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Bezieht sich auf SUSE Linux Enterprise Server 11 SP4

3 Installation auf IBM POWER

In diesem Kapitel wird beschrieben, wie Sie die Installation von SUSE® Linux Enterprise Server auf IBM POWER-Systemen vorbereiten.

3.1 Anforderungen

Die Standardinstallation erfordert mindestens 256 MB RAM. Ein Standardsystem benötigt mindestens 2,0 GB freien Festplattenspeicher.

3.1.1 Hardwareanforderungen

Das Betriebssystem SUSE® Linux Enterprise Server eignet sich für die verschiedensten Hardware-Geräte. Um Ihnen für die Planungsphase eine Richtlinie zur Verfügung zu stellen, werden hier die Mindestanforderungen dargestellt.

Wenn Sie sichergehen möchten, dass eine bestimmte Computerkonfiguration funktioniert, schlagen Sie in der Datenbank der von SUSE zertifizierten Hardware nach. Eine Liste der zertifizierten Hardware finden Sie unter http://developer.novell.com/yessearch/Search.jsp.

SUSE Linux Enterprise Server unterstützt möglicherweise weitere IBM POWER-Systeme, die im Folgenden nicht aufgeführt sind. Aktuelle Informationen finden Sie im IBM Information Center für Linux unter http://publib.boulder.ibm.com/infocenter/lnxinfo/v3r0m0/index.jsp?topic=%2Fliaam%2Fliaamdistros.htm.

Die aktuelle Firmware finden Sie bei IBM FixCentral (http://www.ibm.com/support/fixcentral/). Wählen Sie das System in der Liste der Produktgruppen aus.

Alle nachfolgenden Systeme arbeiten mit einem PPC64-Kernel.

3.1.1.1 IBM POWER7-Systeme

POWER7-Systeme
  • Power 710 Express

  • Power 720Express

  • Power 730Express

  • Power 740Express

  • Power 750Express

  • Power 755

  • Power 770

  • Power 780

  • Power 795

POWER7 BladeCenter-Modelle
  • IBM BladeCenter PS700

  • IBM BladeCenter PS701

  • IBM BladeCenter PS702

  • IBM BladeCenter PS703

  • IBM BladeCenter PS704

3.1.1.2 IBM PowerLinux-Systeme

  • IBM PowerLinux 7R2

3.1.1.3 IBM POWER5- und POWER6-Systeme

POWER5-Systeme
  • OpenPower 710

  • System p5 520

  • System i5 520

POWER6-Systeme
  • IBM Power550

  • IBM Power570

POWER6 BladeCenter-Modelle
  • IBM BladeCenter JS12

  • IBM BladeCenter JS22

  • IBM BladeCenter JS23

  • IBM BladeCenter JS43

3.2 Vorbereitung

In diesem Abschnitt erfahren Sie, welche Schritte Sie zur Vorbereitung der eigentlichen Installation ausführen müssen. Das Installationsverfahren richtet sich nach dem verwendeten System. Siehe die folgende Dokumentation:

Wenn SUSE® Linux Enterprise Server auf mehreren Systemen oder Partitionen installiert werden soll, empfiehlt sich die Erstellung einer Netzwerkinstallationsquelle. Die Installationsquelle kann für die gleichzeitige Installation auf mehreren Partitionen oder Systemen verwendet werden. Informationen zur Konfiguration einer Netzwerkinstallationsquelle finden Sie in Abschnitt 14.2.1, „Einrichten eines Installationsservers mithilfe von YaST“.

Die Installation kann über einen VNC-Client gesteuert werden. Weitere Informationen zu VNC finden Sie unter Abschnitt 14.1.1, „Einfache Installation mit entferntem Zugriff über VNC – Statische Netzwerkkonfiguration“.

Um sich in die linuxppc-dev-Mailingliste einzutragen, melden Sie sich über die Formulare unter http://lists.ozlabs.org/listinfo/linuxppc-dev/ an. Die folgenden Links führen zu Informationen bezüglich der Wartung einer Installation:

  • http://www.novell.com/support/products/server/ unterstützt Kunden wirksam bei der Lösung von Problemen. Sobald SUSE ein ernsthaftes Problem feststellt, wird dort ein entsprechender Artikel veröffentlicht. Sie durchsuchen dieses Portal am besten mit Suchwörtern wie PPC oder POWER.

  • Sicherheitswarnungen finden Sie unter http://www.suse.com/support/security/. Darüber hinaus bietet SUSE zwei sicherheitsrelevante Mailinglisten an, die jeder abonnieren kann.

    • suse-security: Eine allgemeine Diskussion von Sicherheitsfragen zu Linux und SUSE. Alle Sicherheitswarnungen für SUSE Linux Enterprise Server werden an diese Liste gesendet.

    • suse-security-announce: Eine SUSE-Mailingliste speziell für Sicherheitswarnungen.

3.2.1 Vorbereitung der Installation auf den IBM-Modellen eServer p5, System p und OpenPower

Dieser Abschnitt befasst sich mit der Vorbereitung für die Installation von SUSE® Linux Enterprise Server auf IBM eServer p5-Systemen. Der Abschnitt beschreibt die Installation über das systemeigene CD-ROM-Laufwerk und die Installation über das Netzwerk.

In diesem Abschnitt wird davon ausgegangen, dass die Hardware Management Console (HMC) eingerichtet und mit Ihrem System verbunden ist. Weitere Informationen zur Verwendung des Assistenten für die Konfiguration der HMC finden Sie unter HMC mit dem Guided Setup Wizard konfigurieren: http://publib.boulder.ibm.com/infocenter/systems/scope/hw/topic/iphai_p5/confighmcgs.htm?

3.2.1.1 Moderne Funktionen der IBM eServer p5-Systeme

IBM eServer p5-Systeme bieten die Möglichkeit, das System zu partitionieren. Dies ermöglicht den gleichzeitigen Betrieb von bis zu 254 Betriebssystemen auf einem Computer. Die Betriebssysteme werden in LPARs (logischen Partitionen) installiert. Eine oder auch mehrere dieser Partitionen können eine SUSE Linux Enterprise Server-Umgebung enthalten.

Zur Vorbereitung einer LPAR-Partition für SUSE Linux Enterprise Server konfigurieren Sie das System zunächst über die HMC. Einzelheiten hierzu erfahren Sie in der IBM-Dokumentation: http://publib.boulder.ibm.com/infocenter/systems/scope/hw/topic/iphbi/iphbikickoff.htm

3.2.1.2 Speicherbedarf

Vergewissern Sie sich, dass Ihre Festplatte über ausreichend Speicherplatz für die Installation von SUSE Linux Enterprise Server verfügt. Das Standardsystem benötigt mindestens 4 GB freien Festplattenspeicher.

3.2.1.3 Zuweisen eines Installationsgeräts für eine LPAR

SUSE Linux Enterprise Server kann von einem CD-ROM- oder DVD-Laufwerk oder einer Netzwerkinstallationsquelle installiert werden. Machen Sie das CD-ROM-/DVD-Laufwerk oder Netzwerkgerät der zu installierenden LPAR verfügbar.

HMC: Serververwaltung – Eigenschaften
Abbildung 3.1: HMC: Serververwaltung – Eigenschaften
Prozedur 3.1: Zuweisen eines CD-ROM- oder DVD-Laufwerks zu einer LPAR
  1. Öffnen Sie die HMC-Anwendung und navigieren Sie zu Server und Partition › Server Management.

  2. Erweitern Sie von den verfügbaren Servern den Server und die Partition, die installiert werden soll.

  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das gewünschte Profil für die Installation und wählen Sie Eigenschaften (siehe Abbildung 3.1, „HMC: Serververwaltung – Eigenschaften“).

  4. Wählen Sie im Dialogfeld Logical Partition Profile Properties (Profileigenschaften der logischen Partition) den Karteireiter Physisches I/O.

  5. Wählen Sie unter Verwaltete E/A-Geräte des Systems unter dem Bus, an dem das Laufwerk installiert ist, die Option Andere Massenspeicher-Controller aus. Zum Zuweisen des CD-ROM/DVD-Laufwerks zur Partition klicken Sie auf Bei Bedarf hinzufügen.

Das Ergebnis sollte folgendermaßen aussehen: Abbildung 3.2, „HMC: Verwaltete E/A-Geräte des Systems“.

HMC: Verwaltete E/A-Geräte des Systems
Abbildung 3.2: HMC: Verwaltete E/A-Geräte des Systems

Legen Sie nun die SUSE Linux Enterprise Server-CD1 oder -DVD1 in das Laufwerk ein.

Prozedur 3.2: Zuweisen eines Netzwerkgeräts zu einer LPAR
  1. Öffnen Sie die HMC-Anwendung und navigieren Sie zu Server und Partition › Server Management.

  2. Öffnen Sie von den verfügbaren Servern den Server und die Partition, auf denen die Installation erfolgen soll.

  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das gewünschte Profil für die Installation und wählen Sie Eigenschaften (siehe Abbildung 3.1, „HMC: Serververwaltung – Eigenschaften“).

  4. Wählen Sie im Dialogfeld Logical Partition Profile Properties (Profileigenschaften der logischen Partition) den Karteireiter Physisches I/O.

  5. Wählen Sie unter Verwaltete E/A-Geräte des Systems unter dem Bus, an dem die Netzwerkkarte angeschlossen ist, die Option PCI 10/100/1000Mbps Ethernet UTP 2-Port aus. Klicken Sie danach auf Bei Bedarf hinzufügen.

    Informationen zur Installation über einen virtuellen Ethernet-Adapter finden Sie in der IBM-Dokumentation.

Wenn SUSE Linux Enterprise Server auf mehreren Partitionen installiert werden soll, sollten Sie eine Netzwerkinstallationsquelle erstellen. Sie brauchen die CDs dann während der Installation nicht ständig zu wechseln. Die Installationsquelle kann auch für gleichzeitige Installationen auf verschiedenen Systemen verwendet werden. Informationen zur Konfiguration einer Netzwerkinstallationsquelle finden Sie in Abschnitt 14.2.1, „Einrichten eines Installationsservers mithilfe von YaST“.

3.2.1.4 Starten der Installation

Zur Ausführung der Installation müssen Sie das System neu starten. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Profilnamen, klicken Sie auf Aktivieren und bestätigen Sie das darauf folgende Dialogfeld mit OK.

Verwenden Sie die Bildschirmkonsole oder verbinden Sie sich, wie in der IBM-Dokumentation beschrieben, mit einer seriellen Konsole. Eine einfache Startmethode für eine serielle Konsole ist das Öffnen von VTerm während der Aktivierung der Partition. Aktivieren Sie dazu im Dialogfeld Logische Partition aktivieren die Option Terminalfenster oder Konsolensitzung öffnen.

Drücken Sie beim Starten des Systems während der Systemüberprüfung die Taste F1 bzw. bei Verwendung einer seriellen oder virtuellen Konsole die Taste 1, um die System-Firmware anzuzeigen:

IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM

       1 = SMS Menu                          5 = Default Boot List
       8 = Open Firmware Prompt              6 = Stored Boot List


     memory      keyboard     network     scsi     speaker

Drücken Sie während der Überprüfung der SCSI-Geräte die Taste F1 bzw. 1. Wählen Sie 5. Select Boot Options, um das Dialogfeld mit den Boot-Optionen zu öffnen:

Version SF220_004
SMS 1.5 (c) Copyright IBM Corp. 2000,2003 All rights reserved.
---------------------------------------------------------------------
Main Menu
 1.  Select Language
 2.  Setup Remote IPL (Initial Program Load)
 3.  Change SCSI Settings
 4.  Select Console
 5.  Select Boot Options


---------------------------------------------------------------------
Navigation Keys:

                                  X = eXit System Management Services
---------------------------------------------------------------------
Type the number of the menu item and press Enter or select Navigation
                                                                Key:5

Wählen Sie 1. Select Install/Boot Device, um das Installationsgerät festzulegen. Wechseln Sie zu 7. List all Devices, um die Liste der verfügbaren Geräte zu sehen:

Version SF220_011
SMS 1.5 (c) Copyright IBM Corp. 2000,2003 All rights reserved.
--------------------------------------------------------------------------
Select Device
Device  Current  Device
Number  Position  Name
 1.        -      Virtual Ethernet 
                  ( loc=U9111.520.10D3CCC-V1-C3-T1 )
 2.        -      Ethernet 
                  ( loc=U787A.001.DNZ00XG-P1-T5 )
 3.        -      Ethernet 
                  ( loc=U787A.001.DNZ00XG-P1-T6 )
 4.        -      IDE CD-ROM 
                  ( loc=U787A.001.DNZ00XG-P4-D3 )
 5.        1      SCSI 73407 MB Harddisk
                  ( loc=U787A.001.DNZ00XG-P1-T10-L8-L0 )

--------------------------------------------------------------------------
Navigation keys:
M = return to Main Menu
ESC key = return to previous screen    X = eXit System Management Services
--------------------------------------------------------------------------
Type the number of the menu item and press Enter or select Navigation Key:

3.2.1.5 Booten vom CD-ROM-Laufwerk

Wählen Sie das CD-ROM-Laufwerk aus (in diesem Beispiel 4):

SMS 1.5 (c) Copyright IBM Corp. 2000,2003 All rights reserved.
--------------------------------------------------------------------------
Select Task

IDE CD-ROM 
    ( loc=U787A.001.DNZ00XG-P4-D3 )

 1.  Information
 2.  Normal Mode Boot
 3.  Service Mode Boot





--------------------------------------------------------------------------
Navigation keys:
M = return to Main Menu
ESC key = return to previous screen    X = eXit System Management Services
--------------------------------------------------------------------------
Type the number of the menu item and press Enter or select Navigation Key:

Wählen Sie 2. Normal Mode Boot, um die Installation von diesem Gerät auszuführen. Bestätigen Sie das nächste Fenster mit 1. Yes, um die System-Verwaltungsdienste zu beenden und von diesem Gerät zu booten.

Das System liest die CD-ROM ein und startet das Dienstprogramm yaboot:

  Welcome to SuSE:SLE-11:GA!

  Type  "install"  to start the YaST installer on this CD/DVD
  Type  "slp"      to start the YaST install via network
  Type  "rescue"   to start the rescue system on this CD/DVD


Welcome to yaboot version 1.3.11.SuSE
Enter "help" to get some basic usage information
boot:

Geben Sie install ein und drücken Sie Eingabe.

Wenn Sie die Installationsdaten nicht von der CD-ROM, sondern von einer Netzwerkinstallationsquelle einlesen möchten (siehe Abschnitt 3.2.1.3, „Zuweisen eines Installationsgeräts für eine LPAR“), fügen Sie an den Namen des Kernel (install) die Option manual an.

Wenn Sie die Installation über VNC ausführen möchten, fügen Sie die Parameter vnc=1 und vncpassword=passwort an den Namen des Kernel (install) an. Weitere Informationen über VNC finden Sie in Abschnitt 14.1.1, „Einfache Installation mit entferntem Zugriff über VNC – Statische Netzwerkkonfiguration“.

3.2.1.6 Booten von der Netzwerkquelle

Wählen Sie ein Ethernet-Gerät aus, das auf die Installationsquelle (in diesem Beispiel 2) zugreifen kann.

3.2.1.7 Weitere Schritte

Fahren Sie nun mit Kapitel Kapitel 6, Installation mit YaST fort, um die Installation der Software mit linuxrc und YaST auszuführen.

3.2.2 Vorbereitung der Installation auf IBM pSeries-Modellen

Dieser Abschnitt befasst sich mit der Vorbereitung für die Installation von SUSE® Linux Enterprise Server auf pSeries-Systemen. Er erläutert die Installation von einem integrierten CD-ROM-Laufwerk oder einer Netzwerkquelle.

3.2.2.1 Besondere Funktionen von IBM pSeries p630, p655, p670 und p690

Die IBM-Systeme p630, p655, p670 und p690 bieten die Möglichkeit, das System ähnlich wie unter eServer p5/System p5 statisch zu partitionieren (wie unter Abschnitt 3.2.1, „Vorbereitung der Installation auf den IBM-Modellen eServer p5, System p und OpenPower“ beschrieben). Dies ermöglicht den gleichzeitigen Betrieb von bis zu 16 Betriebssystemen auf einem Computer. Die Betriebssysteme werden in LPARs (logischen Partitionen) installiert. Eine oder auch mehrere dieser Partitionen können eine SUSE Linux Enterprise Server-Umgebung enthalten.

Zur Vorbereitung einer LPAR-Partition für SUSE Linux Enterprise Server konfigurieren Sie das System zunächst über die HMC. Informationen hierzu erhalten Sie im IBM eServer pSeries 690 System Handbook (SG24-7040-00) (http://www.redbooks.ibm.com/redbooks/SG247040/).

Wichtige Hinweise zur Konfiguration:

  • Für eine SUSE Linux Enterprise Server-LPAR werden maximal acht Prozessoren empfohlen, da der Kernel effektiv nur acht Prozessoren gleichzeitig verwalten kann.

  • Wählen Sie für die Installation SMS als Boot-Modus für die betreffende Partition.

  • Das für die Eingabe während der Installation verwendete HMC-Terminal ist eine VT320-Emulation. Diese Emulation kann bei einigen Anwendungen zu seltsamen Ergebnissen führen. Verwenden Sie daher, sofern möglich, ein XTerm für die Kommunikation mit der LPAR.

3.2.2.2 Speicherbedarf

Vergewissern Sie sich, dass Ihre Festplatte über ausreichend Speicherplatz für die Installation von SUSE Linux Enterprise Server verfügt. Eine separate Festplatte für SUSE Linux Enterprise Server wird empfohlen.

SUSE Linux unterstützt auch die Installation auf Speichergeräten, die über Fiber-Channel angeschlossen sind. In diesem Fall müssen der Fiber Channel Host Bus Adapter (FCHBA), die SAN-Struktur und das Speichersystem vor Beginn der Installation so konfiguriert werden, dass der FCHBA über das SAN auf die Ziel-LUNs (logischen Zieleinheiten) des Speichersystems zugreifen kann.

SAN-Speichermedien werden bei korrekter Konfiguration mit den bestehenden Festplatten Ihres Systems aufgelistet. Benutzerdefiniertes Partitions-Setup erstellen öffnet den Dialog wie in Abschnitt 15.1, „Verwenden der YaST-Partitionierung“ beschrieben.

3.2.2.3 Einrichten der Installationsquelle

Wenn Sie die Installation von CD-ROM ausführen möchten, legen Sie CD1 in das CD ROM-Laufwerk ein. Im LPAR-Modus muss das Partitionsprofil der zu installierenden Partition das CD-ROM-Laufwerk enthalten. Wenn SUSE Linux Enterprise Server auf mehreren Partitionen installiert werden muss, sollten Sie eine Netzwerkinstallationsquelle erstellen. Sie brauchen die CDs dann während der Installation nicht ständig zu wechseln. Die Installationsquelle kann auch für gleichzeitige Installationen auf verschiedenen Systemen verwendet werden. Informationen zur Konfiguration einer Netzwerkinstallationsquelle finden Sie in Abschnitt 14.2.1, „Einrichten eines Installationsservers mithilfe von YaST“.

3.2.2.4 Starten der Installation

Zur Ausführung der Installation müssen Sie das System neu starten. Drücken Sie beim Starten des Systems während der Systemüberprüfung die Taste F1 bzw. bei Verwendung einer seriellen Konsole die Taste 1, um die System-Firmware anzuzeigen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abbildung 3.3, „Anzeigen der System-Firmware“.

Anzeigen der System-Firmware
Abbildung 3.3: Anzeigen der System-Firmware

Drücken Sie während der Überprüfung der SCSI-Geräte die Taste F1 bzw. 1. Wählen Sie 6 MultiBoot aus, um das Dialogfeld Multiboot zu öffnen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abbildung 3.4, „Dialogfeld ‚Multiboot‘“.

Dialogfeld ‚Multiboot‘
Abbildung 3.4: Dialogfeld ‚Multiboot‘

Drücken Sie 3, um das Installationsgerät auszuwählen. Eine Liste der verfügbaren Geräte wird angezeigt. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abbildung 3.5, „Installieren des Betriebssystems“.

Installieren des Betriebssystems
Abbildung 3.5: Installieren des Betriebssystems

3.2.2.5 Booten vom CD-ROM-Laufwerk

Wählen Sie das CD-ROM-Laufwerk aus (in diesem Beispiel 3). Das System liest die CD-ROM ein und zeigt die Identifikationszeichenfolge an.

->1   SuSE:SLE-11:GA<-

Drücken Sie 1, um das Dienstprogramm yaboot zu starten.

  Welcome to SuSE:SLE-11:GA!

  Type  "install"  to start the YaST installer on this CD/DVD
  Type  "slp"      to start the YaST install via network
  Type  "rescue"   to start the rescue system on this CD/DVD

Geben Sie install ein und drücken Sie Eingabe. Drücken Sie alternativ einfach die Eingabetaste, um das Installationsprogramm zu starten (die Standardoption).

Zur Installation von einer Netzwerkquelle (siehe Abschnitt Abschnitt 3.2.2.3, „Einrichten der Installationsquelle“) fügen Sie manual für den Kernel nach install an. Wenn Sie die Installation über VNC ausführen möchten, fügen Sie die Parameter vnc=1 und vncpassword=passwort nach install an. Weitere Informationen über VNC finden Sie in Abschnitt 14.1.1, „Einfache Installation mit entferntem Zugriff über VNC – Statische Netzwerkkonfiguration“.

Im LPAR-Modus muss das Partitionsprofil der zu installierenden Partition das CD-ROM-Laufwerk enthalten.

3.2.2.6 Booten von der Netzwerkquelle

Wählen Sie ein Ethernet-Gerät aus, das auf die Installationsquelle (in diesem Beispiel 6) zugreifen kann.

3.2.2.7 Weitere Schritte

Fahren Sie nun mit Kapitel Kapitel 6, Installation mit YaST fort, um die Installation der Software mit linuxrc und YaST auszuführen.

3.2.3 Vorbereiten einer Installation auf IBM JSxx BladeCenter

Dieser Abschnitt behandelt die vorbereitenden Schritte für die Installation von SUSE® Linux Enterprise Server auf JSxx-Blades. Der Abschnitt beschreibt die Installation über das CD-ROM-Laufwerk von BladeCenter und die Installation über das Netzwerk.

3.2.3.1 Erstellen der Netzwerkinstallationsquelle

Wenn SUSE Linux Enterprise Server auf mehreren Partitionen installiert werden muss, sollten Sie eine Netzwerkinstallationsquelle erstellen. Sie brauchen die CDs dann während der Installation nicht ständig zu wechseln. Die Installationsquelle kann auch für gleichzeitige Installationen auf verschiedenen Systemen verwendet werden. Informationen zur Konfiguration einer Netzwerkinstallationsquelle finden Sie unter Abschnitt 14.2.1, „Einrichten eines Installationsservers mithilfe von YaST“.

3.2.3.2 Speicherbedarf

Vergewissern Sie sich, dass Ihre Festplatte über ausreichend Speicherplatz für die Installation von SUSE Linux Enterprise Server verfügt. Eine eigens für SUSE Linux Enterprise Server bestimmte Festplatte wird empfohlen.

3.2.3.3 Vorbereitung des Systems für das Booten

3.2.3.3.1 Vorbereitung für das Booten vom CD-ROM-Laufwerk

Führen Sie die nachfolgend beschriebenen Schritte aus, wenn Sie die Installation von CD-ROM ausführen möchten.

Weisen Sie das CD-ROM-Laufwerk dem für die Installation ausgewählten Blade zu, indem Sie über einen Webbrowser eine Verbindung mit dem BladeCenter-Verwaltungsmodul herstellen und sich dort anmelden. Wählen Sie nach der Anmeldung im Menü Blade Tasks (Blade-Aufgaben) die Funktion Remote Control (Fernsteuerung) aus und aktivieren Sie Start Remote Control (Fernsteuerung starten). Im neuen Fenster weisen Sie das CD-ROM-Laufwerk über das Menü Change Media Tray Owner (Eigentümer von Medienfach ändern) dem gewünschten Blade zu.

Richten Sie das CD-ROM-Laufwerk als Boot-Gerät ein. Dazu wählen Sie im Menü Blade Tasks (Blade-Aufgaben) des BladeCenter-Verwaltungsmoduls die Funktion Konfiguration aus. Wählen Sie das JSxx-Blade im Abschnitt Boot-Sequenz aus. Setzen Sie die Option Erstes Gerät auf der Seite Blade Boot Sequence (Blade-Boot-Sequenz) auf CD-ROM.

Legen Sie CD 1 in das CD-ROM-Laufwerk ein und starten Sie das Blade neu.

3.2.3.3.2 Vorbereitung für das Booten über das Netzwerk

Führen Sie die nachfolgend beschriebenen Schritte aus, wenn Sie die Installation über das Netzwerk ausführen möchten.

Bauen Sie über einen Webbrowser eine Verbindung zum BladeCenter Management Module auf und melden Sie sich an. Stellen Sie das Boot-Gerät auf das Netzwerk ein, indem Sie das Menü Konfiguration auf der Seite Blade Tasks (Blade-Aufgaben) öffnen. Wählen Sie das JSxx-Blade im Abschnitt Boot-Sequenz aus und setzen Sie die Option 1st Boot Device (Erstes Boot-Gerät) auf der Seite Blade Boot Sequence (Blade-Boot-Sequenz) auf Netzwerk – BOOTP.

3.2.3.3.3 Neustart und Verbindung mit der Konsole des JSxx-Blade

Starten Sie das JSxx-Blade über das BladeCenter-Verwaltungsmodul mit der Option Einschalten/Neu starten des Menüs Blade Tasks (Blade-Aufgaben) neu. Eine Tabelle, deren Spalte Pwr den Einschaltstatus der Blades angibt, wird eingeblendet. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen des gewünschten Blade und starten Sie es mit Power On Blade (Blade einschalten) neu.

Stellen Sie über das Kommando telnet bladecenter eine Verbindung mit dem BladeCenter her und melden Sie sich an.

username: user
password: ********
system>

Das Kommando env -T system:blade[ gestellnummer] legt fest, für welches JSxx-Blade die nachfolgenden Kommandos bestimmt sind. Die im BladeCenter installierten Blades werden mit dem Befehl list -l 3 aufgelistet.

system> list -l 3
system
        mm[1]    primary
        power[1]
        power[2]
        power[3]
        power[4]
        blower[1]
        blower[2]
        switch[1]
        switch[3]
        blade[1]
                sp
                cpu[1]
                cpu[2]
        blade[3]
                sp
        blade[4]
                sp
        blade[6]
                sp
        blade[8]
                sp
                cpu[1]
                cpu[2]
        blade[9]
                sp
                cpu[1]
                cpu[2]
        blade[10]
                sp
        blade[11]
                sp
        blade[13]
                sp
        mt
system>

Danach legen Sie das Befehlsziel fest. Wenn Sie beispielsweise mit Blade-Nummer 9 arbeiten möchten, geben Sie env -T system:blade[9] ein. Stellen Sie anschließend über das Kommando console eine SOL-Verbindung (Serial over LAN) mit der Konsole des JSxx-Blade her.

system> env -T system:blade[9]
OK
system:blade[9]> console
3.2.3.3.4 Starten der Installation

Nach der Systemüberprüfung wird der Bootloader von SUSE Linux Enterprise Server gestartet.

  Welcome to SuSE:SLE-11:GA!

  Type  "install"  to start the YaST installer on this CD/DVD
  Type  "slp"      to start the YaST install via network
  Type  "rescue"   to start the rescue system on this CD/DVD

Welcome to yaboot version 1.3.11.SuSE
Enter "help" to get some basic usage information
boot:

Wählen Sie im Menü den Befehl Installieren aus und drücken Sie die Eingabetaste.

Wenn Sie die Installation über VNC ausführen möchten, fügen Sie der Kommandozeile für den Kernel (install) die Parameter vnc=1 und vncpassword=passwort hinzu.

3.2.3.3.5 Weitere Schritte

Fahren Sie nun mit Kapitel Kapitel 6, Installation mit YaST fort, um die Installation der Software mit linuxrc und YaST auszuführen.

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