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Bezieht sich auf SUSE Linux Enterprise Server 15 SP3

5 Installation unter IBM Z und LinuxONE Edit source

In diesem Kapitel wird die Vorbereitung der Installation von SUSE® Linux Enterprise Server auf IBM Z beschrieben. Hier finden Sie alle erforderlichen Informationen, mit denen Sie die Installation auf LPAR- und z/VM-Seite vorbereiten.

5.1 Systemanforderungen Edit source

Dieser Abschnitt enthält grundlegende Informationen zu den Systemanforderungen, der MicroCode-Ebene und der Software. Außerdem werden die verschiedenen Installationstypen vorgestellt, und es wird erläutert, wie Sie einen IPL-Vorgang bei der ersten Installation ausführen. Ausführliche technische Informationen zu IBM Z unter SUSE Linux Enterprise Server finden Sie im https://www.ibm.com/developerworks/linux/linux390/documentation_suse.html.

5.1.1 Hardware Edit source

SUSE Linux Enterprise Server wird auf folgenden Plattformen ausgeführt:

  • IBM zEnterprise EC12 (zEC12) (2827)

  • IBM zEnterprise BC12 (zBC12) (2828)

  • IBM z13 (2964)

  • IBM z13s (2965)

  • IBM LinuxONE Emperor (2964)

  • IBM LinuxONE Rockhopper (2965)

  • IBM z14 (3906)

  • IBM z14 ZR1 (3907)

  • IBM z Systems z15 (8561)

  • IBM LinuxONE Emperor II (3906)

  • IBM LinuxONE Rockhopper II (3907)

  • IBM LinuxONE Rockhopper III (8561)

5.1.1.1 Speicheranforderungen Edit source

Für verschiedene Installationsmethoden gelten bei der Installation unterschiedliche Speicheranforderungen. Für die Textmodus-Installation unter z/VM, LPAR und KVM wird ein Arbeitsspeicher mit mindestens 1 GB empfohlen. Für die Installation im Grafikmodus ist ein Arbeitsspeicher mit mindestens 1,5 GB erforderlich.

Anmerkung
Anmerkung: Speicheranforderungen mit Ferninstallationsquellen

Ein Arbeitsspeicher mit mindestens 512 MB ist für die Installation von NFS-, FTP- und SMB-Installationsquellen erforderlich oder wenn VNC verwendet wird. Denken Sie daran, dass Arbeitsspeicheranforderungen auch von der Anzahl der Geräte abhängig ist, die für den z/VM-Gast oder das LPAR-Image sichtbar sind. Die Installation mit vielen zugänglichen Geräten (selbst wenn sie für die Installation nicht verwendet werden) kann mehr Speicher erfordern.

5.1.1.2 Festplattenspeicher, Anforderungen Edit source

Die Anforderungen an die Festplatte hängen im Wesentlichen von der Installation ab. Für ein ordnungsgemäß funktionierendes System benötigen Sie normalerweise mehr Speicherplatz als für die Installationssoftware erforderlich. Die Mindestanforderungen für die verfügbaren Installationstypen sind wie folgt:

Installationstyp

Mindestanforderungen an die Festplatte

Expertenmodus

1,5 GB

Minimalinstallation

2,5 GB

GNOME-Desktop

3 GB

Alle Schemata

4 GB

Empfohlener Mindestwert (keine Btrfs-Snapshots): 10 GB

Erforderlicher Mindestwert (mit Btrfs-Snapshots): 16 GB

Empfohlener Mindestwert (mit Btrfs-Snapshots): 32 GB

5.1.1.3 Netzwerkverbindung Edit source

Für die Kommunikation mit dem SUSE Linux Enterprise Server-System wird eine Netzwerkverbindung benötigt. Dabei kann es sich um eine oder mehrere der folgenden Verbindungen oder Netzwerkkarten handeln:

  • OSA Express Ethernet (einschließlich Fast und Gigabit Ethernet)

  • HiperSockets oder Gast-LAN

  • 10 GBE, VSWITCH

  • RoCE (RDMA over Converged Ethernet)

Folgende Schnittstellen sind noch enthalten, werden aber nicht mehr unterstützt:

  • CTC (oder virtuelles CTC)

  • ESCON

  • IP-Netzwerkschnittstelle für IUCV

Für Installationen unter KVM müssen die folgenden Anforderungen erfüllt sein, damit dem VM-Gast ein transparenter Zugang zum Netzwerk ermöglicht wird:

  • Die virtuelle Netzwerkschnittstelle muss mit einer Host-Netzwerkschnittstelle verbunden sein.

  • Die Host-Netzwerkschnittstelle muss mit einem Netzwerk verbunden sein, dem der virtuelle Server beitritt.

  • Wenn der Host mit einer redundanten Netzwerkverbindung konfiguriert ist, bei der zwei unabhängige OSA-Netzwerk-Ports zu einer Bonding-Netzwerkschnittstelle gruppiert sind, gilt für die Bonding-Netzwerkschnittstelle die Kennung bond0. Falls mehr als eine Bonding-Schnittstelle vorhanden ist, lauten sie bond1, bond2 usw.

  • Für die Einrichtung einer nicht redundanten Netzwerkverbindung ist die Kennung der einzelnen Netzwerkschnittstelle erforderlich. Die Kennung hat das Format enccw0.0.NNNN, wobei NNNN für die Gerätenummer der gewünschten Netzwerkschnittstelle steht.

5.1.2 MicroCode-Ebene, APARs und Korrekturen Edit source

Eine Dokumentation zu den Einschränkungen und Anforderungen für diese Version von SUSE Linux Enterprise Server finden Sie bei IBM developerWorks unter https://www.ibm.com/developerworks/linux/linux390/documentation_suse.html. Wir empfehlen die Verwendung des höchsten verfügbaren Servicelevels. Erfragen Sie die Mindestanforderungen beim IBM-Support.

Für z/VM werden die folgenden Versionen unterstützt:

  • z/VM 6.4

  • z/VM 7.1

Klären Sie die Reihenfolge der Installation mit dem IBM-Support, da es erforderlich sein kann, die VM APARs vor der Installation der neuen MicroCode-Ebenen zu aktivieren.

5.1.3 Software Edit source

Beim Installieren von SUSE Linux Enterprise Server über nicht-Linux-gestütztes NFS oder FTP können Probleme mit der NFS- oder FTP-Serversoftware auftreten. Der standardmäßige FTP-Server unter Windows* kann Fehler verursachen. Daher empfehlen wir, die Installation auf diesen Rechnern über SMB durchzuführen.

Zum Herstellen einer Verbindung mit dem SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem ist eine der folgenden Methoden erforderlich (SSH oder VNC wird empfohlen):

SSH mit Terminalemulation (xterm-kompatibel)

SSH ist ein Unix-Standardwerkzeug, das auf den meisten Unix- oder Linux-Systemen vorhanden ist. Für Windows können Sie den Putty SSH-Client verwenden, der unter http://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty/ verfügbar ist.

VNC-Client

Für Linux ist der VNC-Client vncviewer in SUSE Linux Enterprise Server als Teil des Pakets tightvnc enthalten. Für Windows ist TightVNC ebenfalls erhältlich. Laden Sie es von http://www.tightvnc.com/ herunter.

X-Server

Suchen Sie eine geeignete X-Server-Implementierung auf jedem beliebigen Linux- oder Unix-Arbeitsplatzrechner. Für Windows und macOS sind zahlreiche kommerzielle X-Window-Systemumgebungen erhältlich. Einige davon können als kostenlose Testversionen heruntergeladen werden. Eine Testversion von Mocha X Server von MochaSoft kann unter http://www.mochasoft.dk/freeware/x11.htm bezogen werden.

Tipp
Tipp: Zusätzliche Informationsquellen

Lesen Sie vor der Installation von SUSE Linux Enterprise Server unter IBM Z die README-Datei, die sich im root-Verzeichnis des ersten Installationsmediums von SUSE Linux Enterprise Server befindet.

5.2 Allgemeine Informationen Edit source

Dieser Abschnitt enthält grundlegende Informationen zu den Systemanforderungen, der MicroCode-Ebene und der Software. Außerdem werden die verschiedenen Installationstypen vorgestellt, und es wird erläutert, wie Sie einen IPL-Vorgang bei der ersten Installation ausführen. Ausführliche technische Informationen zu IBM Z unter SUSE Linux Enterprise Server finden Sie im https://www.ibm.com/developerworks/linux/linux390/documentation_suse.html.

5.2.1 Systemanforderungen Edit source

Dieser Abschnitt enthält eine Liste der Hardwarekomponenten für IBM Z, die von SUSE Linux Enterprise Server unterstützt werden. Als Nächstes wird die MicroCode-Ebene (MCL) erläutert, die in Ihrem IBM Z benutzt wird. Dies ist äußerst wichtig für die Installation. Zusätzliche Software, die installiert werden und für die Installation genutzt werden kann, wird am Ende dieses Abschnitts aufgeführt.

5.2.1.1 Hardware Edit source

SUSE Linux Enterprise Server wird auf folgenden Plattformen ausgeführt:

  • IBM zEnterprise System z196 (2817)

  • IBM zEnterprise System z114 (2818)

  • IBM zEnterprise EC12 (zEC12) (2827)

  • IBM zEnterprise BC12 (zBC12) (2828)

  • IBM z Systems z13 (2964)

  • IBM z Systems z13s (2965)

  • IBM z Systems z14 (3906)

  • IBM z Systems z14 ZR1 (3907)

  • IBM z Systems z15 (8561)

  • IBM LinuxONE Emperor (2964)

  • IBM LinuxONE Rockhopper (2965)

  • IBM LinuxONE Emperor II (3906)

  • IBM LinuxONE Rockhopper II (3907)

  • IBM LinuxONE Emperor III (8561)

5.2.1.1.1 Speicheranforderungen Edit source

Für verschiedene Installationsmethoden gelten bei der Installation unterschiedliche Speicheranforderungen. Nach Abschluss der Installation kann der Systemadministrator den Arbeitsspeicher auf die gewünschte Größe reduzieren. Für die Textmodus-Installation unter z/VM, LPAR und KVM wird ein Arbeitsspeicher mit mindestens 1 GB empfohlen. Für die Installation im Grafikmodus ist ein Arbeitsspeicher mit mindestens 1,5 GB erforderlich.

Anmerkung
Anmerkung: Speicheranforderungen mit Ferninstallationsquellen

Ein Arbeitsspeicher mit mindestens 512 MB ist für die Installation von NFS-, FTP- und SMB-Installationsquellen erforderlich oder wenn VNC verwendet wird. Denken Sie auch daran, dass die Anzahl der für den z/VM-Gast oder das LPAR-Image sichtbaren Geräte die Speicheranforderungen beeinflusst. Die Installation mit vielen zugänglichen Geräten (selbst wenn sie für die Installation nicht verwendet werden) kann mehr Speicher erfordern.

5.2.1.1.2 Festplattenspeicher, Anforderungen Edit source

Die Anforderungen an die Festplatte hängen im Wesentlichen von der Installation ab. Gewöhnlich benötigen Sie mehr Speicherplatz als die Installationssoftware alleine, damit ein System ordnungsgemäß arbeitet. Mindestanforderungen für verschiedene Optionen:

800 MB

Minimalinstallation

1,4 GB

Minimalinstallation + Basissystem

2,6 GB

Standardinstallation

3,6 GB+

Empfohlen (mit grafischem Desktop, Entwicklungspaketen und JAVA).

5.2.1.1.3 Netzwerkverbindung Edit source

Für die Kommunikation mit dem SUSE Linux Enterprise Server-System ist eine Netzwerkverbindung erforderlich. Dabei kann es sich um eine oder mehrere der folgenden Verbindungen oder Netzwerkkarten handeln:

  • OSA Express Ethernet (einschließlich Fast und Gigabit Ethernet)

  • HiperSockets oder Gast-LAN

  • 10 GBE, VSWITCH

  • RoCE (RDMA over Converged Ethernet)

Folgende Schnittstellen sind noch enthalten, werden aber nicht mehr unterstützt:

  • CTC (oder virtuelles CTC)

  • ESCON

  • IP-Netzwerkschnittstelle für IUCV

Für Installationen unter KVM müssen die folgenden Anforderungen erfüllt sein, damit dem VM-Gast ein transparenter Zugang zum Netzwerk ermöglicht wird:

  • Die virtuelle Netzwerkschnittstelle muss mit einer Host-Netzwerkschnittstelle verbunden sein.

  • Die Host-Netzwerkschnittstelle muss mit einem Netzwerk verbunden sein, dem der virtuelle Server beitritt.

  • Wenn der Host mit einer redundanten Netzwerkverbindung konfiguriert ist, bei der zwei unabhängige OSA-Netzwerk-Ports zu einer Bonding-Netzwerkschnittstelle gruppiert sind, gilt für die Bonding-Netzwerkschnittstelle die Kennung bond0. Falls mehr als eine Bonding-Schnittstelle vorhanden ist, lauten sie bond1, bond2 usw.

  • Für die Einrichtung einer nicht redundanten Netzwerkverbindung ist die Kennung der einzelnen Netzwerkschnittstelle erforderlich. Die Kennung hat das Format enccw0.0.NNNN, wobei NNNN für die Gerätenummer der gewünschten Netzwerkschnittstelle steht.

5.2.1.2 MicroCode-Ebene, APARs und Korrekturen Edit source

Eine Dokumentation zu den Einschränkungen und Anforderungen für diese Version von SUSE Linux Enterprise Server finden Sie bei IBM developerWorks unter http://www.ibm.com/developerworks/linux/linux390/documentation_suse.html. Es wird empfohlen, immer den höchsten verfügbaren Service-Level zu verwenden. Erfragen Sie die Mindestanforderungen bei Ihrem IBM-Support.

5.2.1.2.1 z/VM Edit source
  • z/VM 6.3 (Sie sollten zur Verbesserung der qclib-Ausgabe unbedingt APAR VM65419 (oder höher) installieren)

  • z/VM 6.4

  • z/VM 7.1

Besprechen Sie die Installationsreihenfolge mit Ihrem IBM-Support, da es eventuell erforderlich ist, die VM APARs vor der Installation der neuen MicroCode-Levels zu aktivieren.

5.2.1.3 Software Edit source

Beim Installieren von SUSE Linux Enterprise Server über nicht-Linux-gestütztes NFS oder FTP können Probleme mit der NFS- oder FTP-Serversoftware auftreten. Der Windows-Standard-FTP-Server kann Fehler verursachen, daher wird auf diesen Rechnern generell eine Installation über SMB empfohlen.

Zum Herstellen einer Verbindung mit dem SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem ist eine der folgenden Methoden erforderlich (SSH oder VNC wird empfohlen):

SSH mit Terminalemulation (xterm-kompatibel)

SSH ist ein Unix-Standardwerkzeug, das auf den meisten Unix- oder Linux-Systemen vorhanden ist. Für Windows können Sie den Putty SSH-Client verwenden, der unter http://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty/ verfügbar ist.

VNC-Client

Für Linux ist der VNC-Client vncviewer in SUSE Linux Enterprise Server als Teil des Pakets tightvnc enthalten. Für Windows ist TightVNC ebenfalls erhältlich. Laden Sie es von http://www.tightvnc.com/ herunter.

X-Server

Suchen Sie eine geeignete X-Server-Implementierung auf jedem beliebigen Linux- oder Unix-Arbeitsplatzrechner. Für Windows und macOS sind zahlreiche kommerzielle X-Window-Systemumgebungen erhältlich. Einige davon können als kostenlose Testversionen heruntergeladen werden. Eine Testversion von Mocha X Server von MochaSoft kann unter http://www.mochasoft.dk/freeware/x11.htm bezogen werden.

Tipp
Tipp: Zusätzliche Informationsquellen

Lesen Sie vor der Installation von SUSE Linux Enterprise Server unter IBM Z die README-Datei, die sich im root-Verzeichnis des ersten Installationsmediums von SUSE Linux Enterprise Server befindet. Mit dieser Datei ist die vorliegende Dokumentation abgeschlossen.

5.2.2 Installationsarten Edit source

In diesem Abschnitt finden Sie einen Überblick über die verschiedenen Installationstypen, die für SUSE Linux Enterprise Server auf IBM Z zur Auswahl stehen. SUSE Linux Enterprise Server kann in einer LPAR, als Gast in z/VM oder als Gast in KVM installiert werden.

Abhängig vom Modus der Installation (LPAR oder z/VM) gibt es verschiedene Möglichkeiten zum Start des Installationsvorgangs und Ausführen eines IPL-Vorgangs für das installierte System.

5.2.2.1 LPAR Edit source

Wenn Sie SUSE Linux Enterprise Server für IBM Z in eine logische Partition (LPAR) installieren, weisen Sie der Instanz die nötigen Arbeitsspeicher- und Prozessorressourcen zu. Installation in LPAR wird für stark belastete Produktionscomputer empfohlen. Durch die Ausführung in einer LPAR stehen außerdem höhere Sicherheitsstandards zur Verfügung. Netzwerkverbindungen zwischen LPARs werden über externe Schnittstellen oder Hipersockets ermöglicht. Wenn Sie die Installation für die Virtualisierung mit KVM einsetzen möchten, wird die Installation in einer LPAR dringend empfohlen.

5.2.2.2 z/VM Edit source

Die Ausführung von SUSE Linux Enterprise Server für IBM Z in z/VM bedeutet, dass SUSE Linux Enterprise Server als Gastsystem in z/VM fungiert. Ein Vorteil dieses Modus ist, dass Sie von z/VM die volle Kontrolle über SUSE Linux Enterprise Server haben. Dies ist sehr nützlich für Kernel-Entwicklung oder Kernel-basierte Fehlersuche. Es ist auch sehr einfach, Hardware zu Linux-Gästen hinzuzufügen oder von ihnen zu entfernen. Das Anlegen von SUSE Linux Enterprise Server-Gästen ist unkompliziert und Sie können Hunderte von Linux-Instanzen gleichzeitig ausführen.

5.2.2.3 KVM-Gast Edit source

Damit SUSE Linux Enterprise Server für IBM Z als KVM-Gast installiert werden kann, muss eine Instanz des KVM-Hostservers in der logischen Partition (LPAR) installiert sein. Weitere Informationen zur Installation von Gästen finden Sie in Prozedur 5.3, „Überblick über die Installation eines KVM-Gasts“.

5.2.3 IPL-Optionen Edit source

Dieser Abschnitt bietet die Informationen, die Sie zur Ausführung eines IPL für die erste Installation benötigen. Abhängig von der Art der Installation müssen unterschiedliche Optionen verwendet werden. Es werden der VM-Reader, das Laden von CD-ROM oder von einem Server sowie das Laden von einer per SCSI verbundenen DVD-ROM vorgestellt. Die Installation der Softwarepakete, die über das Netzwerk erfolgt, benötigt das IPL-Medium nicht.

5.2.3.1 VM Reader Edit source

Übertragen Sie für die Ausführung des IPL von einem VM-Reader zunächst die erforderlichen Dateien in den Reader. Zur Vereinfachung der Administration wird empfohlen, den Benutzer linuxmnt anzulegen, der eine Minidisk mit den Dateien und Skripten besitzt, die für IPL benötigt werden. Auf diese Minidisk greifen dann die Linux-Gäste im Nur-Lese-Modus zu. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 5.3.4.2.1, „IPL vom z/VM-Reader“.

5.2.3.2 Laden von einem Wechselmedium oder einem Server Edit source

Laden Sie für den IPL-Vorgang auf eine LPAR das Kernel-Image entweder direkt vom CD/DVD-ROM-Gerät der SE oder HMC oder von jedem Remote-System, das über FTP zugänglich ist. Diese Funktion kann von der HMC ausgeführt werden. Für die Installation ist eine Datei mit einer Zuordnung des Speicherorts der Installationsdaten im Dateisystem sowie den Arbeitsspeicherpositionen erforderlich, an die die Daten kopiert werden sollen.

Für SUSE Linux Enterprise Server gibt es zwei Dateien. Beide befinden sich im Stammverzeichnis des ersten Installationsmediums:

  • suse.ins: Damit diese Datei funktioniert, müssen Sie den Netzwerkzugriff in Linuxrc einrichten, bevor Sie die Installation starten.

  • susehmc.ins: Hiermit können Sie die Installation ohne Netzwerkzugriff ausführen.

Erweitern Sie im linken Navigationsbereich der HMC den Eintrag Systems Management (Systemverwaltung) › Systeme, und wählen Sie das Mainframe-System aus, mit dem Sie arbeiten möchten. Wählen Sie die LPAR, in der SUSE Linux Enterprise Server gebootet werden soll, in der Tabelle der LPARs aus, und wählen Sie Load from Removable Media or Server (Von Wechselmedium oder Server laden).

Wählen Sie Hardware Management Console CD-ROM/DVD (CD-ROM/DVD der HMC) oder FTP Source (FTP-Quelle) aus. Bei Auswahl der letzteren Option müssen Sie die Adresse oder den Namen des Servers und Ihren Berechtigungsnachweis eingeben. Falls sich die entsprechende .ins-Datei nicht im root-Verzeichnis des Servers befindet, müssen Sie den Pfad dieser Datei angeben. Navigieren Sie zum Menü Select the software to load (Zu ladende Software auswählen) und wählen Sie dort den Eintrag für die entsprechende .ins-Datei aus. Starten Sie die Installation mit OK.

5.2.3.3 Laden von einer per SCSI verbundenen DVD Edit source

Zur Ausführung von IPL von einer SCSI-DVD benötigen Sie Zugriff auf einen FCP-Adapter, der mit einem DVD-Laufwerk verbunden ist. Darüber hinaus benötigen Sie Werte wie die WWPN und die LUN vom SCSI-Laufwerk. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 5.3.4.1.2, „IPL von per FCP angeschlossener SCSI-DVD“.

5.2.3.4 Laden vom Netzwerk mit zPXE Edit source

Zur Ausführung von IPL vom Netzwerk mit zPXE ist ein Cobbler-Server mit Kernel, RAM-Datenträger und parmfile erforderlich. Es wird durch Ausführung des ZPXE EXEC-Skripts initiiert. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 5.3.1.3, „Verwenden eines Cobbler-Servers für zPXE“. zPXE ist nur auf z/VM verfügbar.

5.3 Vorbereitung der Installation Edit source

In diesem Abschnitt erfahren Sie, wie Sie die Daten zur Installation bereitstellen, SUSE Linux Enterprise Server mit verschiedenen Methoden installieren und den IPL-Vorgang des SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystems vorbereiten und ausführen. Das Kapitel enthält auch Informationen zur Netzwerkkonfiguration und Netzwerkinstallation.

5.3.1 Bereitstellen der Installationsdaten Edit source

In diesem Abschnitt finden Sie ausführliche Informationen dazu, wie Sie die Installationsdaten für SUSE Linux Enterprise Server auf IBM Z zur Installation bereitstellen. Je nach Computer- und Systemumgebung treffen Sie eine Auswahl zwischen der NFS- oder FTP-Installation. Wenn Sie in Ihrer Umgebung Microsoft Windows-Arbeitsstationen ausführen, können Sie auch das Windows-Netzwerk einschließlich des SMB-Protokolls für die Installation von SUSE Linux Enterprise Server auf dem IBM Z-System verwenden.

Tipp
Tipp: IPL von DVD

Der IPL-Vorgang kann von DVD ausgeführt werden und die DVD kann als Installationsmedium herangezogen werden. Dies ist besonders praktisch, wenn Beschränkungen für das Einrichten eines Installationsservers bestehen, der Installationsmedien über das Netzwerk bereitstellt. Voraussetzung ist ein per FCP angeschlossenes SCSI-DVD-Laufwerk.

Anmerkung
Anmerkung: Keine Installation von einer Festplatte

Es ist nicht möglich, von einer Festplatte zu installieren, indem der Inhalt der DVD auf eine Partition auf einem DASD kopiert wird.

5.3.1.1 Verwenden einer DVD für Linux Workstation oder SUSE Linux Enterprise Server Edit source

Sie können einen Linux-Arbeitsplatzrechner in Ihrer Rechnerumgebung ausführen, um die Installationsdaten dem IBM Z-Installationsvorgang mit NFS oder FTP bereitzustellen. Wenn der Linux-Arbeitsplatzrechner unter SUSE Linux Enterprise Server ausgeführt wird, können Sie einen Installationsserver (NFS oder FTP) über das YaST-Modul Installation Server einrichten, wie in Abschnitt 16.1, „Einrichten eines Installationsservers mithilfe von YaST“ beschrieben.

Wichtig
Wichtig: Export eingehängter Geräte über NFS

Durch das Exportieren des Dateisystem-root (/) werden eingehängte Geräte (z. B. DVD) nicht automatisch exportiert. Daher müssen Sie den Einhängepunkt unter /etc/exports explizit benennen:

/media/dvd  *(ro)

Starten Sie nach dem Ändern dieser Datei den NFS-Server mit dem Befehl sudo systemctl restart nfsserver neu.

Die Einrichtung eines FTP-Servers auf einem Linux-System umfasst die Installation und Konfiguration der Serversoftware, beispielsweise vsftpd. Wenn Sie SUSE Linux Enterprise Server verwenden, lesen Sie die Installationsanweisungen im Kapitel 36, Einrichten eines FTP-Servers mit YaST. Da ein Download der Installationsdaten über eine anonyme Anmeldung nicht unterstützt wird, müssen Sie den FTP-Server für die Unterstützung der Benutzerauthentifizierung konfigurieren.

5.3.1.1.1 SUSE Linux Enterprise Server auf DVD Edit source

Das erste Installationsmedium des SUSE Linux Enterprise Server für IBM Z enthält ein bootfähiges Linux-Image für Intel-gestützte Arbeitsplatzrechner sowie ein Image für IBM Z.

Booten Sie bei Intel-basierten Arbeitsplatzrechnern von diesem Medium. Wählen Sie bei Aufforderung die gewünschte Antwortsprache und Tastaturbelegung und wählen Sie Rettungssystem starten aus. Hierfür sind mindestens 64 MB RAM erforderlich. Festplattenspeicher wird nicht benötigt, da sich das gesamte Rettungssystem im RAM des Arbeitsplatzrechners befindet. Für diesen Ansatz muss das Networking des Arbeitsplatzrechners manuell eingerichtet werden.

Führen Sie für IBM Z für Ihre LPAR/Ihren VM-Gast IPL von diesem Medium aus, wie in Abschnitt 5.3.4.1.2, „IPL von per FCP angeschlossener SCSI-DVD“ beschrieben. Nach Eingabe Ihrer Netzwerkparameter behandelt das Installationssystem das Medium als Quelle der Installationsdaten. Da an IBM Z kein X11-fähiges Terminal direkt angeschlossen werden kann, wählen Sie zwischen VNC- und SSH-Installation. SSH bietet auch eine grafische Installation durch Tunneling der X-Verbindung über SSH mit ssh -X.

5.3.1.2 Mit einer Microsoft Windows-Arbeitsstation Edit source

Sie können die Installationsmedien auf einer Microsoft Windows-Arbeitsstation in Ihrem Netzwerk zur Verfügung stellen. Am einfachsten gelingt dies mit dem SMB-Protokoll. Aktivieren Sie in jedem Fall SMB über TCP/IP, da hierdurch die Verkapselung von SMB-Paketen in TCP/IP-Pakete ermöglicht wird. Detaillierte Informationen finden Sie in der Windows-Online-Hilfe bzw. in anderen Windows-Dokumentationen, die sich auf Netzwerke beziehen.

5.3.1.2.1 Verwenden von SMB Edit source

Sie stellen die Installationsmedien mit SMB zur Verfügung, indem Sie das USB-Flash-Laufwerk mit SLE-15-SP3-Online-ARCH-GM-media1.iso am USB-Port der Windows-Arbeitsstation anschließen. Erstellen Sie dann unter Verwendung des Laufwerkbuchstabens des USB-Flash-Laufwerks eine neue Freigabe und stellen Sie sie für sämtliche Benutzer im Netzwerk bereit.

Der Installationspfad in YaST kann wie folgt lauten:

smb://DOMAIN;USER:PW@SERVERNAME/SHAREPATH

Die Platzhalter bedeuten dabei Folgendes:

DOMAIN

Optionale Arbeitsgruppe oder Active Directory-Domäne.

USER, PW

Optionaler Benutzername und Passwort eines Benutzers, der auf diesen Server und seine Freigabe zugreifen kann.

SERVERNAME

Name des Servers, auf dem sich die Freigabe(n) befinden.

SHAREPATH

Pfad für die Freigabe(n).

5.3.1.2.2 Mit NFS Edit source

Ziehen Sie die im Lieferumfang des Drittanbieter-Produkts enthaltene Dokumentation zurate, mit dem NFS-Serverdienste für Ihre Windows-Arbeitsstation aktiviert werden. Das USB-Flash-Laufwerk mit dem Medium SLE-15-SP3-Online-ARCH-GM-media1.iso muss sich im verfügbaren NFS-Pfad befinden.

5.3.1.2.3 FTP verwenden Edit source

Ziehen Sie die im Lieferumfang des Drittanbieter-Produkts enthaltene Dokumentation zurate, mit dem FTP-Serverdienste auf Ihrer Windows-Arbeitsstation aktiviert werden. Das USB-Flash-Laufwerk mit dem Medium SLE-15-SP3-Online-ARCH-GM-media1.iso muss sich im verfügbaren FTP-Pfad befinden.

Der in bestimmten Versionen von Microsoft Windows enthaltene FTP-Server implementiert lediglich eine Teilmenge des FTP-Kommandosatzes und ist für die Bereitstellung der Installationsdaten nicht geeignet. Verwenden Sie in diesem Fall einen FTP-Server eines Drittanbieters, der die erforderliche Funktionalität bietet.

5.3.1.2.4 Verwenden eines per FCP angeschlossenen SCSI-DVD-Laufwerks Edit source

Nachdem Sie den IPL-Vorgang, wie in Abschnitt 5.3.4.1.2, „IPL von per FCP angeschlossener SCSI-DVD“ beschrieben, durchgeführt haben, verwendet das Installationssystem die DVD als Installationsmedium. In diesem Fall benötigen Sie die Installationsmedien nicht auf einem FTP-, NFS- oder SMB-Server. Sie benötigen jedoch die Netzwerkkonfigurationsdaten für Ihren SUSE Linux Enterprise Server, da Sie das Netzwerk während der Installation zur Ausführung einer grafischen Installation über VNC oder X-Tunneling durch SSH einrichten müssen.

5.3.1.3 Verwenden eines Cobbler-Servers für zPXE Edit source

Zur Ausführung von IPL vom Netzwerk ist ein Cobbler-Server mit Kernel, initrd und Installationsdaten erforderlich. Der Cobbler-Server wird in den folgenden Schritten vorbereitet:

5.3.1.3.1 Importieren der Installationsdaten Edit source

Zum Importieren der Medien muss die Installationsquelle auf dem Cobbler-Server verfügbar sein – wahlweise als USB-Flash-Laufwerk oder als Netzwerkquelle. Führen Sie den folgenden Befehl aus, um die Daten zu importieren:

tux > sudo cobbler import --path=PATH1 --name=IDENTIFIER2 --arch=s390x

1

Einhängepunkt der Installationsdaten.

2

Eine Zeichenkette, die das importierte Produkt bezeichnet, z. B. sles15_s390x. Diese Zeichenkette wird als Name für das Unterverzeichnis verwendet, in das die Installationsdaten kopiert werden. Auf einem Cobbler-Server unter SUSE Linux Enterprise ist dies /srv/www/cobbler/ks_mirror/IDENTIFIER. Wenn Cobbler unter einem anderen Betriebssystem ausgeführt wird, gilt ggf. ein anderer Pfad.

5.3.1.3.2 Hinzufügen einer Distribution Edit source

Durch das Hinzufügen einer Distribution kann Cobbler die für IPL erforderlichen Bestandteile (Kernel und initrd) über zPXE bereitstellen. Zum Hinzufügen von SUSE Linux Enterprise Server für IBM Z führen Sie das folgende Kommando auf dem Cobbler-Server aus:

tux > sudo cobbler distro add --arch=s390 --breed=suse --name="IDENTIFIER"1 \
  --os-version=sles152 \
  --initrd=/srv/www/cobbler/ks_mirror/IDENTIFIER/boot/s390x/initrd3 \
  --kernel=/srv/www/cobbler/ks_mirror/IDENTIFIER/boot/s390x/linux4 \
  --kopts="install=http://cobbler.example.com/cobbler/ks_mirror/IDENTIFIER"5

1

Eindeutige Kennung für die Distribution, beispielsweise SLES 15 SP3 IBM Z.

2

Kennung für das Betriebssystem. Verwenden Sie sles15.

3

Path für initrd. Der erste Teil des Pfads (/srv/www/cobbler/ks_mirror/IDENTIFIER/) ist abhängig vom Speicherort der importierten Daten und dem Namen des Unterverzeichnisses, den Sie beim Importieren der Installationsdaten angegeben haben.

4

Pfad des Kernels. Der erste Teil des Pfads (/srv/www/cobbler/ks_mirror/IDENTIFIER/) ist abhängig vom Speicherort der importierten Daten und dem Namen des Unterverzeichnisses, den Sie beim Importieren der Installationsdaten angegeben haben.

5

URL des Installationsverzeichnisses auf dem Cobbler-Server.

5.3.1.3.3 Anpassen des Profils Edit source

Durch Hinzufügen einer Distribution (weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 5.3.1.3.2, „Hinzufügen einer Distribution“) wird automatisch ein Profil mit dem entsprechenden IDENTIFIER generiert. Mit dem folgenden Befehl nehmen Sie einige erforderliche Anpassungen vor:

tux > sudo cobbler distro edit \
--name=IDENTIFIER1 --os-version=sles102 --ksmeta=""3
--kopts="install=http://cobbler.example.com/cobbler/ks_mirror/IDENTIFIER"4

1

Kennung für das Profil. Verwenden Sie die Zeichenkette, die Sie beim Hinzufügen der Distribution angegeben haben.

2

Version des Betriebssystems. Distribution, für die das Profil gelten soll. Verwenden Sie die Zeichenkette, die Sie mit --name=IDENTIFIER beim Importieren festgelegt haben.

3

Erforderliche Option zum Erstellen von Vorlagen für Kickstart-Dateien. Lassen Sie das Feld für diese Option leer, da sie für SUSE nicht verwendet wird.

4

Durch Komma getrennte Liste der Kernel-Parameter. Sie muss mindestens den Parameter install enthalten.

5.3.1.3.4 Hinzufügen von Systemen Edit source

Als letzten Schritt fügen Sie Systeme zum Cobbler-Server hinzu. Dieser Schritt muss für jeden IBM Z-Gast ausgeführt werden, der über zPXE booten sollte. Gäste werden durch ihre z/VM-Benutzer-ID gekennzeichnet (im folgenden Beispiel die ID linux01). Beachten Sie, dass die ID in Kleinbuchstaben geschrieben werden muss. Führen Sie den folgenden Befehl aus, um ein System hinzuzufügen:

tux > sudo cobbler system add --name=linux01 --hostname=linux01.example.com \
--profile=IDENTIFIER --interface=qdio \
--ip-address=192.168.2.103 --subnet=192.168.2.255 --netmask=255.255.255.0 \
--name-servers=192.168.1.116 --name-servers-search=example.com \
--gateway=192.168.2.1 --kopts="KERNEL_OPTIONS"

Mit der Option --kopts geben Sie den Kernel und die Installationsparameter an, die normalerweise in der Parameterdatei angegeben sind. Geben Sie die Parameter im folgenden Format an: PARAMETER1=VALUE1 PARAMETER2=VALUE2. Das Installationsprogramm fordert Sie zur Eingabe der fehlenden Parameter auf. Für eine vollständig automatisierte Installation müssen Sie alle Parameter für Netzwerke und DASDs angeben und eine AutoYaST-Datei bereitstellen. Nachfolgend sehen Sie ein Beispiel für einen Gast mit einer OSA-Schnittstelle, der die obigen Netzwerkparameter nutzt.

--kopts=" \
AutoYaST=http://192.168.0.5/autoinst.xml \
Hostname=linux01.example.com \
Domain=example.com \
HostIP=192.168.2.103 \
Gateway=192.168.2.1 \
Nameserver=192.168.1.116 \
Searchdns=example.com \
InstNetDev=osa; \
Netmask=255.255.255.0 \
Broadcast=192.168.2.255 \
OsaInterface=qdio \
Layer2=0 \
PortNo=0 \
ReadChannel=0.0.0700 \
WriteChannel=0.0.0701 \
DataChannel=0.0.0702 \
DASD=600"

5.3.1.4 Installieren von einem USB-Flash-Laufwerk der HMC Edit source

Für die Installation von SUSE Linux Enterprise Server auf IBM Z-Servern ist normalerweise eine Netzwerkinstallationsquelle erforderlich. Ist diese Anforderung nicht erfüllt, lässt SUSE Linux Enterprise Server das USB-Flash-Laufwerk der Hardware Management Console (HMC) als Installationsquelle für die Installation auf einer LPAR zu.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Installation vom USB-Flash-Laufwerk der HMC durchzuführen:

  • Fügen Sie install=hmc:/ zur parmfile (weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 5.6, „Die Parmfile – Automatisierte Systemkonfiguration“) oder zu den Kernel-Optionen hinzu.

  • Verwenden Sie linuxrc für die Installation im manuellen Modus, wählen Sie Installation starten, dann Installation und schließlich Hardware Management Console. Das Installationsmedium muss sich in der HMC befinden.

Wichtig
Wichtig: Konfigurieren des Netzwerks

Geben Sie vor der Installation eine Netzwerkkonfiguration in linuxrc an. Dies ist nicht über Boot-Parameter möglich und Sie benötigen dazu sehr wahrscheinlich einen Netzwerkzugriff. Rufen Sie in linuxrc Start Installation (Installation starten) auf und wählen Sie dann Netzwerkkonfiguration aus.

Wichtig
Wichtig: Das Linux-System muss zuerst gebootet werden

Erteilen Sie den Zugriff auf die Medien auf dem USB-Flash-Laufwerk der HMC erst nach dem Booten des Linux-Systems. Der IPL-Vorgang kann die Verbindung zwischen der HMC und der LPAR stören. Falls beim ersten Versuch mit der beschriebenen Methode ein Fehler auftritt, können Sie den Zugriff erteilen und die Option HMC wiederholen.

Anmerkung
Anmerkung: Installations-Repository

Das USB-Flash-Laufwerk wird nicht als Installations-Repository beibehalten, weil die Installation ein einmaliger Vorgang ist. Falls Sie ein Installations-Repository benötigen, müssen Sie das Online-Repository registrieren und verwenden.

5.3.2 Installationsarten Edit source

In diesem Abschnitt werden die Installationsschritte von SUSE Linux Enterprise Server für jeden einzelnen Installationsmodus beschrieben. Folgen Sei nach Abschluss der in den vorigen Kapiteln beschriebenen Vorbereitungsschritte dem Überblick des gewünschten Installationsmodus.

Wie in Abschnitt 5.3.1, „Bereitstellen der Installationsdaten“ beschrieben gibt es drei verschiedene Installationsmodi für Linux auf IBM Z: LPAR, z/VM und die Installation eines KVM-Gasts.

Prozedur 5.1: Überblick über eine LPAR-Installation
  1. Bereiten Sie die für die Installation benötigten Geräte vor. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt 5.3.3.1, „IPL-Vorbereitung einer LPAR-Installation“.

  2. Führen Sie den IPL-(Initial Program Load-)Vorgang für das Installationssystem durch. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt 5.3.4.1, „Ausführen eines IPL-Vorgangs bei einer LPAR-Installation“.

  3. Konfigurieren Sie das Netzwerk. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt 5.3.5, „Netzwerkkonfiguration“.

  4. Stellen Sie eine Verbindung zum SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem her. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt 5.3.6, „Herstellen einer Verbindung zum SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem“.

  5. Starten Sie die Installation mit YaST, und führen Sie den IPL-Vorgang für das installierte System durch. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel 8, Installationsschritte.

Prozedur 5.2: Installationsüberblick über die z/VM-Installation
  1. Bereiten Sie die für die Installation benötigten Geräte vor. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt 5.3.3.2.1, „Hinzufügen eines Linux-Gasts mit dirMaint“.

  2. Führen Sie den IPL-(Initial Program Load-)Vorgang für das Installationssystem durch. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt 5.3.4.2, „Ausführen eines IPL-Vorgangs bei einer z/VM-Installation“.

  3. Konfigurieren Sie das Netzwerk. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt 5.3.5, „Netzwerkkonfiguration“.

  4. Stellen Sie eine Verbindung zum SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem her. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt 5.3.6, „Herstellen einer Verbindung zum SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem“.

  5. Starten Sie die Installation mit YaST, und führen Sie den IPL-Vorgang für das installierte System durch. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel 8, Installationsschritte.

Prozedur 5.3: Überblick über die Installation eines KVM-Gasts
  1. Erstellen Sie ein Image des virtuellen Datenträgers und schreiben Sie eine XML-Domänendatei. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt 5.3.3.3, „IPL-Vorbereitung der Installation eines KVM-Gasts“.

  2. Bereiten Sie das Installationsziel vor und führen Sie einen IPL-Vorgang für den VM-Gast (VM Guest) aus. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt 5.3.4.3, „Ausführen eines IPL-Vorgangs bei der Installation eines KVM-Gasts“.

  3. Abschnitt 5.3.5.3, „Einrichten des Netzwerks und Auswählen der Installationsquelle“.

  4. Stellen Sie eine Verbindung zum SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem her. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt 5.3.6, „Herstellen einer Verbindung zum SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem“.

  5. Starten Sie die Installation mit YaST, und führen Sie den IPL-Vorgang für das installierte System durch. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel 8, Installationsschritte.

5.3.3 Vorbereiten des IPL-Vorgangs für das SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem Edit source

5.3.3.1 IPL-Vorbereitung einer LPAR-Installation Edit source

Konfigurieren Sie Ihr IBM Z-System so, dass der Start im ESA/S390- oder Nur-Linux-Modus erfolgt (mit entsprechendem Aktivierungsprofil und IOCDS). Weitere Informationen finden Sie in der IBM-Dokumentation. Fahren Sie fort wie in Abschnitt 5.3.4.1, „Ausführen eines IPL-Vorgangs bei einer LPAR-Installation“ beschrieben.

5.3.3.2 IPL-Vorbereitung einer z/VM-Installation Edit source

5.3.3.2.1 Hinzufügen eines Linux-Gasts mit dirMaint Edit source

Zunächst werden ein oder mehrere DASDs im System hinzugefügt, zur Verwendung durch den Linux-Gast-Benutzer in z/VM. Dann wird ein neuer Benutzer in z/VM erstellt. Das Beispiel zeigt das Verzeichnis für einen Benutzer LINUX1 mit Passwort LINPWD, 1 GB Speicher (auf maximal 2 GB erweiterbar), mehreren Minidisks (MDISK), zwei CPUs und einem OSA-QDIO-Gerät.

Tipp
Tipp: Zuweisen von Speicher für z/VM-Gast-Benutzer

Wenn Sie einem z/VM-Gast Speicher zuweisen, vergewissern Sie sich, dass die Speichergröße auf den bevorzugten Installationstyp abgestimmt ist. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt 5.2.1.1.1, „Speicheranforderungen“. Um die Arbeitsspeichergröße auf 1 GB einzustellen, verwenden Sie den Befehl CP DEFINE STORAGE 1G. Setzen Sie nach dem Abschluss der Installation die Arbeitsspeichergröße auf den gewünschten Wert zurück.

Beispiel 5.1: Konfiguration eines z/VM-Verzeichnisses
USER LINUX1 LINPWD 1024M 2048M G
*____________________________________________
* LINUX1
*____________________________________________
* This VM Linux guest has two CPUs defined.

CPU 01 CPUID 111111
CPU 02 CPUID 111222
IPL CMS PARM AUTOCR
IUCV ANY
IUCV ALLOW
MACH ESA 10
OPTION MAINTCCW RMCHINFO
SHARE RELATIVE 2000
CONSOLE 01C0 3270 A
SPOOL 000C 2540 READER *
SPOOL 000D 2540 PUNCH A
SPOOL 000E 3203 A
* OSA QDIO DEVICE DEFINITIONS
DEDICATE 9A0 9A0
DEDICATE 9A1 9A1
DEDICATE 9A2 9A2
*
LINK MAINT 0190 0190 RR
LINK MAINT 019E 019E RR
LINK MAINT 019D 019D RR
* MINIDISK DEFINITIONS
MDISK 201 3390 0001 0050 DASD40 MR ONE4ME TWO4ME THR4ME
MDISK 150 3390 0052 0200 DASD40 MR ONE4ME TWO4ME THR4ME
MDISK 151 3390 0253 2800 DASD40 MR ONE4ME TWO4ME THR4ME

In diesem Beispiel wird Minidisk 201 als Home-Disk des Gast-Benutzers verwendet. Minidisk 150 mit 200 Zylindern ist das Linux-Auslagerungsgerät. Auf Disk 151 mit 2800 Zylindern wird die Linux-Installation verwaltet.

Fügen Sie nun als Benutzer MAINT den Gast mit DIRM FOR LINUX1 ADD dem Benutzerverzeichnis hinzu. Geben Sie den Namen des Gast-Benutzers ein (LINUX1) und drücken Sie F5. Verwenden Sie zur Einrichtung der Umgebung des Benutzers Folgendes:

DIRM DIRECT
DIRM USER WITHPASS

Das letzte Kommando gibt eine Reader-Dateinummer zurück Diese Nummer wird für den nächsten Befehl benötigt:

RECEIVE <number> USER DIRECT A (REPL)

Sie können sich nun als Gast-Benutzer LINUX1 anmelden.

Wenn die Option dirmaint nicht verfügbar ist, konsultieren Sie die IBM-Dokumentation dazu, wie dieser Benutzer eingerichtet wird.

Fahren Sie mit Abschnitt 5.3.4.2, „Ausführen eines IPL-Vorgangs bei einer z/VM-Installation“ fort.

5.3.3.3 IPL-Vorbereitung der Installation eines KVM-Gasts Edit source

Für die Installation eines KVM-Gasts sind eine XML-Domänendatei, in der die virtuelle Maschine definiert ist, und mindestens ein Image des virtuellen Datenträgers für die Installation erforderlich.

5.3.3.3.1 Erstellen eines Image des virtuellen Datenträgers Edit source

Standardmäßig sucht libvirt in /var/lib/libvirt/images/ auf dem VM-Hostserver nach Datenträger-Images. Images können auch an einer anderen Stelle im Dateisystem gespeichert werden, allerdings wird empfohlen, zur einfacheren Verwaltung alle Images zentral an einem Ort zu speichern. Melden Sie sich zum Erstellen eines Image beim KVM-Hostserver an und führen Sie folgendes Kommando aus:

qemu-img create -f qcow2 /var/lib/libvirt/images/s12lin_qcow2.img 10G

Dadurch wird ein qcow2-Image mit einer Größe von 10 GB in /var/lib/libvirt/images/ erstellt. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Section 34.2, “Managing disk images with qemu-img.

5.3.3.3.2 Schreiben einer XML-Domänendatei Edit source

Der VM-Gast wird in einer XML-Domänendatei definiert. Öffnen Sie zum Erstellen der XML-Domänendatei eine leere Datei (s15-1.xml) mit einem Editor und erstellen Sie eine Datei wie im folgenden Beispiel.

Beispiel 5.2: Beispiel einer XML-Domänendatei

Im folgenden Beispiel wird ein VM-Gast mit einer einzelnen CPU, 1 GB RAM und dem Image des virtuellen Datenträgers aus dem vorherigen Abschnitt (Abschnitt 5.3.3.3.1, „Erstellen eines Image des virtuellen Datenträgers“) erstellt. Es wird angenommen, dass der virtuelle Server an der Host-Netzwerkschnittstelle bond0 angeschlossen ist. Ändern Sie das Element für Ursprungsgeräte und passen Sie es an Ihre Netzwerkkonfiguration an.

<domain type="kvm">
 <name>s15-1</name>
 <description>Guest-System SUSE SLES15</description>
 <memory>1048576</memory>
 <vcpu>1</vcpu>
 <os>
  <type arch="s390x" machine="s390-ccw-virtio">hvm</type>
  <!-- Boot kernel - remove 3 lines after successfull installation -->
  <kernel>/var/lib/libvirt/images/s15-kernel.boot</kernel>
  <initrd>/var/lib/libvirt/images/s15-initrd.boot</initrd>
  <cmdline>linuxrcstderr=/dev/console</cmdline>
 </os>
 <iothreads>1</iothreads>
 <on_poweroff>destroy</on_poweroff>
 <on_reboot>restart</on_reboot>
 <on_crash>preserve</on_crash>
 <devices>
  <emulator>/usr/bin/qemu-system-s390x</emulator>
  <disk type="file" device="disk">
   <driver name="qemu" type="qcow2" cache="none" iothread="1" io="native"/>
   <source file="/var/lib/libvirt/images/s15lin_qcow2.img"/>
   <target dev="vda" bus="virtio"/>
  </disk>
  <interface type="direct">
   <source dev="bond0" mode="bridge"/>
   <model type="virtio"/>
  </interface>
  <console type="pty">
   <target type="sclp"/>
  </console>
 </devices>
</domain>

5.3.4 Ausführen des IPL-Vorgangs für das SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem Edit source

5.3.4.1 Ausführen eines IPL-Vorgangs bei einer LPAR-Installation Edit source

Für das Ausführen des IPL-Vorgangs für SUSE Linux Enterprise Server in einer LPAR stehen mehrere Methoden zur Auswahl. Die bevorzugte Vorgehensweise ist die Funktion Load from CD-ROM or server von SE bzw. HMC.

5.3.4.1.1 IPL von DVD-ROM Edit source

Markieren Sie die LPAR für die Installation und wählen Sie Load from CD-ROM or server aus. Lassen Sie das Feld für den Dateispeicherort frei oder geben Sie den Pfad zum Stammverzeichnis der ersten DVD-ROM ein und wählen Sie Fortfahren aus. Behalten Sie die Standardauswahl in der angezeigten Liste der Optionen bei. In den Kernel-Boot-Meldungen sollte nun Operating system messages angezeigt werden.

5.3.4.1.2 IPL von per FCP angeschlossener SCSI-DVD Edit source

Sie können den Load-Vorgang verwenden, indem Sie SCSI als Ladetyp für IPL von SCSI auswählen. Geben Sie den WWPN (Worldwide Port Name) und die LUN (Logical unit number) ein, die Ihre SCSI-Bridge oder Ihr SCSI-Speicher bereitstellt (16 Stellen – unterdrücken Sie auf keinen Fall die angehängten Nullen). Die Bootprogrammauswahl muss auf 2 stehen. Verwenden Sie Ihren FCP-Adapter als Ladeadresse und führen Sie einen IPL-Vorgang durch.

5.3.4.2 Ausführen eines IPL-Vorgangs bei einer z/VM-Installation Edit source

In diesem Abschnitt wird der IPL-Vorgang für das Installationssystem zur Installation von SUSE Linux Enterprise Server für IBM Z auf einem z/VM-System beschrieben.

5.3.4.2.1 IPL vom z/VM-Reader Edit source

Sie benötigen eine funktionierende TCP/IP-Verbindung und ein FTP-Clientprogramm in Ihrem neu definierten z/VM-Gast, um das Installationssystem über FTP zu übertragen. Die TCP/IP-Einrichtung für z/VM würde den Rahmen dieses Handbuchs sprengen. Ziehen Sie die entsprechende IBM-Dokumentation zurate.

Melden Sie sich für den IPL-Vorgang als z/VM-Linux-Gast-Benutzer an. Stellen Sie den Inhalt von Verzeichnis /boot/s390x des Unified Installer (Medium 1) in Ihrem Netzwerk über FTP bereit. Rufen Sie aus diesem Verzeichnis die Dateien linux, initrd, parmfile und sles.exec ab. Übertragen Sie die Dateien mit einer festen Blockgröße von 80 Zeichen. Geben Sie die Größe mithilfe des FTP-Kommandos locsite fix 80 an. linux (der Linux-Kernel) und initrd (das Installations-Image) müssen in jedem Fall als Binärdateien kopiert werden, Sie sollten folglich den binary-Übertragungsmodus verwenden. parmfile und sles.exec müssen im ASCII-Modus übertragen werden.

Im folgenden Beispiel werden die erforderlichen Schritte gezeigt. In diesem speziellen Szenario wird angenommen, dass der Zugriff auf die erforderlichen Dateien von einem FTP-Server mit IP-Adresse 192.168.0.3 möglich ist. Die Anmeldung erfolgt mit lininst.

Beispiel 5.3: Übertragen der Binärdateien über FTP
FTP 192.168.0.3
VM TCP/IP FTP Level 530
Connecting to 192.168.0.3, port 21
220 ftpserver FTP server (Version wu-2.4.2-academ[BETA-18](1)
Thu Feb 11 16:09:02 GMT 2010) ready.
USER
lininst
331 Password required for lininst
PASS
******
230 User lininst logged in.
Command:
binary
200 Type set to I
Command:
locsite fix 80
Command:
get /media/dvd1/boot/s390x/linux sles15.linux
200 PORT Command successful
150 Opening BINARY mode data connection for /media/dvd1/boot/s390x/linux
(10664192 bytes)
226 Transfer complete.
10664192 bytes transferred in 13.91 seconds.
Transfer rate 766.70 Kbytes/sec.
Command:
get /media/dvd1/boot/s390x/initrd sles12.initrd
200 PORT Command successful
150 Opening BINARY mode data connection for /media/dvd1/boot/s390x/initrd
(21403276 bytes)
226 Transfer complete.
21403276 bytes transferred in 27.916 seconds.
Transfer rate 766.70 Kbytes/sec.
Command:
ascii
200 Type set to A
Command:
get /media/dvd1/boot/s390x/parmfile sles12.parmfile
150 Opening ASCII mode data connection for /media/dvd1/boot/s390x/parmfile
(5 bytes)
226 Transfer complete.
5 bytes transferred in 0.092 seconds.
Transfer rate 0.05 Kbytes/sec.
Command:
get /media/dvd1/boot/s390x/sles.exec sles.exec
150 Opening ASCII mode data connection for /media/dvd1/boot/s390x/sles.exec
(891 bytes)
226 Transfer complete.
891 bytes transferred in 0.097 seconds.
Transfer rate 0.89 Kbytes/sec.
Command:
quit

Verwenden Sie das heruntergeladene REXX-Skript, sles.exec, um den IPL-Vorgang für das Linux-Installationssystem auszuführen. Mit diesem Skript werden Kernel, parmfile sowie der anfängliche RAM-Datenträger für den IPL-Vorgang in den Reader geladen.

Beispiel 5.4: SLES12 EXEC
/* REXX LOAD EXEC FOR SUSE LINUX S/390 VM GUESTS       */
/* LOADS SUSE LINUX S/390 FILES INTO READER            */
SAY ''
SAY 'LOADING SLES12 FILES INTO READER...'
'CP CLOSE RDR'
'PURGE RDR ALL'
'SPOOL PUNCH * RDR'
'PUNCH SLES12 LINUX A (NOH'
'PUNCH SLES12 PARMFILE A (NOH'
'PUNCH SLES12 INITRD A (NOH'
'IPL 00C'

Mithilfe dieses Skripts führen Sie den IPL-Vorgang für das SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem mit dem Kommando sles12 aus. Daraufhin wird der Linux-Kernel gestartet und gibt Boot-Meldungen aus.

Fahren Sie zur weiteren Installation mit Abschnitt 5.3.5, „Netzwerkkonfiguration“ fort.

5.3.4.2.2 IPL von per FCP angeschlossener SCSI-DVD Edit source

Bereiten Sie für die Ausführung des IPL-Vorgangs in z/VM den SCSI-IPL-Vorgang mithilfe des Parameters SET LOADDEV vor:

SET LOADDEV PORTNAME 200400E8 00D74E00 LUN 00020000 00000000 BOOT 2

Führen Sie nach der Festlegung des LOADDEV-Parameters mit den entsprechenden Werten den IPL-Vorgang Ihres FCP-Parameters durch, z. B.:

IPL FC00

Fahren Sie zur weiteren Installation mit Abschnitt 5.3.5, „Netzwerkkonfiguration“ fort.

5.3.4.2.3 IPL von einem Cobbler-Server mit zPXE Edit source

Zur Ausführung von IPL über einen Cobbler-Server mit zPXE übertragen Sie das Skript zpxe.rexx per FTP vom Cobbler-Server an den z/VM-Gast. Der z/VM-Gast benötigt dazu eine funktionsfähige TCP/IP-Verbindung und ein FTP-Client-Programm.

Melden Sie sich als z/VM Linux-Gast bei IPL an, und übertragen Sie das Skript mit einer festen Größe von 80 Zeichen im ASCII-Modus (ein Beispiel finden Sie im Beispiel 5.3, „Übertragen der Binärdateien über FTP“). Das Skript zpxe.rexx befindet sich auf der Unified Installer-DVD unter /boot/s390x/zpxe.rexx oder auf einem SLE-Cobbler-Server unter /usr/share/doc/packages/s390-tools/zpxe.rexx.

zpxe.rexx ersetzt die Datei PROFILE EXEC des Gasts. Fertigen Sie eine Sicherungskopie der vorhandenen Datei PROFILE EXEC an und benennen Sie ZPXE REXX in PROFILE EXEC um. Rufen Sie alternativ ZPXE REXX vom bestehenden PROFILE EXEC auf, indem Sie dort die Zeile 'ZPXE REXX' hinzufügen.

Im letzten Schritt erstellen Sie eine Konfigurationsdatei (ZPXE CONF), in der ZPXE REXX angewiesen wird, welcher Cobbler-Server kontaktiert und für welchen Datenträger der IPL-Vorgang ausgeführt werden soll. Führen Sie xedit zpxe conf a aus, und erstellen Sie ZPXE CONF mit dem folgenden Inhalt (Beispieldaten entsprechend ersetzen):

HOST cobbler.example.com
IPLDISK 600

Damit wird der Cobbler-Server bei der nächsten Anmeldung als z/VM-Gast verbunden. Wenn eine Installation auf dem Cobbler-Server geplant ist, so wird sie gestartet. Zum Planen der Installation führen Sie den folgenden Befehl auf dem Cobbler-Server aus:

tux > sudo cobbler system edit --name ID1 --netboot-enabled 12 --profile PROFILENAME3

1

z/VM-Benutzer-ID.

2

Aktivieren der IPL-Ausführung vom Netzwerk.

3

Name eines vorhandenen Profils (siehe Abschnitt 5.3.1.3.3, „Anpassen des Profils“).

5.3.4.3 Ausführen eines IPL-Vorgangs bei der Installation eines KVM-Gasts Edit source

Um mit der Installation des Gasts zu beginnen, müssen Sie zunächst den in Abschnitt 5.3.3.3.1, „Erstellen eines Image des virtuellen Datenträgers“ definierten VM-Gast starten. Stellen Sie vor Beginn sicher, dass der Kernel und initrd für IPL verfügbar sind.

5.3.4.3.1 Vorbereiten der Installationsquelle Edit source

Der Kernel und die initrd des Installationssystems müssen auf den VM-Hostserver kopiert werden, damit der IPL-Vorgang für den VM-Gast im Installationssystem möglich ist.

  1. Melden Sie sich am KVM-Host an und vergewissern Sie sich, dass Sie eine Verbindung zum Remote-Host oder dem Gerät herstellen können, der bzw. das die Installationsquelle bereitstellt.

  2. Kopieren Sie die folgenden beiden Dateien aus der Installationsquelle in /var/lib/libvirt/images/. Wenn die Daten von einem Remote-Host bereitgestellt werden, übertragen Sie diese mit ftp, sftp oder scp:

    /boot/s390x/initrd
    /boot/s390x/cd.ikr
  3. Benennen Sie die Dateien auf dem KVM-Host um:

    tux > sudo cd /var/lib/libvirt/images/
    tux > sudo mv initrd s15-initrd.boot
    tux > sudo mv cd.ikr s15-kernel.boot
5.3.4.3.2 IPL-Vorgang für den VM-Gast Edit source

Zur Ausführung des IPL-Vorgangs für den VM-Gast müssen Sie sich am KVM-Host anmelden und den folgenden Befehl ausführen:

tux > virsh  create s15-1.xml --console

Der Installationsvorgang startet, sobald der VM-Gast aktiv ist und ausgeführt wird. Sie sollten dann folgende Meldung sehen:

Domain s15-1 started
Connected to domain s15-1
Escape character is ^]
Initializing cgroup subsys cpuset
Initializing cgroup subsys cpu
Initializing
cgroup subsys cpuacct
.
.
Please make sure your installation medium is available.
Retry?
0) <-- Back <--
1) Yes
2) No

Beantworten Sie die Frage mit 2) No (Nein) und wählen Sie im nächsten Schritt Installation aus. Fahren Sie entsprechend den Anweisungen in Abschnitt 5.3.5.3, „Einrichten des Netzwerks und Auswählen der Installationsquelle“ fort.

5.3.5 Netzwerkkonfiguration Edit source

Warten Sie, bis der Kernel seine Startroutinen abgeschlossen hat. Wenn Sie die Installation im Basismodus oder in einer LPAR vornehmen, rufen Sie an der HMC bzw. in SE Operating System Messages auf.

Wählen Sie zunächst Installation starten im Hauptmenü linuxrc. Wählen Sie dann Installation oder Aktualisierung starten, um den Installationsvorgang zu starten. Wählen Sie Netzwerk als Installationsmedium und danach den Netzwerkprotokolltyp aus, den Sie zur Installation verwenden möchten. Abschnitt 5.3.1, „Bereitstellen der Installationsdaten“ beschreibt, wie die Installationsdaten für die unterschiedlichen Arten von Netzwerkverbindungen bereitgestellt werden. Zurzeit werden FTP, HTTP, NFS und SMB/CIFS (Windows-Dateifreigabe) unterstützt.

Wählen Sie aus der Liste der verfügbaren Geräte ein OSA- oder HiperSockets-Netzwerkgerät für den Empfang der Installationsdaten. Obwohl die Liste möglicherweise auch CTC-, ESCON- oder IUCV-Geräte enthält, werden diese jedoch unter SUSE Linux Enterprise Server nicht mehr unterstützt.

5.3.5.1 Konfigurieren einer HiperSockets-Schnittstelle Edit source

Wählen Sie ein HiperSocket-Gerät aus der Liste der Netzwerkgeräte aus. Geben Sie dann die Werte für den Lese-, Schreib- und Datenkanal ein:

Beispiel 5.5: Unterstützte Netzwerkverbindungstypen und Treiberparameter
Choose the network device.

 1) IBM parallel CTC Adapter (0.0.0600)
 2) IBM parallel CTC Adapter (0.0.0601)
 3) IBM parallel CTC Adapter (0.0.0602)
 4) IBM Hipersocket (0.0.0800)
 5) IBM Hipersocket (0.0.0801)
 6) IBM Hipersocket (0.0.0802)
 7) IBM OSA Express Network card (0.0.0700)
 8) IBM OSA Express Network card (0.0.0701)
 9) IBM OSA Express Network card (0.0.0702)
10) IBM OSA Express Network card (0.0.f400)
11) IBM OSA Express Network card (0.0.f401)
12) IBM OSA Express Network card (0.0.f402)
13) IBM IUCV

> 4

Device address for read channel. (Enter '+++' to abort).
[0.0.0800]> 0.0.0800

Device address for write channel. (Enter '+++' to abort).
[0.0.0801]> 0.0.0801

Device address for data channel. (Enter '+++' to abort).
[0.0.0802]> 0.0.0802

5.3.5.2 Konfigurieren eines OSA Express-Geräts Edit source

Wählen Sie ein OSA Express-Gerät aus der Liste der Netzwerkgeräte aus, und geben Sie eine Portnummer an. Geben Sie die Nummer für den Lese-, Schreib- und Datenkanal ein. Wählen Sie, ob die Unterstützung von OSI-Schicht 2 aktiviert werden soll.

Die Portnummer ist für die neuen OSA Express 3-Netzwerkgeräte mit 2 Ports erforderlich. Wenn Sie kein OSA Express 3-Gerät verwenden, geben Sie 0 ein. OSA Express-Karten können auch im OSI layer 2 support-Modus oder dem älteren und üblicheren layer 3-Modus ausgeführt werden. Der Kartenmodus beeinflusst alle Systeme, die das Gerät gemeinsam nutzen, einschließlich Systeme auf anderen LPARs. Geben Sie im Zweifelsfall 2 an, um Kompatibilität mit dem Standardmodus zu erreichen, den andere Betriebssysteme wie z/VM und z/OS verwenden. Erfragen Sie weitere Informationen zu diesen Optionen bei Ihrem Hardware-Administrator.

Beispiel 5.6: Treiberparameter für das Netzwerkgerät
Choose the network device.

 1) IBM parallel CTC Adapter (0.0.0600)
 2) IBM parallel CTC Adapter (0.0.0601)
 3) IBM parallel CTC Adapter (0.0.0602)
 4) IBM Hipersocket (0.0.0800)
 5) IBM Hipersocket (0.0.0801)
 6) IBM Hipersocket (0.0.0802)
 7) IBM OSA Express Network card (0.0.0700)
 8) IBM OSA Express Network card (0.0.0701)
 9) IBM OSA Express Network card (0.0.0702)
10) IBM OSA Express Network card (0.0.f400)
11) IBM OSA Express Network card (0.0.f401)
12) IBM OSA Express Network card (0.0.f402)
13) IBM IUCV

> 7

Enter the relative port number. (Enter '+++' to abort).
> 0

Device address for read channel. (Enter '+++' to abort).
[0.0.0700]> 0.0.0700

Device address for write channel. (Enter '+++' to abort).
[0.0.0701]> 0.0.0701

Device address for data channel. (Enter '+++' to abort).
[0.0.0702]> 0.0.0702

Enable OSI Layer 2 support?

0) <-- Back <--
1) Yes
2) No

> 1

MAC address. (Enter '+++' to abort).
> +++

5.3.5.3 Einrichten des Netzwerks und Auswählen der Installationsquelle Edit source

Nachdem Sie alle Parameter für das Netzwerkgerät eingegeben haben, wird der zugehörige Treiber installiert und die entsprechenden Kernel-Meldungen werden angezeigt.

Als Nächstes müssen Sie angeben, ob die automatische DHCP-Konfiguration für die Einrichtung der Netzwerkschnittstellenparameter verwendet werden soll. Wählen Sie NEIN, da DHCP nur auf wenigen Geräten ausgeführt wird und spezielle Einstellungen für die Hardwarekonfiguration erfordert. Daraufhin werden Sie aufgefordert, die folgenden Netzwerkparameter anzugeben:

  • IP-Adresse des zu installierenden Systems

  • Entsprechende Netzmaske (falls nicht über IP-Adresse angegeben)

  • IP-Adresse eines Gateways zur Verbindung mit dem Server

  • Liste der Suchdomänen, die vom Domain Name Server (DNS) abgedeckt sind

  • IP-Adresse Ihres Domain Name Server

Beispiel 5.7: Netzwerkparameter
Automatic configuration via DHCP?

0) <-- Back <--
1) Yes
2) No

> 2

Enter your IP address with network prefix.

You can enter more than one, separated by space, if necessary.
Leave empty for autoconfig.

Examples: 192.168.5.77/24 2001:db8:75:fff::3/64. (Enter '+++' to abort).
> 192.168.0.20/24

Enter your name server IP address.

You can enter more than one, separated by space, if necessary.
Leave empty if you don't need one.

Examples: 192.168.5.77 2001:db8:75:fff::3. (Enter '+++' to abort).
> 192.168.0.1

Enter your search domains, separated by a space:. (Enter '+++' to abort).
> example.com

Enter the IP address of your name server. Leave empty if you do not need one. (En
ter '+++' to abort).
> 192.168.0.1

Geben Sie abschließend die erforderlichen Informationen zum Installationsserver an, beispielsweise die IP-Adresse, das Verzeichnis, in dem sich die Installationsdaten befinden, sowie den Berechtigungsnachweis. Das Installationssystem wird geladen, sobald die erforderlichen Informationen angegeben wurden.

5.3.6 Herstellen einer Verbindung zum SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem Edit source

Nach dem Laden des Installationssystems fordert linuxrc Sie auf, den Anzeigetyp zur Steuerung des Installationsverfahrens zu wählen. Die verfügbaren Optionen sind X11 (X Window-System), VNC (Virtual Network Computing-Protokoll), SSH (Textmodus bzw. X11-Installation über Secure Shell) und ASCII-Konsole. Die empfohlenen Optionen sind VNC oder SSH.

Wenn die Option ASCII-Konsole ausgewählt wird, startet YaST im Textmodus, und Sie können die Installation direkt am Terminal durchführen. Weitere Informationen zur Verwendung von YaST im Textmodus finden Sie in Kapitel 4, YaST im Textmodus. Die Option ASCII Console (ASCII-Konsole) ist nur bei der Installation in einer LPAR von Nutzen.

Anmerkung
Anmerkung: Terminalemulation für die ASCII-Konsole

Für die Arbeit mit YaST im Textmodus ist die Ausführung in einem Terminal mit VT220/Linux-Emulation (auch als ASCII-Konsole bezeichnet) erforderlich.

5.3.6.1 Initiieren der Installation für VNC Edit source

So steuern Sie eine Installation über VNC fern:

  1. Durch Auswahl der Option VNC wird der VNC-Server gestartet. Ein kurzer Hinweis an der Konsole zeigt die IP-Adresse und Anzeigenummer zur Herstellung einer Verbindung mit vncviewer an.

  2. Geben Sie die IP-Adresse sowie die Display-Nummer des SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystems ein, wenn Sie dazu aufgefordert werden.

  3. Geben Sie nach Aufforderung die IP-Adresse und die Anzeigenummer des SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystems ein.

    http://<IP address of installation system>:5801/
  4. Sobald die Verbindung hergestellt wurde, installieren Sie SUSE Linux Enterprise Server mit YaST.

5.3.6.2 Initiieren der Installation für das X Window-System Edit source

Wichtig
Wichtig: X-Authentifizierungsmechanismus

Die direkte Installation über das X Window System beruht auf einem auf Hostnamen basierenden Authentifizierungsmechanismus. Dieser Mechanismus ist in den aktuellen Versionen von SUSE Linux Enterprise Server deaktiviert. Wir empfehlen die Installation über SSH oder VNC.

So steuern Sie eine Installation über X-Forwarding fern:

  1. Vergewissern Sie sich, dass der X-Server dem Client (dem installierten System) den Verbindungsaufbau ermöglicht. Legen Sie die Variable DISPLAYMANAGER_XSERVER_TCP_PORT_6000_OPEN=„yes“ in der Datei /etc/sysconfig/displaymanager fest. Starten Sie den X-Server erneut und ermöglichen Sie dem Client die Verbindung mit dem Server über xhost CLIENT_IP_ADDRESS.

  2. Wenn Sie auf dem Installationssystem dazu aufgefordert werden, geben Sie die IP-Adresse des Rechners ein, auf dem der X-Server ausgeführt wird.

  3. Warten Sie, bis YaST geöffnet wird, und starten Sie dann die Installation.

5.3.6.3 Initiieren der Installation für SSH Edit source

Zum Verbinden des Installationssystems mit dem Namen earth über SSH führen Sie das Kommando ssh -X earth aus. Verwenden Sie das unter http://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty/ verfügbare Putty-Tool, wenn Ihre Arbeitsstation unter Microsoft Windows ausgeführt wird. Aktivieren Sie Enable X11 forwarding (X11-Forwarding aktivieren) in PuTTy unter Connection › SSH › X11 (Verbindung > SSH > X11).

Falls Sie ein anderes Betriebssystem verwenden, führen Sie ssh -X earth aus, um sich mit einem Installationssystem namens earth zu verbinden. Wenn ein lokaler X-Server verfügbar ist, wird X-Forwarding über SSH unterstützt. Andernfalls stellt YaST über ncurses eine Textschnittstelle zur Verfügung.

Geben Sie nach Aufforderung den root-Benutzernamen ein und melden Sie sich mit Ihrem Passwort an. Geben Sie yast.ssh ein, um YaST zu starten. Anschließend werden Sie von YaST durch den Installationsvorgang geführt.

Wichtig
Wichtig: Beheben eines YaST-über-SSH-Problems

In bestimmten Situationen kann die Ausführung der GUI-Version von YaST über SSH mit X-Weiterleitung mit der folgenden Fehlermeldung fehlschlagen:

XIO: fatal IO error 11 (Resource temporarily unavailable) on X server "localhost:11.0"

In diesem Fall haben Sie zwei Möglichkeiten.

  • Führen Sie YaST mit der Option QT_XCB_GL_INTEGRATION=none aus, wie z. B.:

    QT_XCB_GL_INTEGRATION=none yast.ssh
    QT_XCB_GL_INTEGRATION=none yast2 disk
  • Führen Sie die ncurses-Version der YaST-Anwendung aus, indem Sie die X-Weiterleitung deaktivieren oder ncurses als die gewünschte Benutzeroberfläche angeben. Für Letzteres verwenden Sie das Kommando yast2 disk --ncurses oder YUI_PREFERED_BACKEND=ncurses yast2 disk.

Setzen Sie den Installationsvorgang wie in Kapitel 8, Installationsschritte beschrieben fort.

5.3.7 Bootverfahren für SUSE Linux Enterprise Server auf IBM Z Edit source

Unter SLES 10 und 11 wurde der Bootvorgang vom zipl-Bootloader durchgeführt. Zur Aktivierung des Bootvorgangs von Btrfs-Partitionen und der Unterstützung von System-Rollbacks mit Snapper wurde die Bootmethode für SUSE Linux Enterprise Server auf IBM Z geändert.

GRUB 2 ersetzt zipl in SUSE Linux Enterprise Server für IBM Z. GRUB 2 auf der AMD64/Intel 64-Architektur enthält Gerätetreiber auf Firmware-Ebene für den Zugriff auf das Dateisystem. Mainframes arbeiten ohne Firmware. Die Einbindung von ccw in GRUB 2 wäre nicht nur ein immenser Arbeitsaufwand, sondern würde eine Neuimplementierung von zipl in GRUB 2 erfordern. In SUSE Linux Enterprise Server gilt daher ein zweiphasiges Verfahren:

1. Phase:

Eine separate Partition mit dem Kernel und einer initrd ist in /boot/zipl eingehängt. Dieser Kernel und die initrd werden über zipl mit der Konfiguration aus /boot/zipl/config geladen.

Diese Konfiguration fügt das Schlüsselwort initgrub in die Kernel-Befehlszeile ein. Sobald der Kernel und die initrd geladen sind, aktiviert die initrd die erforderlichen Geräte, mit denen das root-Dateisystem eingehängt wird (siehe /boot/zipl/active_devices.txt). Anschließend wird ein GRUB 2-Userspace-Programm gestartet, mit dem die Datei /boot/grub2/grub.cfg gelesen wird.

2. Phase:

Der Kernel und die initrd, die in /boot/grub2/grub.cfg angegeben sind, werden per kexec gestartet. In /boot/zipl/active_devices.txt aufgeführte und zum Starten des Systems auf Datenträger benötigte Geräte werden dann aktiviert. Sonstige Geräte auf dieser Liste werden zwar in die Whitelist gestellt, doch ignoriert. Das root-Dateisystem wird eingehängt und der Bootvorgang wird wie auf den anderen Architekturen fortgesetzt.

Weitere Informationen zum Bootvorgang finden Sie im Kapitel 12, Einführung in den Bootvorgang.

5.4 Secure Boot Edit source

Die folgenden Bedingungen müssen erfüllt sein, damit die Secure Boot-Funktion auf einem IBM Z-System funktioniert.

  • Der Rechner muss ein z15 T01, z15 T02, LinuxONE III LT1, LinuxONE III LT2 oder ein neueres Modell sein.

  • Sie müssen eine LPAR verwenden (Secure Boot wird auf z/VM und KVM nicht unterstützt).

  • In der LPAR muss Secure Boot aktiviert sein.

  • Sie müssen SCSI (FCP)-Platten verwenden (Secure Boot wird auf DASD nicht unterstützt).

Anmerkung
Anmerkung: Hardwaremigration

Falls Sie zu einem anderen Rechner migrieren (z. B. von z13 zu z15), müssen Sie sicherstellen, dass die LPAR auf dem Zielrechner den Secure Boot-Status des Systems auf seiner Festplatte aufweist.

Die Änderung des Secure Boot-Status muss anhand des folgenden Verfahrens ausgeführt werden.

Prozedur 5.4: Ändern des Secure Boot-Status
  1. Aktivieren Sie Secure Boot in YaST und schreiben Sie den neuen Bootloader.

  2. Fahren Sie das System herunter.

  3. Ändern Sie die Konfiguration der LPAR (aktivieren oder deaktivieren Sie Secure Boot).

  4. Booten Sie das System.

Anmerkung
Anmerkung: Secure Boot auf HMC

Das System auf der mit dem Parameter secure=1 konfigurierten Platte kann auf der z15-HMC gebootet werden, solange die Firmware das neue On-Disk-Format unterstützt (was bei z15 immer der Fall ist).

5.5 Automatische Konfiguration von E/A-Geräten auf IBM Z-Systemen Edit source

Die automatische Konfiguration von E/A-Geräten ist ein Mechanismus, mit dem Benutzer IDs und Einstellungen von E/A-Geräten angeben können, die in Linux automatisch aktiviert werden sollen. Diese Informationen werden für eine LPAR über eine HMC angegeben, die im DPM-Modus (Dynamic Partition Manager) ausgeführt wird.

Anmerkung
Anmerkung

Die Funktion zur automatischen Konfiguration für E/A-Geräte ist auf Systemen verfügbar, auf denen der DPM ausgeführt wird. Der DPM wird standardmäßig auf LinuxONE-Rechnern ausgeführt. Für IBM Z muss diese Funktion bestellt werden.

Die automatische Konfiguration kann mit dem Kernel-Parameter rd.zdev=no-auto deaktiviert werden.

Führen Sie zur automatischen E/A-Konfiguration mit YaST das Kommando yast2 system_settings aus, wechseln Sie zum Abschnitt Kernel-Einstellungen und aktivieren Sie die Option Automatische Konfiguration von E/A-Geräten aktivieren.

Hängen Sie zum Deaktivieren der automatischen E/A-Konfiguration in einem AutoYaST-Profil rd.zdev=no-auto an die Bootoptionen an. Beispiel:

<bootloader>
  <global>
    <append>rd.zdev=no-auto</append>
  </global>
</bootloader>

Während der Installation wird der Status der Einstellung für die automatische Konfiguration am Bildschirm Installationseinstellungen im Abschnitt Geräteeinstellungen angezeigt.

5.6 Die Parmfile – Automatisierte Systemkonfiguration Edit source

Der Installationsvorgang kann durch Angabe der wesentlichen Parameter in der Parameterdatei teilweise automatisiert werden. Die parmfile enthält alle für die Netzwerkeinrichtung und die DASD-Konfiguration erforderlichen Daten. Darüber hinaus kann sie zum Einrichten der Verbindungsmethode für das SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem und die dort ausgeführte YaST-Instanz verwendet werden. Dadurch wird die Benutzerinteraktion für die aktuelle YaST-Installation reduziert.

Die in Abschnitt 5.6.1, „Allgemeine Parameter“ aufgelisteten Parameter können an die Installationsroutine als Standardwerte für die Installation übergeben werden. Beachten Sie, dass alle hier angegebenen IP-Adressen, Servernamen und numerischen Werte Beispiele sind. Ersetzen Sie sie durch die tatsächlichen Werte Ihres Installationsszenarios.

Die Anzahl der Zeilen in der Datei parmfile ist auf 10 begrenzt. Sie können mehrere Parameter pro Zeile angeben. Bei Parameternamen muss die Groß- und Kleinschreibung nicht beachtet werden. Parameter müssen durch Leerzeichen getrennt werden. Die Parameter können in beliebiger Reihenfolge angegeben werden. Achten Sie darauf, dass die Zeichenfolge PARAMETER=value immer zusammen in einer Zeile steht. Die Länge jeder Zeile darf 80 Zeichen nicht überschreiten. Beispiel:

Hostname=s390zvm01.suse.de HostIP=10.11.134.65
Tipp
Tipp: Verwenden von IPv6 während der Installation

Standardmäßig können Sie Ihrem Rechner nur IPv4-Netzwerkadressen zuweisen. Geben Sie zur Aktivierung von IPv6 während der Installation einen der folgenden Parameter an der Bootaufforderung an: ipv6=1 (IPv4 und IPv6 akzeptieren) oder ipv6only=1 (nur IPv6 akzeptieren).

Einige der folgenden Parameter sind erforderlich. Wenn Sie fehlen, werden Sie im automatischen Vorgang zu deren Angabe aufgefordert.

5.6.1 Allgemeine Parameter Edit source

AutoYaST=<URL> Manual=0

Der Parameter AutoYaST gibt den Speicherort der Steuerungsdatei autoinst.xml für die automatische Installation an. Mit dem Parameter Manual wird gesteuert, ob die anderen Parameter nur Standardwerte sind, die vom Benutzer noch akzeptiert werden müssen. Setzen Sie diesen Parameter auf 0, wenn alle Werte ohne Nachfrage übernommen werden sollen. Wenn Sie AutoYaST festlegen, wird Manual standardmäßig auf 0 festgelegt.

Info=<URL>

Gibt einen Speicherort für eine Datei mit zusätzlichen Optionen an. Dadurch werden die Beschränkungen auf 10 Zeilen (und 80 Zeichen pro Zeile unter z/VM) für diese Parameterdatei außer Kraft gesetzt. Weitere Dokumentationen zur Infodatei finden Sie im Section 9.3.3, “Combining the linuxrc info file with the AutoYaST control file”. Da auf die Infodatei typischerweise nur über das Netzwerk auf IBM Z zugegriffen werden kann, können Sie sie nicht verwenden, um Optionen anzugeben, die zum Einrichten des Netzwerks erforderlich sind, d. h. die in Abschnitt 5.6.2, „Konfigurieren der Netzwerkschnittstelle“ beschriebenen Optionen. Sonstige linuxrc-spezifischen Optionen wie die in Bezug auf die Fehlersuche müssen in der Parameterdatei angegeben werden.

Upgrade=<0|1>

Geben Sie zum Upgrade von SUSE Linux Enterprise den Parameter Upgrade=1 an. Soll eine bestehende Installation von SUSE Linux Enterprise upgegradet werden, ist eine benutzerdefinierte parmfile erforderlich. Ohne diesen Parameter bietet die Installation keine Upgradeoption.

5.6.2 Konfigurieren der Netzwerkschnittstelle Edit source

Wichtig
Wichtig: Konfigurieren der Netzwerkschnittstelle

Die in diesem Abschnitt beschriebenen Einstellungen gelten nur für die während der Installation verwendete Netzwerkschnittstelle. Konfigurieren Sie zusätzliche Netzwerkschnittstellen im installierten System, indem Sie die Anleitungen in Abschnitt 19.5, „Manuelle Netzwerkkonfiguration“ befolgen.

Hostname=zsystems.example.com

Geben Sie den vollständigen Hostnamen ein.

Domain=example.com

Domänensuchpfad für DNS. Ermöglicht Ihnen, kurze anstelle von vollständig qualifizierten Hostnamen zu verwenden.

HostIP=192.168.1.2/24

Geben Sie die IP-Adresse der zu konfigurierenden Schnittstelle ein.

Gateway=192.168.1.3

Geben Sie den gewünschten Gateway an.

Nameserver=192.168.1.4

Geben Sie den beteiligten DNS-Server an.

InstNetDev=osa

Geben Sie den zu konfigurierenden Schnittstellentyp ein. Zulässige Werte sind osa, hsi, ctc, escon und iucv. (CTC, ESCON und IUCV werden nicht mehr offiziell unterstützt.)

Geben Sie für die ctc-Schnittstellen escon und iucv (CTC, ESCON und IUCV werden offiziell nicht mehr unterstützt) die IP-Adresse des Peer ein:

Pointopoint=192.168.55.20
OsaInterface=<lcs|qdio>

Für osa-Netzwerkgeräte geben Sie die Host-Schnittstelle (qdio oder lcs) ein.

Layer2=<0|1>

Geben Sie für osa-QDIO-Ethernet- und hsi-Geräte an, ob die Unterstützung von OSI-Schicht 2 aktiviert (1) oder deaktiviert (0) werden soll.

OSAHWAddr=02:00:65:00:01:09

Für Schicht-2-fähige osa-QDIO-Ethernet-Geräte. Geben Sie manuell eine MAC-Adresse ein, oder verwenden Sie den Systemstandardwert OSAHWADDR= (mit nachfolgendem Leerzeichen).

PortNo=<0|1>

Geben Sie für osa-Netzwerkgeräte die Portnummer an (sofern das Gerät diese Funktion unterstützt). Der Standardwert ist 0.

Für die einzelnen Schnittstellen sind bestimmte Setup-Optionen erforderlich:

  • Schnittstellen ctc und escon (CTC und ESCON werden offiziell nicht mehr unterstützt):

    ReadChannel=0.0.0600
    WriteChannel=0.0.0601

    Mit ReadChannel wird der zu verwendende READ-Kanal angegeben. WriteChannel gibt den WRITE-Kanal an.

  • Geben Sie für die Schnittstelle ctc (wird offiziell nicht mehr unterstützt) das Protokoll an, das für diese Schnittstelle verwendet werden soll:

    CTCProtocol=<0/1/2>

    Gültige Einträge:

    0

    Kompatibilitätsmodus, auch für Nicht-Linux-Peers mit Ausnahme von OS/390 und z/OS (dies ist der Standardmodus)

    1

    Erweiterter Modus

    2

    Kompatibilitätsmodus mit OS/390 und z/OS

  • Netzwerkgerättyp osa mit Schnittstelle lcs:

    ReadChannel=0.0.0124

    ReadChannel steht für die in dieser Einrichtung verwendete Kanalnummer. Die zweite Portnummer kann hiervon abgeleitet werden, indem Sie ReadChannel den Wert 1 hinzufügen. Mit Portnumber wird der relative Port angegeben.

  • Schnittstelle iucv:

    IUCVPeer=PEER

    Geben Sie den Namen des Peer-Computers ein.

  • Netzwerkgerätetyp osa mit Schnittstelle qdio für OSA-Express Gigabit Ethernet:

    ReadChannel=0.0.0700
    WriteChannel=0.0.0701
    DataChannel=0.0.0702

    Geben Sie für ReadChannel die Nummer des READ-Kanals ein. Geben Sie für WriteChannel die Nummer des WRITE-Kanals ein. Mit DataChannel wird der DATA-Kanal angegeben. Stellen Sie sicher, dass für den READ-Kanal eine gerade Gerätenummer festgelegt ist.

  • Schnittstelle hsi für HiperSockets und VM-Gast-LANs:

    ReadChannel=0.0.0800
    WriteChannel=0.0.0801
    DataChannel=0.0.0802

    Geben Sie für ReadChannel die entsprechende Nummer des READ-Kanals ein. Geben Sie für WriteChannel und DataChannel die Nummern des WRITE- bzw. des DATA-Kanals ein.

5.6.3 Angeben der Installationsquelle und der YaST-Schnittstelle Edit source

Install=nfs://server/directory/DVD1/

Geben Sie den Speicherort der zu verwendenden Installationsquelle an. Unterstützte Protokolle sind nfs, smb (Samba/CIFS), ftp, tftp http und https.

Wenn eine ftp-, tftp- oder smb-URL angegeben wird, geben Sie den Benutzernamen und das Passwort an. Überspringen Sie den Berechtigungsnachweis für die anonyme oder Gast-Anmeldung.

Install=ftp://USER:PASSWORD@SERVER/DIRECTORY/DVD1/
Install=tftp://USER:PASSWORD@SERVER/DIRECTORY/DVD1/

Wenn Sie die Installation über eine verschlüsselte Verbindung vornehmen möchten, verwenden Sie eine URL vom Typ https. Falls das Zertifikat nicht überprüft werden kann, deaktivieren Sie die Prüfung von Zertifikaten mit der Bootoption sslcerts=0.

Bei einer Samba- oder CIFS-Installation können Sie zudem die Domäne angeben:

Install=smb://WORKDOMAIN;USER:PASSWORD@SERVER/DIRECTORY/DVD1/
ssh=1 vnc=1 Display_IP=192.168.42.42

Die Installationsmethode hängt davon ab, welchen Parameter Sie angeben. Mit ssh wird die SSH-Installation aktiviert, mit vnc wird ein VNC-Server auf dem Installationsrechner gestartet und mit Display_IP versucht das Installationssystem, eine Verbindung zu einem X-Server an der angegebenen Adresse herzustellen. Es sollte nur einer dieser Parameter festgelegt werden.

Wichtig
Wichtig: X-Authentifizierungsmechanismus

Die direkte Installation über das X Window System beruht auf einem auf Hostnamen basierenden Authentifizierungsmechanismus. Dieser Mechanismus ist in den aktuellen Versionen von SUSE Linux Enterprise Server deaktiviert. Wir empfehlen eine Installation mit SSH oder VNC.

Um eine Verbindung zwischen dem YaST- und dem Remote-X-Server zu ermöglichen, führen Sie den Befehl xhost <IP-Adresse> mit der Adresse des Installationscomputers auf dem Remote-Computer aus.

Geben Sie für VNC ein aus 6 bis 8 Zeichen bestehendes Passwort für die Installation ein:

VNCPassword=<a password>

Geben Sie für SSH ein aus 6 bis 8 Zeichen bestehendes Passwort für die Installation ein:

ssh.password=<a password>

5.6.4 Beispiele für Parmfiles Edit source

Eine Parmfile kann maximal 860 Zeichen umfassen. Als Anhaltspunkt sollte die Parmfile maximal 10 Zeilen mit maximal je 79 Zeichen enthalten. Beim Lesen einer Parmfile werden alle Zeilen ohne Leerzeichen miteinander verkettet. Das letzte Zeichen (Nr. 79) in jeder Zeile muss daher ein Leertaste sein.

Für den Empfang etwaiger Fehlermeldungen an der Konsole verwenden Sie

linuxrclog=/dev/console
Beispiel 5.8: Parmfile für eine Installation von NFS mit VNC und AutoYaST
ramdisk_size=131072 root=/dev/ram1 ro init=/linuxrc TERM=dumb
instnetdev=osa osainterface=qdio layer2=1 osahwaddr=
pointopoint=192.168.0.1 hostip=192.168.0.2
nameserver=192.168.0.3
install=nfs://192.168.0.4/SLES/SLES-12-Server/s390x/DVD1
autoyast=http://192.168.0.5/autoinst.xml
linuxrclog=/dev/console vnc=1 VNCPassword=testing
Beispiel 5.9: Parmfile zur Installation mit NFS, SSH und HSI sowie AutoYaST mit NFS
ramdisk_size=131072 root=/dev/ram1 ro init=/linuxrc TERM=dumb
AutoYast=nfs://192.168.1.1/autoinst/s390.xml
Hostname=zsystems.example.com HostIP=192.168.1.2
Gateway=192.168.1.3 Nameserver=192.168.1.4
InstNetDev=hsi layer2=0
Netmask=255.255.255.128 Broadcast=192.168.1.255
readchannel=0.0.702c writechannel=0.0.702d datachannel=0.0.702e
install=nfs://192.168.1.5/SLES-12-Server/s390x/DVD1/
ssh=1 ssh.password=testing linuxrclog=/dev/console
Beispiel 5.10: Parmfile zur Installation im VLAN
ro ramdisk_size=50000 MANUAL=0 PORTNO=1 ReadChannel=0.0.b140
WriteChannel=0.0.b141 DataChannel=0.0.b142
cio_ignore=all,!condev,!0.0.b140-0.0.b142,!0.0.e92c,!0.0.5000,!0.0.5040
HostIP= Gateway= Hostname=zsystems.example.com nameserver=192.168.0.1
Install=ftp://user:password@10.0.0.1/s390x/SLES15.0/INST/ usevnc=1
vncpassword=12345 InstNetDev=osa Layer2=1 OSAInterface=qdio ssl_certs=0
osahwaddr= domain=example.com self_update=0
vlanid=201

5.7 Verwenden des Terminalemulators vt220 Edit source

Neuere MicroCode-Stufen ermöglichen neben dem standardmäßigen Zeilenmodusterminal (ASCII-Terminal) die Verwendung eines integrierten vt220-Terminalemulators. Das vt220-Terminal ist mit /dev/ttysclp0 verbunden. Das Zeilenmodusterminal ist mit /dev/ttysclp_line0 verbunden. Bei LPAR-Installationen ist der vt220-Terminalemulator standardmäßig aktiviert.

Zum Starten der ASCII-Konsole auf der HMC melden Sie sich bei der HMC an, und wählen Sie Systems Management (Systemverwaltung) › Systems (Systeme) › IMAGE_ID. Aktivieren Sie die Optionsschaltfläche für die LPAR, und wählen Sie Recovery (Wiederherstellung) › Integrated ASCII Console (Integrierte ASCII-Konsole).

Um die Kernel-Meldungen zum Boot-Zeitpunkt von der Systemkonsole an das vt220-Terminal umzuleiten, fügen Sie der Zeile parameters in der Datei /etc/zipl.conf folgende Einträge hinzu:

console=ttysclp0 console=ttysclp_line0

Die sich daraus ergebende parameters-Zeile sieht in etwa wie folgt aus:

parameters = "root=/dev/dasda2 TERM=dumb console=ttysclp0 console=ttysclp_line0"

Speichern Sie die Änderungen in /etc/zipl.conf, führen Sie zipl aus und starten Sie das System neu.

5.8 Zusätzliche Informationsquellen Edit source

In den IBM Redbooks (https://www.redbooks.ibm.com/Redbooks.nsf/domains/zsystems) oder bei IBM developerWorks (https://www.ibm.com/developerworks/linux/linux390/) finden Sie weitere technische Dokumentationen zu IBM Z. Unter finden Sie die produktspezifische Dokumentation zu SUSE Linux Enterprise Serverhttps://www.ibm.com/developerworks/linux/linux390/documentation_suse.html.

5.8.1 Allgemeine Dokumente zu Linux auf IBM Z Edit source

Eine allgemein gehaltene Erläuterung zu Linux auf IBM Z finden Sie in folgenden englischsprachigen Dokumenten:

  • Linux on IBM eServer zSeries and S/390: ISP and ASP Solutions (SG24-6299)

Obwohl diese Dokumente möglicherweise nicht den aktuellen Stand der Linux-Entwicklung widerspiegeln, bleiben die beschriebenen Grundprinzipien von Linux weiterhin gültig.

5.8.2 Technische Aspekte von Linux auf IBM Z Edit source

Ziehen Sie folgende Dokumente für technische Informationen zum Linux-Kernel sowie hinsichtlich anwendungsbezogener Themen zurate. Die neuesten Versionen der Dokumente finden Sie im http://www.ibm.com/developerworks/linux/linux390/index.html.

  • Linux auf System z-Gerätetreibern, Funktionen und Kommandos

  • zSeries ELF Application Binary Interface Supplement

  • Linux auf System z-Gerätetreibern unter Verwendung der Dump-Tools

  • IBM zEnterprise 196 Technical Guide

  • IBM zEnterprise EC12 Technical Guide

  • IBM z13 Technical Guide

  • IBM z14 Technical Guide

  • IBM z15 Technical Guide

Ein Redbook für die Linux-Anwendungsentwicklung ist verfügbar unter http://www.redbooks.ibm.com:

  • Linux on IBM eServer zSeries and S/390: Application Development (SG24-6807)

5.8.3 Erweiterte Konfigurationen für Linux auf IBM Z Edit source

Komplexere IBM Z-Szenarien finden Sie in folgenden Redbooks, Redpapers und Online-Ressourcen: