Karte für die Internetverbindung verwendet wird, wenn mehrere Netzwerkschnittstellen vorhanden sind. Ist dies nicht der Fall, klicken Sie auf Gerät ändern.

Wählen Sie zum Start des Tests Ja, Internetverbindung testen und klicken Sie auf Weiter. Im folgenden Dialogfeld sehen Sie den Testverlauf und die Ergebnisse. Detaillierte Informationen zum Prüfvorgang finden Sie unter Protokolle anzeigen. Wird die Prüfung nicht bestanden, klicken Sie auf Zurück, um zur Netzwerkkonfiguration zurückzukehren und die Eingaben zu korrigieren.

Fahren Sie mit Weiter fort. Wenn der Test erfolgreich war, werden die offiziellen Software-Repositorys für SUSE Linux Enterprise Server und das Aktualisierungs-Repository konfiguriert. Wenn Sie die Repository-Daten zum ersten Mal herunterladen, kann dies einige Zeit in Anspruch nehmen.

Wenn Sie die Verbindung jetzt nicht überprüfen möchten, wählen Sie Nein, diesen Test überspringen und anschließend Weiter. Auf diese Weise werden das Herunterladen der Versionshinweise, das Konfigurieren des Customer Centers und die Online-Aktualisierung übersprungen. Diese Schritte können jederzeit durchgeführt werden, nachdem das System konfiguriert wurde.

6.16.1.4 Konfiguration von Novell Customer Center

Um technischen Support und Produktaktualisierungen zu erhalten, müssen Sie Ihr Produkt beim Novell Customer Center registrieren und aktivieren. Die Konfiguration für Novell Customer Center unterstützt Sie dabei. Detaillierte Informationen zu Novell Customer Center finden Sie unter http://www.novell.com/documentation/ncc/.

Wenn Sie offline arbeiten oder diesen Schritt überspringen möchten, wählen Sie Später konfigurieren. Damit wird auch die Online-Aktualisierung von SUSE Linux Enterprise Server übersprungen.

Wählen Sie unter Für besseren Service aufnehmen, ob bei der Registrierung unaufgefordert zusätzliche Informationen gesendet werden sollen, z. B. Ihr Hardware-Profil oder Optionale Informationen. Dies vereinfacht die Registrierung. Klicken Sie auf Details, um eingehende Informationen dazu zu erhalten, wie die Daten erfasst werden. Um Informationen dazu zu erhalten, welche Daten über Ihr spezifisches Produkt gesendet werden, wird der Novell-Server verbunden. Bei dieser ersten Verbindung werden keine Daten außer der ID Ihres Produkts an die Novell-Server übertragen.

Damit Sie zu Support berechtigt sind, aktivieren Sie unbedingt Registrierungscode. Sie werden zur Eingabe des Codes aufgefordert, wenn Sie mit Weiter fortfahren. Weitere Informationen zum technischen Support finden Sie unter http://www.suse.com/support/programs/.

Anmerkung
Anmerkung: Datenschutz

Keinerlei Informationen werden an Personen außerhalb von Novell weitergegeben. Die Daten dienen statistischen Zwecken und dazu, Ihnen bessere Treiberunterstützung und bequemen Zugang zu Ihrem Web-Konto zu bieten. Indem Sie auf Details klicken, erhalten Sie einen Link zur detaillierten Datenschutzrichtlinie. Sehen Sie die übertragenen Informationen in der Protokolldatei unter /root/.suse_register.log an.

Abgesehen vom Aktivieren und Registrieren des Produkts fügt dieses Modul auch die offiziellen Aktualisierungs-Repositorys zur Konfiguration hinzu. Diese Repositorys stellen Fehlerkorrekturen für bekannte Fehler oder Sicherheitsfragen zur Verfügung, die über ein Online-Update installiert werden können.

Um die Gültigkeit der Repositorys sicherzustellen, aktivieren Sie Regelmäßig mit Customer Center synchronisieren. Diese Option prüft die Repositorys und fügt neue verfügbare Repositorys hinzu oder entfernt alte Repositorys. Manuell hinzugefügte Repositorys sind nicht betroffen.

Fahren Sie mit Weiter fort. Eine Verbindung zum Novell-Server wird aufgebaut. Befolgen Sie die Anweisungen auf dem Bildschirm, um die Registrierung abzuschließen.

Tipp
Tipp: Erneute Registrierung eines installierten Systems mit einem anderen Registrierungscode

Wenn Sie ein System in Novell Customer Center registrieren, werden die Registrierungsdaten lokal und in der Novell Customer Center-Datenbank gespeichert. Eine erneute Registrierung eines bereits installierten Computers mit einem anderen Registrierungscode ist in der Regel nicht notwendig; es gibt allerdings einige Grenzfälle. Führen Sie hierzu die folgenden Schritte auf dem installierten System aus:

  1. Geben Sie das folgende Kommando als Benutzer root ein (hiermit werden die Installationsdaten vom lokalen Computer gelöscht):

    suse_register.pl --erase-local-regdata
  2. Anschließend muss das registrierte System aus der Novell Customer Center-Datenbank entfernt werden. Öffnen Sie http://www.suse.com/ in einem Browser und klicken Sie auf Support › Customer Center. Melden Sie sich an und navigieren Sie zu My Systems (Eigene Systeme) › System. Wählen Sie das System aus und klicken Sie auf das Minuszeichen in der unteren Leiste der Tabelle. Das System wird entfernt.

  3. Nun können Sie den Computer wahlweise mit suse-register oder mit dem YaST-Modul Online-Update-Konfiguration erneut registrieren.

6.16.1.4.1 Lokaler Registrierungsserver

Wenn Ihre Organisation einen lokalen Registrierungsserver bereitstellt, anstatt das Novell Customer Center zu nutzen, müssen Sie die URL des Servers angeben. Client und Server kommunizieren ausschließlich über das HTTPS-Protokoll. Daher müssen Sie auch einen Pfad zum Serverzertifikat eingeben, wenn das Zertifikat nicht von einer Zertifizierungsstelle stammt. Öffnen Sie das Dialogfeld mit Erweitert › Lokaler Registrierungsserver.

Registrierungsserver

URL des Registrierungsservers. Die URL hat ein vorgegebenes Format https://FQN/center/regsvc/ FQN muss der voll qualifizierte Hostname des Registrierungsservers sein. Beispiel:

https://smt.example.com/center/regsvc/
Standort des CA-Zertifikats des Servers

Speicherort des Zertifikats für den Registrierungsserver. Geben Sie eine der folgenden Optionen an:

URL

Remotestandort (http, https oder ftp), von dem das Zertifikat heruntergeladen werden kann. Beispiel:

http://smt.example.com/smt-ca.crt
Diskette

Legt einen Standort auf einer Diskette fest. Die Diskette muss eingelegt werden, bevor Sie fortfahren. Der Wert muss mit der Zeichenfolge floppy beginnen, gefolgt vom Pfad zum Zertifikat. Beispiel:

floppy/smt/smt-ca.crt
Lokaler Pfad

Absoluter Pfad zum Zertifikat auf dem lokalen Rechner. Beispiel:

/data/inst/smt/smt-ca.cert
Interaktiv

Verwenden Sie ask zum Öffnen eines Pop-up-Menüs, in dem Sie den Pfad zum Zertifikat angeben können. Verwenden Sie diese Option nicht bei AutoYaST. Beispiel

ask
Zertifikatsinstallation deaktivieren

Verwenden Sie fertig, wenn das Zertifikat durch ein Add-on-Produkt installiert wird, oder wenn Sie ein Zertifikat verwenden, das durch eine offizielle Zertifizierungsstelle ausgestellt wurde. Beispiel:

done

6.16.1.5 Online-Update

Wenn eine Internet-Verbindung hergestellt wurde und Aktualisierungen verfügbar sind, wählen Sie aus, ob eine YaST-Online-Aktualisierung durchgeführt werden soll. Wenn Pakete mit Patches auf den Servern vorhanden sind, laden Sie sie jetzt herunter, um bekannte Fehler oder Sicherheitslücken zu beheben. Weitere Anweisungen finden Sie unter Kapitel 1, YaST-Online-Aktualisierung. Richtlinien zur Durchführung eines Online-Updates im installierten System finden Sie unter Abschnitt 9.4, „Halten Sie Ihr System auf dem neuesten Stand“ oder unter Kapitel 1, YaST-Online-Aktualisierung. Dieser Schritt wird übersprungen, wenn keine Aktualisierungen verfügbar sind oder keine Internet-Verbindung hergestellt wurde. Patches, die Sicherheitsprobleme lösen, und für Ihre Installation empfohlene Patches sind automatisch vorausgewählt. Klicken Sie auf Akzeptieren, um sie zu installieren, und anschließend auf Weiter, um mit der Systemkonfiguration fortzufahren.

Wichtig
Wichtig: Herunterladen von Software-Updates

Das Herunterladen von Aktualisierungen kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Dies hängt von der Bandbreite der Internetverbindung und von der Größe der Aktualisierungsdateien ab. Falls das Patch-System aktualisiert wurde, startet das Online-Update erneut und lädt nach dem Neustart weitere Patches herunter. Wenn der Kernel aktualisiert wurde, bootet das System vor Abschluss der Konfiguration neu.

6.16.1.6 Konfiguration von Diensten

Nach dem Test der Internetverbindung und dem Herunterladen der ersten Updates wird ein Dialogfeld geöffnet, in dem Sie drei Netzwerkdienste aktivieren und konfigurieren können.

Zertifikatverwaltung

Der Zweck eines Zertifikats (von einer Zertifizierungstelle) ist es, eine verbürgte Beziehung zwischen allen miteinander kommunizierenden Netzwerkdiensten zu garantieren. Ohne ein Zertifikat können Sie die Server-Kommunikation mit SSL und TLS für jeden einzelnen Service separat sichern. Standardmäßig wird während der Installation ein Zertifikat erstellt und aktiviert. Detaillierte Informationen zum Erstellen eines Zertifikats mit YaST finden Sie unter Chapter 17, Managing X.509 Certification.

OpenLDAP Server

Sie können einen LDAP-Dienst auf Ihrem Host ausführen, damit eine zentrale Einrichtung zur Verwaltung von Konfigurationsdateien zur Verfügung steht. Ein LDAP-Server verwaltet in der Regel Daten von Benutzerkonten, mit SUSE Linux Enterprise Server kann er jedoch auch Mail-, DHCP- und DNS-Daten verwalten. Standardmäßig wird während der Installation ein LDAP-Server eingerichtet. Wenn Sie keinen LDAP-Server verwenden, kann das YaST-Mailservermodul nicht ausgeführt werden, da es von der LDAP-Funktionalität abhängt. Sie können auf Ihrem System mit dem Modul Mail Transfer Agent jedoch dennoch einen Mailserver einrichten. Detaillierte Informationen zu LDAP und der Konfiguration mit YaST finden Sie in Chapter 4, LDAP—A Directory Service.

Services

Der CIM (Common Information Model)-Server wird standardmäßig gestartet. Klicken Sie auf Deaktivieren, um zu verhindern, dass der Server beim Booten automatisch startet. Weitere Informationen zu CIM-Services finden Sie unter Kapitel 34, Web Based Enterprise Management mit SFCB.

Gegebenenfalls können Sie diesen Konfigurationsvorschlag überspringen. Nach Abschluss der Installation können Sie mit YaST dieselben Dienste konfigurieren und starten.

Tipp
Tipp: Zurücksetzen der Service-Konfiguration auf Standardwerte

Stellen Sie die Standardwerte wieder her, indem Sie auf Ändern › Auf Standardwerte zurücksetzen klicken. Auf diese Weise werden alle Änderungen verworfen.

6.16.1.7 Benutzerbeglaubigungsmethode

Wenn der Netzwerkzugriff bei den vorherigen Installationsschritten erfolgreich konfiguriert wurde, können Sie jetzt aus verschiedenen Optionen zur Benutzerverwaltung wählen. Wenn keine Netzwerkverbindung konfiguriert wurde, erstellen Sie lokale Benutzerkonten. Sie können auch, falls vorhanden, Benutzer aus einer vorherigen Installation importieren. In diesem Dialogfeld können Sie darüber hinaus den Passwortverschlüsselungstyp ändern.

Sie können auch zusätzliche Benutzerkonten hinzufügen oder die Benutzerauthentifzierungsmethode im installierten System ändern. Ausführliche Informationen zur Benutzerverwaltung finden Sie unter Kapitel 12, Verwalten von Benutzern mit YaST.

Die standardmäßige Authentifizierungsmethode ist Lokal (/etc/passwd) Wenn eine frühere Version von SUSE Linux Enterprise Server oder ein anderes System gefunden wird, das /etc/passwd verwendet, können Sie lokale Benutzer importieren. Aktivieren Sie dazu die Option Benutzerdaten aus einer früheren Installation einlesen und klicken Sie auf Auswählen. Wählen Sie im nächsten Dialogfeld die zu importierenden Benutzer aus und beenden sie den Vorgang mit OK.

Geben Sie lokale Benutzer manuell ein, indem Sie auf Weiter klicken. Das Dialogfeld „Neuer lokaler Benutzer“ wird geöffnet. Nachdem Sie den Vor- und Nachnamen eingegeben haben, akzeptieren Sie entweder den Vorschlag oder legen einen neuen Benutzernamen fest, der zum Anmelden verwendet wird. Geben Sie schließlich das Passwort für den Benutzer ein. Geben Sie es zur Bestätigung erneut ein (um sicherzustellen, dass sie nicht versehentlich etwas anderes eingegeben haben). Um effektive Sicherheit zu bieten, sollte ein Passwort zwischen fünf und acht Zeichen lang sein. Die maximale Länge für Passwörter liegt bei 72 Zeichen. Wenn jedoch keine speziellen Sicherheitsmodule geladen werden, werden die ersten acht Zeichen für die Erkennung des Passworts verwendet. Die Groß-/Kleinschreibung der Passwörter wird berücksichtigt. Sonderzeichen (7-Bit ASCII) und die Ziffern 0 bis 9 sind zulässig. Andere Sonderzeichen, wie z. B. Umlaute oder akzentuierte Zeichen sind nicht zulässig.

Eingegebene Passwörter werden auf Sicherheit geprüft. Wenn Sie ein Passwort eingeben, das leicht erraten werden kann, wie zum Beispiel ein Wort aus dem Wörterbuch oder ein Name, so wird eine Warnung angezeigt. Zur Erhöhung der Sicherheit ist es wichtig, starke Passwörter zu verwenden.

Zwei zusätzliche Optionen stehen zur Auswahl:

Empfang von System-E-Mails

Wenn dieses Feld aktiviert ist, werden von den Systemdiensten erstellte Nachrichten an den Benutzer gesendet. Diese Meldungen werden in der Regel nur an den Systemadministrator root gesendet. Die Option ist sinnvoll für das am häufigsten verwendete Konto, da die Anmeldung als root nur in speziellen Fällen empfohlen wird.

Die durch Systemdienste gesendeten E-Mails werden in der lokalen Mailbox unter/var/spool/mail/Benutzername abgelegt, wobei mit Benutzername der Anmeldename des ausgewählten Benutzers gemeint ist. Zum Lesen von E-Mails nach der Installation können Sie einen E-Mail-Client, wie zum Beispiel KMail oder Evolution, verwenden.

Automatische Anmeldung

Mithilfe dieser Option wird der aktuelle Benutzer beim Systemstart automatisch beim System angemeldet. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn der Computer nur von einem Benutzer verwendet wird. Damit die automatische Anmeldung funktioniert, muss die Option explizit aktiviert werden.

Warnung
Warnung: Automatische Anmeldung

Wenn die automatische Anmeldung aktiviert ist, wird nach dem Booten des Systems direkt ohne Authentifizierung der Desktop angezeigt. Wenn auf Ihrem System vertrauliche Daten gespeichert sind, sollten Sie diese Option nicht aktivieren, sofern auch andere Benutzer auf den Computer zugreifen können.

Geben Sie weitere Benutzer ein, indem Sie das Modul Benutzerverwaltung (siehe Kapitel 12, Verwalten von Benutzern mit YaST) aufrufen.

Beim Verwenden eines Netzwerkservers für die Benutzerauthentifizierung kann Zugriff auf die folgenden Dienste konfiguriert werden:

LDAP

Die Benutzer werden zentral auf einem LDAP-Server für alle Systeme im Netzwerk verwaltet. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Section 4.4, “Configuring an LDAP Client with YaST”.

NIS

Die Benutzer werden zentral auf einem NIS-Server für alle Systeme im Netzwerk verwaltet. Weitere Informationen finden Sie unter Section 3.2, “Configuring NIS Clients”.

Windows-Domäne

Die SMB-Authentifizierung wird häufig in heterogenen Linux- und Windows-Netzwerken verwendet. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 28.6, „Samba-Server im Netzwerk mit Active Directory“ und Section 5.3, “Configuring a Linux Client for Active Directory”.

Neben der Benutzerverwaltung über LDAP und NIS können Sie Authentifizierungen mithilfe von Kerberos durchführen. Aktivieren Sie die Option Kerberos-Authentifizierung einrichten, wenn Sie diese Art der Authentifizierung verwenden möchten. Weitere Informationen zu Kerberos finden Sie unter Chapter 6, Network Authentication with Kerberos.

6.16.1.8 Versionshinweise

Wenn Sie die Einrichtung der Benutzerauthentifizierung abgeschlossen haben, werden in YaST die Versionshinweise angezeigt. Es empfiehlt sich, sie zu lesen, da sie wichtige aktuelle Informationen enthalten, die bei Drucklegung der Handbücher noch nicht zur Verfügung standen. Wenn Sie die Internetverbindung erfolgreich getestet haben, lesen Sie die aktuelle von den SUSE Linux Enterprise Server-Servern abgerufene Version der Versionshinweise. Verwenden Sie Verschiedenes › Hinweise zur Version in YaST oder starten Sie das SUSE-Hilfezentrum, um nach der Installation die Versionshinweise anzuzeigen.

6.16.1.9 Hardware-Konfiguration

Am Ende der Installation öffnet YaST ein Dialogfeld für die Konfiguration von Grafikkarten, Druckern und des Sounds. Klicken Sie auf die einzelnen Komponenten, um mit der Hardware-Konfiguration zu starten. In der Regel erkennt und konfiguriert YaST die Geräte automatisch.

Tipp
Tipp: IBM System z: Hardware-Konfiguration

Auf IBM-System z gibt es keine Anzeige, die von XFree unterstützt wird. Daher finden Sie auf diesen Systemen den Eintrag Grafikkarten nicht.

Sie können die peripheren Geräte überspringen und zu einem späteren Zeitpunkt konfigurieren (siehe Kapitel 8, Einrichten von Hardware-Komponenten mit YaST). Um die Konfiguration auszulassen, wählen Sie Konfiguration überspringen und klicken Sie auf Weiter.

Beim Einrichten eines Desktop-Systems sollten Sie jedoch die Grafikkarte sofort konfigurieren. Die automatisch konfigurierten Anzeige-Einstellungen von YaST können in der Regel übernommen werden. Viele Benutzer möchten jedoch Auflösung, Farbtiefe und andere Grafikfunktionen selbst anpassen. Wählen Sie zum Ändern dieser Einstellungen den jeweiligen Eintrag aus und legen Sie die Werte nach Wunsch fest.

Tipp
Tipp: Zurücksetzen der Hardwarekonfiguration auf Standardwerte

Sie können alle Änderungen an der Hardwarekonfiguration löschen, indem Sie auf Ändern › Auf Standardwerte zurücksetzen klicken. YaST zeigt dann erneut den ursprünglichen Vorschlag an.

6.16.1.10 Installation abgeschlossen

Nach einer erfolgreichen Installation zeigt YaST das Dialogfeld Installation abgeschlossen. Wählen Sie in diesem Dialogfeld, ob Ihr neu installiertes System für AutoYaST geklont werden soll. Um Ihr System zu klonen, wählen Sie Dieses System für Autoyast klonen. Das Profil des aktuellen Systems wird in /root/autoyast.xml gespeichert. Die Option des Klonens ist standardmäßig aktiviert.

AutoYaST ist ein System, das die automatische Installation eines oder mehrerer Systeme mit SUSE Linux Enterprise Server ohne Benutzereingriffe ermöglicht. AutoYaST-Installationen werden mithilfe einer Steuerdatei mit Installations- und Konfigurationsdaten ausgeführt.Detaillierte Informationen finden Sie in Kapitel 21, Automatisierte Installation. Beenden Sie die Installation von SUSE Linux Enterprise Server im abschließenden Dialogfeld mit Beenden.

6.17 Grafische Anmeldung

Tipp
Tipp: IBM System z: Keine grafische Anmeldung

Die grafische Anmeldung steht auf IBM-System z-Plattformen nicht zur Verfügung.

SUSE Linux Enterprise Server ist nunmehr vollständig installiert und konfiguriert. Wenn die automatische Anmeldefunktion nicht deaktiviert oder der Standard-Runlevel nicht angepasst wurde, wird die Anmeldung in einer Grafik auf Ihrem Bildschirm angezeigt. Hier können Sie einen Benutzernamen und ein Passwort eingeben, mit dem Sie sich beim System anmelden können. Bei Einzelbenutzersystemen mit aktivierter automatischer Anmeldung wird der Desktop automatisch gestartet.

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