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Bezieht sich auf SUSE Linux Enterprise Server 11 SP4

Teil IV Services

22 Grundlegendes zu Netzwerken

Linux stellt die erforderlichen Netzwerkwerkzeuge und -funktionen für die Integration in alle Arten von Netzwerkstrukturen zur Verfügung. Der Netzwerkzugriff über eine Netzwerkkarte, ein Modem oder ein anderes Gerät kann mit YaST konfiguriert werden. Die manuelle Konfiguration ist ebenfalls möglich. In diesem Kapitel werden nur die grundlegenden Mechanismen und die relevanten Netzwerkkonfigurationsdateien behandelt.

23 SLP-Dienste im Netzwerk

Das Service Location Protocol (SLP) wurde entwickelt, um die Konfiguration vernetzter Clients innerhalb eines lokalen Netzwerks zu vereinfachen. Zur Konfiguration eines Netzwerk-Clients inklusive aller erforderlichen Dienste benötigt der Administrator traditionell detailliertes Wissen über die im Netzwerk verfügbaren Server. SLP teilt allen Clients im lokalen Netzwerk die Verfügbarkeit ausgewählter Dienste mit. Anwendungen mit SLP-Unterstützung können diese Informationen verarbeiten und können automatisch konfiguriert werden.

24 Zeitsynchronisierung mit NTP

Der NTP-(Network Time Protocol-)Mechanismus ist ein Protokoll für die Synchronisierung der Systemzeit über das Netzwerk. Erstens kann ein Computer die Zeit von einem Server abrufen, der als zuverlässige Zeitquelle gilt. Zweitens kann ein Computer selbst für andere Computer im Netzwerk als Zeitquelle fungieren. Es gibt zwei Ziele – das Aufrechterhalten der absoluten Zeit und das Synchronisieren der Systemzeit aller Computer im Netzwerk.

25 Domain Name System (DNS)

DNS (Domain Name System) ist zur Auflösung der Domänen- und Hostnamen in IP-Adressen erforderlich. So wird die IP-Adresse 192.168.2.100 beispielsweise dem Hostnamen jupiter zugewiesen. Bevor Sie Ihren eigenen Namenserver einrichten, sollten Sie die allgemeinen Informationen zu DNS in Abschnitt 22.3, „Namensauflösung“ lesen. Die folgenden Konfigurationsbeispiele beziehen sich auf BIND.

26 DHCP

DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) dient dazu, Einstellungen in einem Netzwerk zentral (von einem Server) aus zuzuweisen. Einstellungen müssen also nicht dezentral an einzelnen Arbeitsplatzcomputern konfiguriert werden. Ein für DHCP konfigurierter Host verfügt nicht über eine eigene statische Adresse. Er konfiguriert sich stattdessen vollständig und automatisch nach den Vorgaben des DHCP-Servers. Wenn Sie auf der Client-Seite den NetworkManager verwenden, brauchen Sie den Client überhaupt nicht zu konfigurieren. Das ist nützlich, wenn Sie in wechselnden Umgebungen arbeiten und nur jeweils eine Schnittstelle aktiv ist. Verwenden Sie den NetworkManager nie auf einem Computer, der einen DHCP-Server ausführt.

27 Verwendung von NetworkManager

NetworkManager ist die ideale Lösung für Notebooks und andere portable Computer. Es unterstützt die neuesten Verschlüsselungstypen und Standards für Netzwerkverbindungen, einschließlich Verbindungen zu Netzwerken, die nach 802.1X geschützt sind. 802.1X ist die „anschlussbasierte Netzwerkzugriffssteu…

28 Samba

Mit Samba kann ein Unix-Computer als Datei- und Druckserver für Mac OS X-, Windows- und OS/2-Computer konfiguriert werden. Samba ist mittlerweile ein sehr umfassendes und komplexes Produkt. Konfigurieren Sie Samba mit YaST, SWAT (eine Web-Schnittstelle) oder indem Sie die Konfigurationsdatei manuell bearbeiten.

29 Verteilte Nutzung von Dateisystemen mit NFS

Das Verteilen und Freigeben von Dateisystemen über ein Netzwerk ist eine Standardaufgabe in Unternehmensumgebungen. Das bewährte Netzwerkdateisystem NFS arbeitet mit dem Verzeichnisdienst NIS zusammen. Wenn Sie ein sichereres Protokoll wünschen, das mit LDAP zusammenarbeitet und auch Kerberos nutzen kann, aktivieren Sie NFSv4. Zusammen mit pNFS können Sie so Engpässe bei der Leistung beseitigen.

NFS mit NIS macht ein Netzwerk für den Benutzer transparent. Mit NFS ist es möglich, arbiträre Dateisysteme über das Netzwerk zu verteilen. Bei entsprechendem Setup befinden sich Benutzer in derselben Umgebung, unabhängig vom gegenwärtig verwendeten Terminal.

30 Dateisynchronisierung

Viele Menschen benutzen heutzutage mehrere Computer: einen Computer zu Hause, einen oder mehrere Computer am Arbeitsplatz und eventuell ein Notebook, ein Tablet oder ein Smartphone unterwegs. Viele Dateien werden auf allen diesen Computern benötigt. Vermutlich wollen Sie Ihre Dateien auf allen Computern bearbeiten und benötigen die Daten daher auf allen Computern auf dem aktuellsten Stand.

31 Der HTTP-Server Apache

Mit einem Marktanteil von mehr als 50 % ist der Apache HTTP-Server (Apache) laut einer http://www.netcraft.com/-Umfrage im der weltweit am häufigsten eingesetzte Webserver. Der von Apache Software Foundation (http://www.apache.org/) entwickelte Apache-Server läuft auf fast allen Betriebssystemen. SUSE® Linux Enterprise Server umfasst Apache, Version 2.2. In diesem Kapitel erfahren Sie, wie Apache installiert, konfiguriert und eingerichtet wird. Sie lernen SSL, CGI und weitere Module kennen und erfahren, wie Sie bei Problemen mit dem Webserver vorgehen.

32 Einrichten eines FTP-Servers mit YaST

Mithilfe des YaST-FTP-Server-Moduls können Sie Ihren Rechner für die Funktion als FTP (File Transfer Protocol)-Server konfigurieren. Anonyme bzw. authentifizierte Benutzer können mithilfe des FTP-Protokolls eine Verbindung zu Ihrem Rechner herstellen und Dateien herunterladen. Abhängig von der Konfiguration können sie auch Dateien auf den FTP-Server hochladen. YaST stellt eine einheitliche Konfigurationsschnittstelle für verschiedene auf dem System installierte FTP-Server-Daemons bereit.

33 Der Squid-Proxyserver

Squid ist ein häufig verwendeter Proxy-Cache für Linux- und UNIX-Plattformen. Das bedeutet, dass er angeforderte Internetobjekte, wie beispielsweise Daten auf einem Web- oder FTP-Server, auf einem Computer speichert, der sich näher an der Arbeitsstation befindet, die die Anforderung ausgegeben hat, als der Server. Er kann in mehreren Hierarchien eingerichtet werden. So werden optimale Reaktionszeiten und die Nutzung einer niedrigen Bandbreite garantiert – auch bei Modi, die für den Endbenutzer transparent sind. Zusätzliche Software, wie squidGuard, kann zum Filtern der Webinhalte verwendet werden.

34 Web Based Enterprise Management mit SFCB

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